Familiengeschichten Teil 1 und noch‘n Zwetschgenkuchen

Der Zwetschgenbaum im Garten meiner Eltern ist voll beladen. An so viele Zwetschgen kann ich mich nicht erinnern. Als ich letzte Woche Mittwoch nach der Arbeit mit Karl dem Kleinen zu meinen Eltern fuhr, hatte ich auf dem Rückweg zwei Kilo im Gepäck.

Wir saßen zusammen bei Bratkartoffeln und Spiegelei und genossen den Blick auf den Süntel von der Bergschmiede aus. Ein Ausflugslokal inmitten des Waldes. Die Umrisse des Süntels wurden von Minute zu Minute schärfer, das Grün nahezu giftig. Dann brach das Gewitter los, und dicke Regentropfen trommelten auf das Dach. Der Wald atmete hörbar auf. Endlich Regen! Es war urgemütlich. Die Dämmerung kroch langsam hervor und wir redeten und redeten.

Satt und zufrieden gingen wir irgendwann zum Auto, und es tropfte von den großen Bäumen. Gemächlich und vorsichtig rollten wir die kurvigen Straßen hinunter. Doch Hasen oder Rehe ließen sich nicht blicken, nur ein paar Mäuse und ein dicker Igel sausten über die Straße. Und es regnete noch immer.

Gemütlich auf dem Sofa einerseits, im Auto aber das andererseits. Denn gern fahre ich bei solch einem Wetter nicht. Doch mein lieber Papa, der beste Papa der Welt, konnte seinem Fliegenpilztöchterchen nicht den Wunsch abschlagen, dass er hinter ihr herfuhr. Gegen das Mulmige im Bauch. Und so fuhr Papa hinter mir her, bis ich von der Bundesstraße wieder runter war.

Und gegen den Kuchenhunger im Bauch gibt es umso mehr Zwetschgenkuchen!

Ihr braucht für einen Blechkuchen:

  • 250 g Butter, weich
  • 250 g Zucker
  • 3 Bio-Eier, Größe M
  • 400 g glutenfreies Mehl, z.B. Dr. Schär Mix C
  • 100 g gemahlene Haselnüsse
  • 250 ml Milch
  • abgeriebene Schale einer Zitrone
  • 1 TL Vanillezucker
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 1 TL Xanthan
  • 2 TL Flohsamenschalen
  • Zwetschgen, halbiert und ohne Stein
  • Zimtzucker

Gebt Butter und Zucker in eine große Schüssel und rührt beides solange mit Eurer Küchenmaschine oder dem Handrührgerät, bis eine helle und cremige Masse entsteht. Rührt die Eier nach und nach unter.

Gebt das Mehl und die gemahlenen Haselnüsse, Flohsamenschalen und Xanthan, Vanillezucker und Backpulver und die Zitronenschale hinzu und rührt, bis ein geschmeidiger Teig entsteht.

Heizt den Backofen auf 180 Grad vor. Fettet ein Backblech mit Butter ein. Gebt den Teig gleichmäßig auf das Backblech.

Die gewaschenen Zwetschgen halbiert Ihr nun und entfernt den Stein. Nun drückt Ihr die Zwetschgenhälften dicht an dicht in den Teig. Bestreut die Zwetschgen nun mit reichlich Zimtzucker.

Backt den Kuchen für ca. 40 Minuten im Ofen. Nach der Backzeit testet Ihr mit einem Holzspieß, ob der Teig durch ist. Falls nicht, lasst den Kuchen noch für weitere fünf Minuten im Ofen. Ihr könnt den Ofen schon ausstellen, die Restwärme sorgt fürs Durchbacken.

Nehmt den Kuchen aus dem Ofen und lasst ihn auskühlen.

Dazu passt natürlich frisch geschlagene Sahne. Und falls der Kuchen nicht alle werden sollte: Man kann ihn hervorragend einfrieren.

Viel Spaß beim Nachbacken wünscht Euch Euer Frøken Fluesvamp – Fräulein Fliegenpilz 🍄

Veröffentlicht von

Frøken Fluesvamp - Kristina

Zöli, Fliegenpilzliebhaberin, Naturfreundin und Freundin schöner Dinge. Liebe fair-nünftige Ware: Bio, regional und saisonal. Manchmal rastlos und hundemüde, frech, trotzig und voller Ideen ;-)

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s