Hr. Skov – Blåvand – Eine Reise durch das Gourmetuniversum

Herr Wald? Herr Wald! Das schwarze Schild vor dem weißen Haus im Touristenort Blåvand an Dänemarks Westküste, quasi am westlichsten Punkt, ziert ein nahezu blätterloser Baum, ein Apfelbaum. An einem Ast des Baumes hängt ein roter Apfel. Das Logo verführt, so wie es Äpfel schon immer getan haben. 


Die Gourmetbutik ist aber alles andere als hochnäsig oder versnobt. Paradiesisch, ja, doch nicht abgehoben. So sagte der umtriebige Claus Skov, Inhaber der Gourmetbutik, einmal von sich, dass er doch ein Bauernjunge sei. Also jemand, der seine Wurzeln kennt, schätzt und pflegt. 

So findet man in seiner Kühltheke herrlichsten Schinken von der nahegelegenen Insel Fanø, Käsesorten aus der Region, Lamm- und Kalbfleisch von lokalen Bio-Bauern. Und dänisches Frokost wäre nicht dänisches Frokost ohne Leverpostej, eine Art Leberwurst aus Leber, fettem Speck und Zwiebeln in einer Form gebacken – köstlich mit eingelegter Roter Bete oder süß-sauer eingelegten Gurken. Und: diese ist glutenfrei, denn eigentlich gehört noch Mehl in die Masse. Aber die Glutenunverträglichkeit macht auch vor den Dänen nicht Halt. 

Und wenn ich hier gerade so rumstehe, werfe ich einen Blick auf die Karte. Ich kenne Claus‘ einfach-köstliches Essen mit dem bio-regionalen Pfiff. Und auf der kleinen, aber feinen Karte stehen so köstliche Dinge wie Wattenmeersandwich mit Nordseekrabben und Spiegelei, dazu ein Bärlauch-Aioli oder Miesmuscheln mit selbstgemachten Pommes Frites und Sanddornketchup oder ein köstliches Steaksandwich. Wer die herrlich angerichtete Portion schaffen sollte, kann sich dann noch einem Nachtisch zuwenden. Wie wär’s mit dem leckersten Eis Dänemarks? Hansen-Is – ein Gedicht: Schokoladen-Eis mit auf der Zunge zergehenden Schokoladensplittern, Vanille-Eis mit oder ohne Mango, Himbeersorbet, Nougat-Eis mit oder ohne Salzkaramell! Oder ein „Flødeboller“ von der Schokoladen-Fabrik Summerbird – ein gehaltvoller Schokoschaumkuss mit dicker, knackiger Schokolade umhüllt und – OBS OBS OBS – mit einem Marzipanboden! Nicht mit pappiger Weichbodenwaffel…

Aber ich schweife ab in kulinarische Köstlichkeiten und Essensphantasien. 

Warum? Weil ich mit meinem Liebsten von einem tüchtigen Strandspaziergang zurück ins gemietete Ferienhaus zurückkam, als ich anfing, diesen Artikel zu schreiben. 


Der Wind hat uns ordentlich durchgepustet, der Kamin schnurrte schon herrlich vor sich hin, die Sauna bullerte – der Magen knurrte. Aber diese köstliche Quälerei kosteten wir noch ein wenig aus und stopften nicht wahllos irgendwelche Dinge in uns hinein. Nein!

Denn zur Feier des Gründonnerstages gab es Köstlichkeiten von Hr. Skov. Empfohlen vom wohl nettesten „Bauernjungen“ mit Gourmetbutik, den ich kenne! 

Tillykke med 10 års-jubilæum i Blåvand Claus og Henny! 🇩🇰🇩🇰

Peters Jul i Ribe – Eine Reise in die gute alte Zeit

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Der Fliegenpilz-Blog ist 1 Jahr alt geworden – Ende November. Am gestrigen Nikolaus-Tag schaute ich aus dem Fenster und freute mich, dass die Luft so herrlich klar und es so herrlich klirrend-kalt war. Von mir aus könnte es so bis Februar bleiben, vor allem aber über Weihnachten. Wenn die Bäume und Sträucher aussehen, wie mit Zuckerguss oder -watte überzogen, der Himmel milchig-blau, und die Sonne durch die Äste scheint – dann stellt sich bei mir ein Weihnachtsgefühl ein.

Weihnachtsgefühl. Was ist das eigentlich? Vermutlich für jeden anders, aber für mich ist DAS Weihnachtsgefühl „Peters Jul in Ribe“, vielleicht auch Weihnachten, wie es üblicherweise in Dänemark gefeiert wird, inklusive der Vorweihnachtszeit.

Bevor ich Euch auf eine weitere Reise mitnehme – nämlich, wer hätte das gedacht, nach Ribe zu „Peters Jul“ – möchte ich Euch erzählen, wie Weihnachten in Dänemark eigentlich so ist.

