Das Uffizien-Syndrom

Nimm dies und das!

Nimm Cranach, Botticelli, Michelangelo! Nimm da Vinci, nimm Rafael, nimm Caravaggio!!

Die Uffizien (zu deutsch ‚Büros‘) sind ein von 1559 bis etwa 1581 ursprünglich für die Unterbringung von Ministerien und Ämtern errichteter Gebäudekomplex. So steht es nüchtern bei Wikipedia.

Die Uffizien sind so viel mehr!

Die Uffizien machen wohlig-kränklich, erschöpfend-schwärmerisch, kurzatmig-euphorisch!

Das sind die Uffizien.

Und jeder, der länger in Florenz, aber nicht in den Uffizien war, hat Florenz nicht gesehen!

Erschöpft sitzen wir nach unserem Besuch in einem der unzähligen Restaurants, strecken die Füße von uns und gieren nach einem guten Essen, etwas zu trinken – nein, keinen Wein – der Kopf ist eh schon verhangen.

Und als wir wortlos, genüsslich miteinander schweigend die köstliche Pasta verspeisen, kehren die Lebensgeister zurück.

Das Uffizien-Syndrom – eben dieser Erschöpfungszustand, der viele Besucher dieser grandiosen Kunstsammlung ereilt – ist in der Tat kein seltenes Phänomen. Erstaunlicherweise haben wir erst nach unserem Besuch davon gelesen und uns infiziert.

Beim nächsten Mal gehen wir wieder hin!