Es designachtet sehr

Der Wal hat mich verschluckt. Es zischt und blubbert um mich herum. Ich fühle mich wie das Fleisch gewordene Oxymoron: Geschwätzig wie eine sommerliche Schwalbe, gemächlich wie ein Faultier. Und irgendwie auch ein bisschen wie ein Luffaschwamm. Es ist der dritte Advent, 12:30 Uhr. Im Expowal auf dem Messegelände in Hannover findet eine Veranstaltung statt, die ich seit ihrer Premiere in 2009 jedes Jahr besuche: Designachten! Sozusagen: Fan der ersten Stunde!

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Das erste Mal im Expowal, und mit 100 Ausstellerinnen und Ausstellern aus der Republik  – aber auch mit vielen Kreativen aus der Region Hannover – sollte diese auf zwei Etagen verteilte Ausstellung ein breites Publikum anlocken.

Das ist Sandra Strüber – die Designachts-Powerfrau, die diese wunderbare Veranstaltung so wunderbar wuppt – wirklich gelungen.

Während ich mich durch die wogenden Wellen der Besucher hindurch navigiere, mich treiben lasse und stellenweise blubbernd auftauche, ist der allumfassende Eindruck: FANTASTISCH!

Das wunderbare und zauberhafte an diesem Kreativmarkt ist nicht nur, dass es wirklich kein mundgeklöppeltes, irgendwie zusammengeschwurbeltes Gedöns ist, das Mutti in ihrem letzten Hobbykurs aus der „Bild der Frau“ nachgebastelt hat, sondern es hat Geschmack, Herzblut und Finesse. Das Sahnetüpfelchen ist, dass die Designerinnen und Designer allesamt furchtbar nett sind – ha, ein nächstes Oxymoron!

Und auch die anderen Besucherinnen und Besucher machen einen äußerst zufriedenen Eindruck. Da wird geplauscht, geschnackt und philosophiert, anprobiert und mitdiskutiert. Keine Ellenbogen, kein Geschubse, kein Gedränge.

Nichtsdestotrotz „leide“ ich an Schnappatmung, Reizüberflutung und Artikulationsschwächen – zumindest streckenweise!

Als ich der Designachtsfrau auf der ersten Etage quasi in die Arme laufe, ist die Wiedersehensfreude groß. Sandra hat ein großes Herz und eine große Kamera um den Hals, ist aufgedreht wie ein kleiner Duracell-Hase, aber freut sich einen Keks. Apropos: Waffeln gibt’s auch noch und der Duft, wenn auch nicht glutenfrei, ist verlockend. Überhaupt, die Sitzmöglichkeiten für die Nahrungsaufnahme sind großartig! Und auch einmal frische Luft schnappen: kein Problem.

Sandra selbst kommt ins Erzählen: Warum Expowal? Habt Ihr die tollen Aussteller gesehen? Fürs Portemonnaie-Nähen habe ich gar keine Zeit mehr – leider, und im nächsten Jahr gibt’s wieder „Frauensache“ und „Muddiglück“.

Ich schaue verstohlen in meine Handtasche und zaubere das zauberhafteste Portemonnaie hervor, das jemals in meinem Besitz gewesen ist. Ausgewählt von dem Mann an meiner Seite, designt und genäht von der Designachtsfrau: Eine Liaison aus rotem Lederstoff mit Fliegenpilzen und einer ungarischen Stickerei als Inlay, sozusagen. Ein Fach für Geldscheine, ein Fach für Münzen und ein kleines Fach, in dem ich immer einen Pfennig und ein 25-øre-Stück mit mir trage. Dazu ein Visitenkartenfach und eins für Karten aller Art.

Stichwort: Ich fische eine Visitenkarte aus meinem Kleinod, überreiche sie Sandra. „Ich schreibe über Dich!“ verspreche ich Sandra.

Sandra – das ist für Dich und für Dein gesamtes Designachts-Team. Ihr seid großartig!

Für alle Design-Begeisterten: Merkt Euch das 3. Advents-Wochenende 2017 vor und lasst Euch zum Expowal treiben!

Designachten
Frauensache
Sommerloft
Muddi Glück
Hier schon mal ein Vorgeschmack, sozusagen ein Appetizer für nächstes Jahr – dies waren die Aussteller in diesem Jahr:

 

 

Flechtherzen / Flettehjerter

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Der erste Beitrag im neuen Jahr! Juhuuuu!