In Dänemark verbindet man Weihnachten mit Gemütlichkeit, mit massenhaft Weihnachtsessen und Geschenken. Eigentlich kein großer Unterschied zu „unserem“ Weihnachten, aber irgendwie doch. Ende November bzw. Anfang Dezember benötigt man, um sich auf den Weihnachtsabend und die Adventszeit vorzubereiten, beispielsweise öffnet man seinen Adventskalender, lässt die typische Adventskalenderkerze leuchten, schaut den Weihnachtskalender im Fernsehen, geht zu den typischen „Julefrokoster“ mit Kollegen und Familie, backt Kekse, z. B. klejner, æbleskiver oder brunkager (Braune Kuchen), bastelt Weihnachtsschmuck, dekoriert das Haus und macht Weihnachtsdeokrationen und noch viel, viel mehr.

Ich finde, in Dänemark ist Weihnachten ganz speziell, traditionell wie in den alten Tagen und sehr gemütlich. Selbstverständlich haben die Dänen auch Stress beim Geschenkekauf, Lebensmitteleinkauf und damit, alles unter einen Hut zu bekommen, aber irgendwie sind die Dänen etwas entspannter.

Ich möchte einräumen, dass ich die Verbindung zwischen der Geschichte „Peters Jul“ und der Stadt Ribe nicht kannte, bis ich das erste mal zu „Peters Jul“ in Ribe gewesen bin – das war in 2014. Aber ich kannte sehrwohl die Geschichte, geschrieben von Johan Krohn. Also, warum heißt es „Peters Jul“ und wo ist die Verbindung mit Dänemarks ältester Stadt Ribe?

Die Erklärung ist einfach: 1946 schrieb Mathilde Cold einen Bericht über das Weihnachten ihrer Kindheit in Ribe. Ihre Erzählung über ihr Weihnachten, das sie in Porsborg gefeiert haben, erinnert an Johan Krohns Weihnachtserzählungen in dem Buch „Peters Jul“. Porsborg ist übrigens dort, wo heute das Touristbüro in Ribe steht. Ribes Einwohner waren kluge Leute: Sie dachten, dass die Gelegenheit günstig wäre, diese Verbindung zu nutzen und verwandeln Ribe jedes Jahr in ein Weihnachten wie in der alten Zeit.

Und in Anlehnung an die Geschichte von Johan Krohn und an den Bericht von Mathilde Cold findet man in Ribes Zentrum Weihnachtsbasteleien und alles Mögliche in Verbindung mit Weihnachten – auch im heutigen Touristbüro, aber auch an vielen anderen unterschiedlichen Stellen in der Stadt. Ab dem ersten Adventswochenende bis zum vierten Advent stehen Weihnachtsmarktbuden auf dem Marktplatz und auf der Skibbroen, ein Weihnachtsmarkt auf dem Platz vor dem Dom und viele andere Aktivitäten: Man kann ein Foto mit dem Weihnachtsmann machen oder einen Spaziergang mit Peters Vater in Ribes alten Gassen. Jeden Samstag zwischen 12:00 und 14:00 Uhr gibt es gratis Touren mit einem Pferdewagen durch Ribe. Und beim Café Quedens kann man wirklich mit allen Sinnen erleben, wie Weihnachten in den 1850er Jahren gewesen sein muss. Man kann altes Handwerk in diesem alten, ganz fantastischen Haus bestaunen. In den Fußgängerzonen Ribes findet man viele spannende Aktivitäten: Die sog. Nisseband spielt Weihnachtsmusik, der Ribe Gospelchor singt Weihnachtslieder und der Nachtwächter bietet Spaziergänge an, erzählt von der Geschichte der Stadt und singt seine Lieder. Weihnachtsbäume kann man auf dem Platz vor dem Dom kaufen, die Geschäfte haben spezielle Weihnachtsverkaufsangebote und es duftet nach brunkagern, æbleskivern und Gløgg. Ganz gemütlich!


Ein wenig außerhalb von Ribe – im Wikingercenter in Lustrup – wird auch Weihnachten gefeiert. Im Storgården kann man die Weihnachtstraditionen der Wikinger erleben.


Wir waren auch bei unseren Freunden in Vester Vedsted. Unsere Freunde haben ein kleines Café. Das Café liegt etwa 8 km südlich von Ribe und einen Kilometer vom Meer entfernt. Es heißt Vester Vedsted Vingård. Hier wird Weiß-, Rosé- und Rotwein produziert. In dem kleinen gemütlichen Hofladen und Naturcafé werden spannende Frokostgerichte und guter Kaffee serviert, ebenso hausgebackenes Brot und Kuchen. Das ist einen Besuch wert!


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Før jeg rapportere om Peters Jul i Ribe, vil jeg fortælle noget om jul i Danmark.

