Glutenfreier Mandel-Orangen-Kuchen

Es war ein bisschen ruhig die letzten Tag – der Blog war krank 😦 oder vielmehr – die Bloggerin. Ich hatte es ja schon bei den gefüllten Zucchini angedeutet. Oh ja, die Grippe hatte mich fest im Griff, das Sofa – mein bester Freund – und gleich gefolgt vom Bett. Aber will ich jammern? Nein! Ich habe – als mein Kopf dann wieder etwas klarer wurde – Zeitschriften und Kochbücher gewälzt, meine Fotos durchstöbert und einige feine, kleine Leckereien gefunden, die ich – zugegeben auch gerne an den Ostertagen ausprobiert hätte – aber nun ja „hätte, hätte – Herrentoilette…“.

Als erstes gibt es das Rezept dieses überaus leckeren und herrlich duftenden Mandel-Orangen-Kuchen. Inspiriert durch meinen Lieblingskoch Jamie Oliver habe ich eine winzige Kleinigkeit weggelassen. Aber hier das Rezept:

Für den Teig:

  • 200 g weiche Butter
  • 200 g Zucker
  • 3 Eier (Größe L)
  • 1 TL Vanilleessenz (wenn Ihr meine Walnussplätzchen backt, braucht Ihr das auch ;-))
  • 200 g gemahlene Mandeln
  • 100 g Polenta
  • abgeriebene Schale von 2 Bio-Orangen
  • 1 TL Weinsteinbackpulver

Für den Sirup:

  • 250 ml Orangensaft (ca. 3 – 4 Orangen)
  • 125 g Rohrzucker

Und im Rezept standen noch fünf zerstoßene Kardamomkapseln – ich hab die weggelassen, mir war das zu streng.

Zum Servieren:

  • Crème fraîche (schmeckt super damit!!!)

Zuerst alle Zutaten abwiegen und beiseite stellen. Dann den Backofen auf 160 ° C vorheizen. Eine Springform einfetten. Dann gibst Du die weiche Butter und den Zucker in eine Rührschüssel und schlag die Mischung cremig. Schlag danach die Eier nach und nach hinein und rühre zum Schluss die Vanilleessenz unter den Teig. In einer zweiten Schüssel mischstDu die gemahlenen Mandeln, die Polenta, die abgeriebene Haut der beiden Orangen und das Backpulver. Danach mischst Du beide Massen und gibst den Teig dann in Deine Springform. Backe dies nun für 40 bis 50 Minuten auf der mittleren Schiene.

Wenn der Kuchen fertig gebacken ist, nimmst Du die Springform aus dem Ofen und lässt sie etwa 10 Minuten abkühlen. Dann stürze den Kuchen vorsichtig auf einen Teller, der groß genug ist. Der Kuchen ist sehr saftig und sehr empfindlich – daher sei vorsichtig!

Nun bereitest Du den Sirup zu. Gib dafür alle Zutaten in einen Topf und lass dies etwa für 10 Minuten bei leichter bis mittlerer Hitze köcheln. Wenn die Flüssigkeit leicht andickt und zähflüssiger wird, ist der Sirup fertig und kann vom Herd genommen werden.

Stich nun den Kuchen mit einem Schaschlick-Spieß überall ein. Dann gibst Du den Sirup großzügig darüber.

Fürs Servieren garnierst Du nun jedes Kuchenstück mit einem kleinen Klecks Crème fraîche und einigen Extratropfen von dem Sirup.

Guten Appetit!

 

Himmlisches glutenfreies Knusper-Müsli

„Leute kommt und ratet – was im Ofen bratet!“

Nein – es ist kein Bratapfel, aber das leckerste Müsli, das ich kenne. Inspiriert durch Jamie Oliver und ein bisschen durch mich abgewandelt, ist es ein echter Seelenstreichler und wirklich einfach gemacht. Schmeckt nicht nur zum Frühstück, sondern auch als Zwischenmahlzeit oder als Topping für Quarks, Joghurts oder Obstsalate. Ich mache immer reichlich, denn dieses Müsli lässt sich auch gut in einem luftdicht verschlossenen Glas über eine längere Zeit aufbewahren.

