Rezepte

Köstliche Aprikosenmarmelade

Manche halten mich sicherlich für bekloppt, wenn sie hören, dass ich für unseren Italien-Urlaub einen Klappkorb mit Gläsern, Weckgummis, -klemmen und Gelierzucker eingepackt habe. Außerdem auch ein paar Flaschen mit Schraubverschluss für den weltbesten Tomatensugo…

Für mich ist das Vorbereiten von Obst und Gemüse für Marmelade, Chutneys oder Kuchen pure Meditation. Stellt mir einen Korb voll Johannisbeeren hin und ich zupfe Euch die einzelnen Früchte von den Rispen. Ich mache so etwas mit Hingabe. Mein Schlüssel-Erlebnis ereignete sich an einem brüllend-heißen Nachmittag. Ich muss etwa zehn oder elf Jahre alt gewesen sein und meine Oma hatte keine Lust, einer Verwandten beim Bohnenschnippeln zu helfen. Ich weiß nicht, wie viele Stunden ich dort in dem Garten saß und für meine Oma die Bohnen geputzt habe. Für mich wurde in jedem Fall klar: Das ist meine ganz eigene Art von Meditation und Entspannung, nur dass ich damals noch nicht wusste, was das eigentlich ist.

Der eine Tag in unserem Urlaub war wettertechnisch eher von der nasseren Sorte. Auf dem Markt hatten wir zwei Kilo leckerste italienische Aprikosen gekauft, der Topf war bestens für das Marmeladekochen geeignet. Mich konnte nichts und niemand aufhalten. 🙂

Bevor Ihr beginnt, stellt Euch alle Materialien bereit und spült die Gläser ab. Wenn die Gläser sauber sind, solltet Ihr sie vor der Befüllung einmal mit kaltem Wasser ausspülen. Die Investition in einen Abfülltrichter lohnt sich, denn so müsst Ihr nicht noch die Ränder der Gläser abwischen, da (meistens) alles fein säuberlich dort landet, wo es auch rein soll – im Glas 🙂

Für ca. 10 Weckgläser (Tulpenform à 220 ml) braucht Ihr:

  • 1 kg Aprikosen in bester Qualität
  • 1 kg Gelierzucker 1:1

Alle Aprikosen halbieren und die Kerne herausdrehen. Die Aprikosen kleinschneiden – je nachdem, ob Ihr lieber große oder kleine Stücke in der Marmelade haben wollt.

Alles in einen großen Topf geben, den Gelierzucker vorsichtig darüber streuen und alles mit einem großen Löffel vorsichtig verrühren. Ich mache es so, dass ich die Früchte mit dem Gelierzucker erst dann erhitze, wenn ich alles vorab vorher verrührt habe.

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Stellt die Herdplatte nun auf die höchste Stufe und rührt während der gesamten Zeit, bis sich der Zucker auflöst und Ihr langsam eine flüssige, marmeladenartige Masse bekommt. Man sagt, die Marmelade muss etwa fünf Minuten unter ständigem Rühren brodeln und blubbernd kochen. Ihr könnt aber die Hitze ruhig ein wenig reduzieren, damit Euch die Marmelade nicht entgegenspritzt – das tut nämlich echt weh…

Nach den fünf Minuten Kochen müsst Ihr eine Gelierprobe machen. Dafür einen Klecks der Marmelade auf eine kleine Untertasse oder einen Teller geben und den Teller leicht schräg halten. „Bewegt“ sich die Marmelade ordentlich zähflüssig, sprich: ist sie geliert, kann mit dem Abfüllen in die kleinen Gläser begonnen werden.

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Viel Spaß beim Nachmachen!

 

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