I Danmark forbinder man julen med hygge, masser af julemad og gaver. Enden af Novembermåned og begindelsen af Decembermåned bruger man til at forberede sig på juleaften og adventstid, f. eks. åbner man julekalendere, tænder kalenderlys, ser julekalendere i fjernsynet, går til julefrokoster med kollegaer eller familien, bager småkager f. eks. klejner, æbleskiver og brunkager, laver julepynt, pynter huset op, laver juledekorationer m.m.

Jeg synes i Danmark julen er helt specielt, traditionelt som i det gamle dage og meget hyggeligt. Selvføgelig danskerne også har travlt med at finde julegaver, købe ind og få alt under et tag, men danskerne, synes jeg, er mere afslappet.

Sidste weekend var jeg til ”Peters Jul” i Ribe.

Jeg må indrømme, at jeg kendte historien om forbindelsen fra historien om Peters Jul og byen Ribe ikke indtil jeg var hos Peters Jul i Ribe første gang i 2014. Men jeg kendte historien om ”Peters Jul” fra forfætter Johan Krohn. Altså, hvorfor hedder det ”Peters Jul” og hvor er forbindelsen med Danmarks ældste by – Ribe?

Der er en helt enkle forklaring: I 1946 skriver Mathilde Cold en beretning om sin barndoms jul i Ribe. Hendes beskrivelse af julen, der blev holdt i Porsborg, minder om Johan Krohns julebeskrivelse i bogen ”Peters Jul”. Porsborg er der, hvor byens turistbureau i dag holder til. Og Ribes beboer var en kloge folk: De troede, at det ville være en god idé at vende byen til en hyggelig jul by ligesom i det gamle dage.

Og i anledning af historien fra Johan Krohn og beretninger fra Mathilde Cold finder man julesyslerier og alt muligt i forbindelsen med jul – også i Turistbureauet, men også på mange forskellige steder i Ribe. Fra første weekenden i advent indtil fjerde weekenden er der julhytterne på torvet og skibbroen, julemarked på domkirkepladsen og mange andre aktiviteter: Du kan komme og tage et billede sammen med Julemanden eller går en tur med Peters far i Ribes gamle gader. Hver lørdag mellem kl. 12 og kl. 14 kan du lave en gratis tur med hestovognen rundt i Ribe. Og hos Café Quedens kan du virkelig opleve, dufte og sanse, hvordan livet var i 1850’erne. Du kan se gammelt håndværk i dette helt fantastiske hus. I gågader i Ribe findes man mange spænnende aktiviter: Nissebandet spiller julemusik, Ribe gospelkor synger julesange og natvægternen laver gåture, fortæller historien om Ribe og synger. Juletræer kan købes på domkirkepladsen, butikkerne har specielt julesalg og det dufter af brunkager, gløgg og æbleskiver. Helt hyggeligt!

Lidt uden før Ribe – i Vikingercentret i Lustrup – holder det også jul. På Storgården kan du opleve vikingernes traditioner omkring jul.

Vi var også med vores venner i Vester Vedsted. Vennerne har en lille café: Caféen ligger 8 km syd for Ribe og 1 km fra Vadehavet. Den hedder Vester Vedsted Vingård. Her producerer folken hvidvin, rosé og rødvin. I den lille og hyggelige gårdbutik og naturcafé serveres spændende frokostretter og god kaffe med hjemmebagt brød og kager. Det er et besøg værdt!

Besøget i Ribe var meget afslappende og fantastisk roligt. Jeg kan virkelig anbefale et besøg i Ribe og omegn!

Mandø – Mit seinen Gedanken allein

Die Gedanken sind frei, 

wer kann sie erraten?

Sie fliegen vorbei 

wie nächtliche Schatten.

Kein Mensch kann sie wissen,

kein Jäger sie schießen.

Es bleibet dabei –

die Gedanken sind frei!

Mandø. Eine kleine dänische Insel im Westen Dänemarks. Nur erreichbar, wenn die Nordsee den sog. Låningsvej freigibt, soll heißen: Bei Ebbe. 


11 km in Richtung Westen von Vester Vedsted aus schlängelt sich der Schotterweg durch ein wahres Vogelparadies. 273 verschiedene Vögel soll dieses kleine Stückchen Land beherbergen. Und unseren Weg kreuzen Fischreiher, Silberreiher und Strandläufer. Aber auch große Brachvögel, Weißwangen-, Grau- und Nonnengänse, Austernfischer, Kormorane, Krickenten und sogar ein Säbelschnäbler. Ein Sirren und Zwitschern liegt in der Luft. Es ist bitterkalt so früh am Morgen, doch die Vögel scheint das nicht zu stören. Gerade die Gänse, die in den letzten Tagen aus Grönland eingetroffen sind, schnattern was das Zeug hält. Wie alte Kaffeetanten erzählen sie in den mit Wasser gefüllten Tümpeln; bis ein neuer Trupp zur Gruppe stößt. Es ist faszinierend, das zu beobachten. 