Ihr braucht:

  • 100 g Sonnenblumen- und/oder Kürbiskerne
  • 250 g Haselnuss- und Walnusskerne
  • 50 g Mandeln
  • 200 g glutenfreie Haferflocken (z. B. von Bauck-Hof oder von der dänischen Firma Urtekram)
  • 50 g Leinsamen
  • 250 g gemischte Trockenfrüchte (z. B. Rosinen, Cranberrys, Physalis, Feigen, Sauerkirschen)
  • Ahornsirup

Material:

  • 1 große Schüssel
  • 2 Backbleche mit Backpapier
  • 1 Zerkleinerer / Mixer
  • 1 Brett
  • 1 scharfes Messer

Alle Zutaten abwiegen und beiseite stellen. Den Ofen auf 200 ° C vorheizen (Ober-/Unterhitze). Die große Schüssel neben den Mixer stellen. Die Sonnenblumen- und/oder Kürbiskerne in den Mixer geben und fein mahlen. Anschließend in die Schüssel geben. Die Hälfte der Nüsse und der Mandeln im Mixer grob zerkleinern, die andere Hälfte mit dem Messer grob hacken. Dies gebt Ihr dann auch in die Schüssel. Die Leinsamen ebenfalls in die Schüssel geben und alles mischen.

Die Nuss-Körnermischung verteilt Ihr dann gleichmäßig auf den beiden Backblechen und röstet es im vorgeheizten Backofen etwa 5 bis 10 Minuten. Passt auf, dass es nicht zu dunkel wird. Eigentlich ist der optimale Zeitpunkt zum Herausholen der Bleche, wenn es anfängt lecker zu duften. Dann zieht Ihr die Backbleche aus dem Ofen und beträufelt Eure Mischung vorsichtig mit Ahornsirup. Gebt beide Backbleche für weitere 5 Minuten in den Ofen. Wenn alles knusprig und goldgelb ist, könnt Ihr die Backbleche wieder rausnehmen. Abkühlen lassen!

In der Zwischenzeit hackt Ihr die Trockenfrüchte, die sehr groß sind, klein. Rosinen, Cranberrys und Physalis – also alles, was diese Größe hat – könnt Ihr so lassen. Gebt die Früchte in die Schüssel und fügt Eure Nuss-Kerne-Mischung von den Backblechen hinzu, sobald sie abgekühlt ist. Nun alles gut vermengen.

Hmmmm…lecker!

 

Lachs mit Curry und Zuckerschoten – schön scharf

Am grauen Strand, am grauen Meer

Und seitab liegt die Stadt;

Der Nebel drückt die Dächer schwer,

Und durch die Stille braust das Meer

Eintönig um die Stadt.

(Theodor Storm – Die Stadt)

Im Moment quält mich die Müdigkeit, und der triste Monat tanzt engumschlungen mit mir Blues – eigentlich auch mal schön, vielleicht sollte man das mal genießen. Vielleicht mit einem leckeren Abendessen, das schnell geht und schön einheizt. Die Inspiration dazu habe ich übrigens bei Jamie Oliver gefunden – meiner Ansicht nach ein toller Koch!

Ihr braucht für zwei Personen:

  • 200 g Basmatireis
  • 2 Lachsfilets
  • 2 Handvoll Zuckerschoten
  • 1 Dose Kokosmilch
  • 1 gehäufter EL Currypaste (Asialaden)
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 kleines Stück Ingwer
  • 1 frische rote Chilischote
  • 1 Limette
  • 1 Handvoll Sojabohnensprossen
  • Salz und Pfeffer
  • Erdnussöl
  • Haselnusskerne oder Erdnüsse
  • Petersilie oder Koriandergrün

Zuerst den Reis aufsetzen, dann alle Zutaten vorbereiten, d. h. die Lachsfilets in mundgerechte Würfel schneiden, die Zuckerschoten waschen, die Knoblauchzehe mit der flachen Seite des Messers platt drücken, den Ingwer und die Chili ganz fein schneiden (wenn Du es nicht so scharf magst, die Kerne entfernen). Die Limette auspressen und den Saft beiseite stellen. Die Haselnüsse oder Erdnüsse in einem Mörser zerkleinern.

In eine tiefe Pfanne oder in einen Wok einen guten Schuss Erdnussöl geben und erhitzen. Knoblauch, Ingwer und Chili hinzufügen und kurz anbraten – rühren nicht vergessen. Die Currypaste dazugeben und weiterrühren. Die Lachsstücke dazugeben und ca. 1 Minute anbraten. Nun die Kokosmilch und die Zuckerschoten hinzufügen und weitergaren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Den fertig gekochten Reis auf zwei kleine Schüssel verteilen und darauf den Lachs mit der Sauce geben. Mit Sprossen und den Haselnüssen garnieren. Den Saft der Limette über jede Portion träufeln und abschließend mit der gehackten Petersilie bestreuen.

Das Rezept sieht eigentlich Erdnüsse und Petersilie vor. Leider hatten wir keine Erdnüsse im Haus und Koriandergrün war schon ausverkauft – aber das Gericht schmeckt wirklich köstlich mit Haselnusskernen und glatter Petersilie.

Und was das Schöne daran ist – man kann dieses Gericht wunderbar eingekuschelt auf seinem Sofa essen.

Guten Appetit!