Heute möchte ich Euch zeigen, wie man Flechtherzen bastelt. Zugegeben – Flechtherzen sind schon eher weihnachtlich und gehören an einen dänischen Weihnachtsbaum, aber es passt doch trotzdem zu diesem herrlichen Winterwetter.

Du kannst natürlich vorgefertigte Bastelpackungen für Flechtherzen im Hobbyladen kaufen oder Du bastelst Dir Deine eigenen Flechtherzen aus dem Papier, das Dir gefällt. Am besten schaust Du in einem schönen Papierladen nach beidseitig bedrucktem, dünnen Papier. Besonders schön werden die Herzen, wenn Du zwei verschiedene Muster benutzt, die aber gut zueinander passen.

Male Dir dann auf einem Stück Pappe eine Schablone auf (s. dafür meine Zeichnung). Die Herzen sind in der Länge gemessen 9 cm. Die einzelnen Flechtstreifen sind jeweils 2 cm breit – also liegt die Breite bei 6 cm.

  1. Du brauchst für Dein Flechtherz sozusagen zwei größentechnisch identische doppelte Halbherzen. Denke also daran, Dein Papier so zu falten, dass die Öffnung der Herzen auf der richtigen Seite ist! Wenn Du Deine Flechtherzen-Streifen ausgeschnitten hast, kann es mit dem Flechten losgehen.
  2. Beginne das Flechten mit den zwei Streifen, die am dichtesten beieinander liegen (C und 3), d. h. schiebe Streifen C über Streifen 3, schiebe Streifen B durch Streifen 2 usw., aber achte darauf, dass auch auf der Rückseite richtig geflochten ist.
  3. Nimm nun Streifen A und schiebe ihn vorsichtig über Streifen 1. Bei Streifen B gehst Du genau umgekehrt vor und Streifen C machst Du wie Streifen 1.

Ziehe alle Streifen ein bisschen gerade – fertig ist Dein Flechtherz! Du kannst das Herz noch mit einem kleinen Henkel versehen, den Du an die Öffnung klebst. So kannst Du das Herz an den Weihnachtsbaum oder einen schönen Strauch hängen oder eine Girlande aus mehreren Flechtherzen basteln.

Gutes Gelingen!

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Wunderschöne Fröbelsterne

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Friedrich Fröbel – der Erfinder des Fröbelsterns – gründete im Jahr 1840 in Thüringen den ersten Kindergarten Deutschlands. Das Basteln mit den Kindern war für ihn besonders wichtig, sagt man. Aus diesem Grund ist dieser schöne Stern nach ihm benannt.

Für einen Fröbelstern brauchst Du:

  • Schönes Papier (z. B. weiches Tonpapier) oder vorgefertigte Sternstreifen
  • Lineal
  • Bleistift
  • Schere

So geht’s:

  1. Schneide aus Papier vier Streifen der Größe 30 x 1 cm. Für andere Größen gilt: Die Streifen sollen immer 30 x so lang sein wie breit. Also: 30 x 1 cm bzw. 60 x 2 cm.
  2. Falte alle Streifen mittig zusammen und schneide die offenen Enden schräg ab.
  3. Stecke alle Streifen über Kreuz ineinander.
  4. Knicke die jeweils oben liegenden Papierstreifen nacheinander über die Mitte. Ziehe dabei den letzten der vier Streifen unter dem zuerst umgeknickten Streifen hindurch.
  5. Knicke den linken oberen Streifen schräg nach hinten weg und danach diesen Streifen wieder schräg nach vorn um, sodass ein Dreieck entsteht.
  6. Falte die linke Hälfte des Dreiecks mitsamt dem Streifen auf rechte Seite um und ziehe den Streifen durch die darunter liegende Schlaufe (in der Mitte).
  7. Wiederhole dies mit den anderen drei Streifen genau so.
  8. Drehe dann den Stern um und wiederhole die Schritte 5 bis 7.
  9. Jetzt fehlen noch die Spitzen in der Mitte des Sterns: Nimm dafür einen Streifen von der Mitte hoch, biege ihn schlaufenförmig um (es erinnert ein bisschen an die AIDS-Schleife) und ziehe den Streifen durch den daneben liegenden Schlitz. Der durchgezogene Streifen kommt – wenn es korrekt gemacht wurde – aus der äußeren Zacke raus.
  10. Wiederhole dies mit allen anderen Streifen auf dieser Seite und dann auch auf der anderen Seite.
  11. Schneide am Ende alle aus den flachen Zacken herausstehenden Enden der Streifen ab.

Fertig ist der Fröbelstern!

Anleitung