Irgendsoein weiser Mensch hat mal gesagt, dass sich der Puls verlangsamt und man zur Ruhe kommt, wenn man ins Grüne   blickt. Bei mir hat das Meer denselben Effekt. Ich bin ganz ruhig und ganz bei mir. Dazu das beständige Rumpeln des Weges, die Wärme im Auto, die Vorfreude. 


Wir rollen über den Deich und sehen die ersten Bewohner der Insel. Die meisten von ihnen in dicke weiße Wolle gekleidet, einige auch in braune, stehen sie da, und schauen uns aus großen Augen an – die Mandø-Schafe. 


Der ab dem schützenden Deich nun geteerte Weg bringt den Besucher vorbei an der Mølle (Mühle), am alten Kro, der Touristinformation und dem Museum hin zum Landhandel.



Inselbaron und Frontmann von Mandø Event Benny begrüßt uns, als würden wir uns schon ewig kennen. Wir hatten einige E-Mails ausgetauscht, ja, aber es geht eine Herzlichkeit von ihm aus, die man selten findet. Er zäumt gerade die Pferde an für eine seiner Touren. Es gibt Seehundsafaris, Austerntouren, Sonnenuntergangstouren und vieles mehr. Kombinationen wie es beliebt? Kein Problem. 

Eine Seehundsafari hatte ich gebucht, aber erst für morgen. Benny nickt, lächelt und freut sich; dann drückt er uns den Schlüssel für unsere Ferienwohnung in die Hand. Seine Frau hat gerade alles fertig gemacht. 

Die Ferienwohnung in Æ‘ Towt ist gemütlich eingerichtet, und unsere Begrüßungspakete verschlagen uns schlichtweg den Atem. Vier Boxen, säuberlich beschriftet mit „Hovedret“ (Hauptgericht), „Forret“ (Vorspeise), „Dessert & Vin“ (Dessert und Wein) und mit den leckersten Zutaten gefüllt – alle Bio, aus der Region und saisonal – stehen auf der Anrichte bereit. Auch fürs Frühstück ist gesorgt. Dazu noch ein Willkommenskorb mit Apfelsinen und Äpfeln sowie einer Flasche Champagner. Mir fehlen die Worte. Ich bin sprachlos. Da liegen sogar noch Rezepte bei! Eine Mission für das Fräulein Fliegenpilz!

Nachdem wir uns von dem ersten „Schock“ erholt haben, laden wir die Sachen aus dem Auto. Das Wetter ist herrlich. Es ist zwar kalt, aber die Sonne scheint, und wir beschließen, den Weg zum Strand einzuschlagen. 


Vorbei an der Mühle, in der in der Saison ab und an sogar Korn gemahlen wird, über den ausgewiesenen Weg. 


Und dort liegt das Unesco-Weltnaturerbe: Das Wattenmeer. Hier liegen Fanø und Esbjerg in der Ferne. Man hat das Gefühl, als ob man zu Fuß dorthin gehen könnte.

Gierig saugen wir die frische Meeresluft in uns auf, halten die Nase in den Wind, lauschen dem Rauschen des Seegrases und des Schilfs. Und die Füße tragen uns…

Plötzlich hören wir Kirchenglocken läuten. Wir müssen also in Höhe der Kirche sein. Über den ausgeschilderten Weg gehen wir wieder über den Deich und sind doch noch ein gutes Stück von der im 17. Jahrhundert an dieser Stelle wieder aufgebauten Kirche entfernt. 


Es ist gerade Gottesdienst. Von draußen hörte man feine Orgelklänge. Wir gehen über den Friedhof und bestaunen die wunderschönen Grabsteine, lesen die Inschriften, Jahreszahlen.

„Sein Leben gelassen auf hoher See…“ steht dort. Geschichten entstehen im Kopf bei den eingemeißelten Worten. Mich fröstelt es ein wenig. Mandø erscheint so unproblematisch. Doch bei unserem Spaziergang über die Insel mit Benny an unserem dritten Tag erfahren wir auch viel über die dunkleren Seiten. Insbesondere: Sturmfluten. Eine Sturmflutsäule erinnert die Menschen an den Blanken Hans, der viele Menschen mitgerissen und bei der schlimmsten Sturmflut Anfang des 17. Jahrhunderts das gesamte Dorf dem Erdboden gleich gemacht hat. Letzten Endes zeugt nur die Inschrift der für die Kirche tätigen Geistlichen, dass die Kirche schon vor der großen Manntränke existiert hat – an einem anderen Ort der Insel. Ein hartes Leben muss das gewesen sein, in dem der Sohn des Hauses mit knapp 15 Jahren auf einem Schiff das nötige Geld für die Familie verdienen musste. Paradiesisch war das sicher nicht. 

