Rezepte

Bitterorangenmarmelade

Heute lernt Ihr eine weitere meiner Leidenschaften kennen – ich liebe es, Marmelade und Konfitüre zu kochen – das Frühjahr, den Herbst, den Sommer – und ja, sogar den Winter in Gläsern zu konservieren. Madita – eine der wunderbaren Figuren, die Astrid Lindgrens Phantasie entsprungen ist – sagte einmal, dass es doch schön wäre, wenn man von all den schönen Düften etwas in eine Dose packen könnte; dann könnte man im Laufe des Jahres immer mal wieder daran schnuppern. Eine wunderschöne Idee – findet Ihr nicht? Und bei Marmelade gelingt das doch hervorragend.

Heute Vormittag wurden wir auf dem Markt zu Pomeranzen überredet – auch Bitterorangen genannt, aber Pomeranze klingt doch so schön. Aber was heißt hier eigentlich überredet – ein wahres Vergnügen war es! Und außerdem duftet nun die ganze Küche 🙂 Die Küche duftet nach Wohlgefühl. Und ich bin selig!

Hier noch eine kleine Pomeranzen-Exkursion:

Pomeranzen sind Kreuzungen aus Pampelmuse und Mandarine und unterscheiden sich von den normalen Orangen in Aussehen und Geschmack. Die Pomeranzen sind genauso rund wie Orangen, die Schale ist jedoch uneben und stellenweise wie eingedrückt. Die Schale ist außerdem dicker und lässt sich einfacher schälen. Viele Sorten enthalten zahlreiche Kerne – das ist wichtig für die Marmeladenherstellung. Zudem ist das Fruchtfleisch sauer und die weiße Schicht unter der Schale schmeckt bitter. Da die Erntezeit im Mittelmeerraum Januar bis Februar ist, ist nun der perfekte Zeitpunkt, um daraus Marmelade zu machen.

Für etwa 15 kleine Gläser brauchst Du:

  • 1 kg Pomeranzen (unbehandelt)
  • 1 Zitrone (auch unbehandelt)
  • 1,5 – 1,7 kg Gelierzucker

Die Orangen und die Zitrone halbieren und auspressen. Den Saft in einen großen Topf geben, die Kerne und das Fruchtfleisch in ein sauberes Leinen-, Nessel- oder Baumwollgeschirrtuch geben. Das Tuch oben mit einem Gummiband zubinden und in den Topf hängen. Die Schale der Orangen in feine oder grobe Streifen schneiden – je nach Belieben. Die Schalen mit in den Topf geben und ca. 2,2 l Wasser hinzufügen. Das Ganze zum Kochen bringen und dann bei geringer Temperatur 1,5 bis 2 Stunden köcheln lassen. Die Schale sollte schön weich sein. Das Tuch entfernen und den Gelierzucker vorsichtig einrühren. Die Temperatur erhöhen und so lange rühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat und der Gelierpunkt erreicht ist. Am besten ist, wenn Du eine Gelierprobe machst. Dafür nimmst Du eine Untertasse und machst einen Klecks der Marmelade darauf. Wenn Du die Untertasse vorsichtig drehst, sollte der Klecks Marmelade sich zähflüssig bewegen. Tut er das nicht, muss die Marmelade noch weiter kochen. Sollte es beim zweiten Mal immer noch nicht klappen, füllst Du am besten etwas Zucker nach.

Wenn es dann aber soweit ist, fülle die Marmelade so lange in Deine vorbereiteten sterilisierten Gläser, solange sie noch heiß ist. Die Gläser sofort verschließen.

Viel Spaß!

 

 

 

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