Aber Benny hat eine wunderbare Art, die schönen Dinge zu sehen, und er ist stolz auf seine Insel. Deutet mal zur einen, mal zu der anderen Seite. Erzählt etwas zu diesem und zu jenem Haus, über die Geschichte der Kirche und der Insulaner, der Kinder auf Mandø – derzeit sind es drei – die zur Schule aufs Festland fahren, jeden Tag – außer bei Hochwasser oder Sturmflut. Denn das ist natürlich immer Thema, Deichschutz wird groß geschrieben. 

Das erzählt uns auch Kirstine auf unserer Seehundsafari, die an unseren zweiten Tag um die Mittagszeit beginnt. Mit dem Pferdewagen fahren wir ins Wattenmeer. 


Dick eingepackt, denn der Wind beißt sehr in die Wangen. Seit Tagen herrscht Ostwind, d. h. der Låningsvej ist fast ganztägig passierbar, und man kann sich gar nicht vorstellen, dass das Meer tosen und toben kann, und die Wellen gierig an den schützenden Deichen lecken können. 

Die tüchtigen Pferde traben beständig über den Weg direkt am Deich vorbei. Dann geht es mit Schwung hinüber, schon von Weitem erkennbar: die Seehunde. 


Die Raubtiere liegen wir Rubensfrauen auf der Seite, eine Flosse gen Himmel gestreckt. Wir zücken die Ferngläser, Kirstine baut eins mit Stativ auf, das die Seehunde so nah heranholt, dass man die Details in dem Fell genau erkennen kann. 

Und auch die erzählt von der Geschichte des Wattenmeeres und der Insel. Immer wieder fliegen Vögel vorbei – Strandläufer und Austernfischer. Eine Robbe ist besonders neugierig und schwimmt auf uns zu, die schwarze Badekappe taucht immer ein Stückchen näher in unserer Richtung auf. 

Doch der einsetzende feine Regen und der Wind lässt uns alle frösteln. Wir klettern wieder auf den Pferdewagen und treten den Rückweg an. Die tüchtigen Rösser merken, dass es wieder nach Hause geht und ziehen uns schneller zurück. Es rumpelt und ruckelt, der Wind beißt, die Nase läuft – doch ein Gefühl macht sich breit: Zufriedenheit! 

Kirstine erzählt gerade, dass die Kinder immer auf dem Rückweg einschlafen, völlig erledigt und gefüllt mit Eindrücken. Mir geht es ähnlich. Und ich denke an den lebensklugen Benny. „Man liebt es nur dann, wenn man mit seinen Gedanken allein sein kann!“, sagt er auf unserem Spaziergang. Ich finde, das ist ein Geschenk.

Als wir wieder in unserer kleinen Ferienwohnung ankommen, schäle ich mich aus den nassen Klamotten, schlüpfe in Jogginghose und dicken Pulli und hänge die Regenjacken in die Dusche. 

Mein Göttergatte, der übers ganze Gesicht strahlt, bereitet Tee zu. Ich kuschele mich in meine Decke, die Teetasse umklammert mit beiden Händen und sorge für Sturm im Teepott. Dann fallen mir die Augen zu…die Gedanken – ganz frei! 

Besuch in der Herzens-Heimat / Teil 1: Vester Vedsted Vingård

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Dänemark. Wunderbares, weites Land! Mein Herz schlägt hier ein bisschen freudiger, ein bisschen glückseliger, ein bisschen gleichmäßiger. Bereits wenn man über die Grenze fährt, wird das Licht anders. Das habe ich bereits als Kind schon so befunden! Grünes Dänemark! Wer sagt, Dänemark sei karg und langweilig, der hat keine Ahnung, oder der hat tatsächlich seine drei Wochen Urlaub im feinsten „Finregn“ verbracht. In den über 30 Jahren, in denen ich regelmäßig hierher fahre, habe ich alles an Wetter gehabt. Drei Wochen über 30 Grad oder wie jetzt Anfang August eher herbstlich anmutendes Wetter, abends vor dem Kamin und mit Gummistiefeln am Strand, schräger Regen, wahrhaftige Regengüsse und Sturm. Aber zwischendurch Tage, an denen die noch gebräunten Füße in offenen Schlappen steckten und man den Sand dann zwischen den Zehen spüren kann. Das Wasser der Brandung spülte herrlich erfrischend über die Füße, die selbigen sackten langsam und verheißungsvoll schmatzend im Sand ein. Meine Seele atmete! Hier – im wundervollen Dänemark.

Und da es mich mal wieder letzte Woche in eines der schönsten Länder der Welt, wenn nicht sogar DAS schönste Land der Welt, verschlagen hat, um unter anderem den Geburtstag der besten Mama der Welt (und das steht fest!) zu feiern und eine schöne Zeit mit meinen Liebsten zu verbringen, habe ich beschlossen, Euch mitzunehmen auf eine Reise in dieses traumhaft schöne Land mit den glücklichsten Menschen des gesamten Erdballs.

Samstag, 6. August, in aller Herrgottsfrühe:

Das Auto ist gepackt. Wir rauschen gleichmäßig an den Feldern vorbei. Feiner Regen zieht sich über die Windschutzscheibe, im Radio läuft irgend so ein Lied. Ich bin noch nicht so ganz wach. Doch dann kommt Hamburg – meine Perle – sie liegt im Regen da. Die riesigen Kräne und hoch aufgetürmten Container im Hafen sehen irgendwie außerirdisch aus. Und ich denke jedes Mal, dass die Köhlbrandbrücke immer näher an die Autobahn rutscht. ‚Kann das sein?‘, denke ich noch, dann geht es in den Elbtunnel. Danach ist das Wetter noch fieser und nasser als vorher. Dicke Tropfen prasseln auf die Scheiben und das Dach des Autos. Hallo Sommer? Wo hast Du Dich versteckt?

Durch Schleswig-Holstein begleitet uns das nass-kalte Augustwetter. Ein kurzer Stopp in Flensburg – Luft holen, Glieder strecken. Die ersten dänischen Autos, das vertraute Sing-Sang der Sprache, Wortfetzen, die zu uns herüberwehen. Wunderbar! Ein Lächeln stiehlt sich auf meine Lippen, ich schwinge mich hinter das Lenkrad und steuere auf die Grenze zu. Und plötzlich reißt der Himmel auf, ein strahlendes Blau, einzelne kleine Puffwölkchen – es ist wie im Bilderbuch. Pfeifen, Zwitschern, Tirilieren! Ruhig und bedächtig gleiten wir dahin, halten an einem „Loppemarked“ (Flohmarkt) und noch zwei weiteren und rollen auf die älteste Stadt Dänemarks zu – Ribe.

Schon von Weitem sichtbar: Der Dom zu Ribe. Und davor die Feuchtwiesen, auf denen Rinder und Schafe stehen. Ein kleiner Blick um die nächste Kurve und der Ribe Å (der Ribe Fluss) schlängelt sich durch das saftige Grün. Der Blick fällt auf den kleinen Hafen, doch wir fahren weiter in den Kreisel in Richtung Rømø – auf zu Mama und Papa und auf zu guten Freunden, auf nach Vester Vedsted. In das „hyggeligste“ Café im Westen Dänemarks:

www.vvvingaard.dk


Vester Vedsted Vingård ist ein kleines Familienunternehmen, das sich am Rande des Dorfes Vester Vedsted befindet, ganz in der Nähe von Dänemarks ältester Stadt Ribe. Die Weinberge liegen idyllisch auf einem hellen, sonnigen Südhang zwischen Vester Vedsted Bjergplantage und Vester Vedsted Brook. Hier wachsen die feinen Reben. Vester Vedsted liegt nahe des Nationalparks Wattenmeer und ist sehr charmant. Das Café ist eine richtige Perle mit seiner kleinen Antikbutik, den köstlichen ökologischen und regionalen kulinarischen Köstlichkeiten und seinem Weingut. Im ersten Quartal des Jahres 2016 wurde dieses gleichwohl kulinarische wie auch atmosphärische Kleinod mit der sogenannten „Økologiske Spisemærke“ ausgezeichnet. Darunter zu verstehen ist eine Art Silbermedaille, die besagt, dass 60 bis 90 % der Rohwaren in diesem Lokal ökologisch, also Bio, sind. Im zweiten Quartal des Jahres 2016 liegt der Anteil der ökologischen Waren bereits bei 96 %.


Vester Vedsted Vingård ist – so schreibt die „Hausherrin“ selbst auf ihrer Homepage – ein Sammelsurium der Familieninteressen: So kultiviert einer Bienen, ein anderer trocknet Nesseln, einer macht Seife, ein weiterer steht in der Küche und bereitet die leckersten Köstlichkeiten zu. So, sagt die Familie, zeige jede(r), was er oder sie kann und gerne mag und macht. Man merkt wirklich sehr, dass alle Waren mit viel Sorgsamkeit und Muße ausgewählt wurden. In jedem kleinen Ding – sei es das leckere Flæskesteg-Sandwich oder eine der wunderbaren schwedischen Antiquitäten – liegt ein besonderer Pfiff. Und so erhält man einen ersten guten Eindruck, wer sich hinter all diesen wunderbaren Dinge verbirgt – eine wunderbare, lebensbejahende, schöne Familie.


In der Küche steht die Herkunftsgeschichte im Mittelpunkt: Wo kommt das Schwein her oder die Zutaten für den Karottenkuchen, den Kakao, wo leben die Bienen?
Nachhaltigkeit, Ökologie, Geschmack – große Worte, die die Familie immer wieder daran erinnern, wie wichtig der Respekt für die Natur und für die Tiere ist.
Wichtig und spannend ist nicht nur das: Die Rezepte dieser Gaumenfreuden sind verwurzelt in der nordischen Küche – mit wunderbaren Einflüssen der Französischen Landküche. Auch ist es Motto und Anspruch dieser tüchtigen Personen, so viel wie möglich aus dem eigenen Anbau zu verwerten, stets kombiniert mit verschiedenen spannenden Aromen, lokalen Kräutern und unterschiedlichen Kochpraktiken, wie z. B. der nun wieder in Mode kommenden Fermentierung.


Und es wird nicht zu viel versprochen: Bei einem Besuch erlebt man einen Moment mit der Natur hautnah. Hier atmet man Ruhe und Frieden ein, hier kann man das Leben bei einem leichten Mittagessen und einem leckeren Glas Wein ebenso genießen wie mit einer Tasse duftenden Kaffees und einem Stück hausgemachten Kuchen. Danach fällt man einfach mit einem guten Buch aufs Sofa und lässt den lieben Gott einen guten Mann sein.


Danmark. Vidunderligt, vidt land! Mit hjerte slår her lidt gladere, lidt saligere, lidt mere jævnt. Allerede på vejen over grænsen lyset er anderledes. Som barn jeg allerede følte det. Grønne Danmark! Hvem siger Danmark er goldt og kedeligt ikke har nogen idé, eller har haft tre ugers ferie i den fineste finregn. I de over 30 år af regelmæssigt besøge i Danmark, har jeg haft alle slags vejret: Tre uger over 30 grader, men også vejret i efterårsfarver ligesom nu i begyndelsen af august. Med aftenen før pejsen og med gummistøvler på stranden, skrå regn, virkelige regnskyl og storm. Imellem men var der dage, hvor fødderne var i åbne sandaler og sand var mellem tæerne. Vandet af brændingen vaskes herligt forfriskende på fødderne. Min sjæl åndede! Her – i vidunderlige Danmark.

Sidste uge var jeg igen i et af de smukkeste lande i verden, måske den smukkeste land i hele verden til at fejre fødselsdagen af den bedste mor i verden (og der er sikkert!) og også for at tilbringe en hyggelig tid sammen med mine kære. Jeg har besluttet at tage jer med på en tur til dette smukke land med de lykkeligste mennesker i hele verden!

Lørdag, 6. august i daggry:

Bilen er pakket. Vi kører hurtigt. Fin regn strækker sig over forruden, i radioen er en ukendt sang. Jeg er stadig ikke helt vågen. Men så, Hamburg – min perle – det er der i regnen. De enorme kraner og tårnhøje beholdere på havnen ligner noget udenjordisk. Og jeg tror hver gang at Köhlbrandbrücke glider stadig tættere på motorvejen. „Kan det være?“, spekulerer jeg og pludselig er vi i Elbtunnel. Efter tunnelen vejret er desværre ondere og vådere. Tyk dråber trommer på vinduerne og taget af bilen. „Hej sommer? Hvor har du gemt dig selv?“

Ved Slesvig-Holsten ledsager os den våde kolde August vejr. En kort stop i Flensborg – nu strækker vi os. De første danske biler, den velkendte syngende sprog og ord fragmenter, der blæser over til os. Juhu! Jeg smiler og svinger mig bag rattet og ledes til grænsen. Og pludselig flår himlen, en lys blå, enkelt lille skyer – det er ligesom i en billedbog. Jeg fløjter, kvidrer, triller! Rolig og bevidst glider vi og stopper ved flere loppemarkeder og kører til Danmarks ældste by – Ribe.

Synlig fra langt væk: Ribe Domkirke. Og før de våde enge er der kvæg og får. En lille kig rundt næste kurve og Ribe Å bugter sig gennem den frodige grønne. Udsigten på den lille havn er dejligt, men vi fortsætter vores vej til rundkørslen – til Rømø – til mor og far og til gode venner, til Vester Vedsted. Til den hyggeligste café i det vestlige Danmark:

Vester Vedsted Vingård er en lille familievirksomhed, der ligger lige uden for landsbyen Vester Vedsted, meget tæt på Danmark ældste by Ribe. Vinmarkerne ligger idyllisk på en let, sydvendt skråning mellem Vester Vedsted Bjergplantage og Vester Vedsted Bæk. Jorden er en sandet hedeslette, hvor vinen gror fint. Vester Vedsted ligger i nærheden af Nationalpark Vadehavet og er meget charmerende. Caféen er en ægte perle med sin små Antikbutik, lækre økologiske og regionale kulinariske lækkerier og med vingården. I første kvartal af 2016 fik dette kulinarisk samt atmosfærisk perle den såkaldte „Økologiske Spisemærke“. Et spisemærke i økologi er et symbol, der guider forbrugeren i deres valg af spisested. Økoprocenten for 2. kvartal i 2016 ligger på 96 %.

Vester Vedsted Vingård er – så skriver værtinde selv på hjemmesiden – et samsurium af en lille families interesser: én dyrker bier, én tørrer brændenælder, én holder af at sætte priser på nye varer, én holder af at skudsortere osv. Du virkelig kan føle at mennesker har brugt meget tid på at finde sunde og lækre råvarer med et lille tvist, og med max turbo på kvalitet. Og så får du et godt første indtryk, der står bag alle disse vidunderlige ting – en vidunderlig, livsbekræftende, smukke familie.

I køkkenet på Vester Vedsted Vingård er historien omdrejningspunktet. Historien om grisen og guleroden, kagen og kakaoen, bien og bøffen. Bæredygtighed, økologi, smag – store ord, som minder os om, at kvalitet ligger i respekten for naturen og dyrene.

Opskrifterne har rod i det nordiske køkken med jævnlige besøg af fransk bondemad. Vi laver så meget som muligt fra bunden. Kombinerer anderledes smagsoplevelser og genopdager lokale urter og tilberedningsformer.

Ved et besøg på Vester Vedsted Vingård vil gæsterne kunne nyde en stund med naturen helt tæt på. Her ånder fred og ro, her kan man godt nyd livet med en let frokost et glas koldt hvidvin eller en god kop kaffe med lækker, hjemmebagt kage. Bagefter kan du lade dig dumpe ned i sofaen med en god bog – og hygger!

(Nogle uddrager er fra Vester Vedsted Vingård’s hjemmeside. Og jeg håber min dansk var ikke så fuld med fejl…)

Sankt-Hans-Aften / Midsommervisen

Einige Male waren wir schon über den Sankt-Hans-Aften, den Sankt-Hans-Abend, in Dänemark. Die Sonne stand leuchtend über „grønne Danmark“, die Vögel brüllten, die Wellen rauschten, der Wind spielte mit dem Strandhafer. 

Oft war es herrlich warm; und es wurde nicht dunkel. Die Sonne strahlte, stand weit, weit oben am lichtblauen Himmel. Eine besondere Stimmung breitete sich über Meer und Dünen aus, wenn wir am Strand in Richtung „Bål“ aufbrachen – oder auch der große Scheiterhaufen. Heute Abend werden wieder alle Hexen mit ihren Besen zum „Bloksbjerg“ geschickt. 

 Eine richtige Aufbruchstimmung macht sich breit, die restliche Kälte vertreiben, den Sommer willkommen heißen.

Und wenn dann alle um den Bål stehen, ein Getränk und die „Midsommervisen“ auf einem Blatt in der Hand halten und alle gemeinsam singen, dann lacht und hüpft mein Herz.

Heute Abend bin ich physisch nicht in Dänemark, aber im Geiste bei allen Freunden dort und schmettere mit Euch:Vi elsker vort land *


Vi elsker vort land,
når den signede jul
tænder stjernen i træet med glans i hvert øje,
når om våren hver fugl
over mark under strand
lader stemmen til hilsende triller sig bøje:
vi synger din lov over vej, over gade,
vi kranser dit navn, når vor høst er i lade,
men den skønneste krans
bli’r dog din, sankte Hans,
den er bunden af sommerens hjerter så varme, så glade,
– men den skønneste krans
bli’r dog din, sankte Hans,
den er bunden af sommerens hjerter så varme, så glade.

Vi elsker vort land,
men ved midsommer mest,
når hver sky over marken velsignelsen sender,
når af blomster er flest,
og når kvæget i spand
giver rigeligst gave til flittige hænder;
når ikke vi pløjer og harver og tromler,
når koen sin middag i kløveren gumler:
da går ungdom til dans
på dit bud sankte Hans!
ret som føllet og lammet, der frit over engen sig tumler,
– da går ungdom til dans
på dit bud sankte Hans!
ret som føllet og lammet, der frit over engen sig tumler.

Vi elsker vort land,
og med sværdet i hånd
skal hver udenvælts fjende beredte os kende,
men mod ufredens ånd
over mark, under strand
vil vi bålet på fædrenes gravhøje tænde:
hver by har sin heks, og hvert sogn sine trolde,
dem vil vi fra livet med glædesblus holde,
vi vil fred her til lands,
sankte Hans, sankte Hans!
den kan vindes, hvor hjerterne aldrig bli’r tvivlende kolde,
– vi vil fred her til lands,
sankte Hans, sankte Hans!
den kan vindes, hvor hjerterne aldrig bli’r tvivlende kolde.

Vi elsker vort land,
og vi hilser den drot,
som har prøvet og valgt sig den rette fyrstinde:
på hans eventyr-slot
kan hver kvinde, hver mand
et eksempel for livet i kærlighed finde!
Lad tiderne ældes, lad farverne blegne,
et minde vi vil dog i hjertet os tegne:
fra sagnrige nord
gaar en glans over jord –
Det er genskær af vidunderlandets fortryllende enge,
– fra sagnrige nord
gaar en glans over jord –
Det er genskær af vidunderlandets fortryllende enge!

* Vi elsker vort land
Tekst: Holger Drachmann, 1885
Melodi: P. E. Lange-Müller, 1885