Treffen sich zwei Fräuleins… Episode 1: Rhabarber-Marzipan-Kuchen 

Treffen sich zwei Fräuleins auf einer saftigen Blogger-Wiese voller frischer Ideen.

Marktfräulein wäre nicht Marktfräulein, wenn sie nicht kurzerhand und kurzentschlossen leidenschaftlich die Idee direkt per Eil-Rohr-Turbo-Post ins Fliegenpilzland geschossen hätte – mit ihrer Kanone, denn man nennt sie auch die Seeräuber-Jenny! Tataaaa! 

Den Säbel zwischen die Zähne geklemmt ruft sie dem donnernden Kanonenstoß hinterher: „Fliehenfilz! Scheim wi‘ wasch schusammen?“ 

Das – hochverehrtes Publikum – war rheinländisches Seeräuberisch und entsteht dann, wenn man den Säbel beim Sprechen zwischen den Zähnen lässt. So eifrig ist das Marktfräulein; jongliert stets mit den waghalsigsten Kombinationen und zaubert vegane Köstlichkeiten aus ihrem Dreispitz. 

Doch Fliegenpilz wäre nicht Fliegenpilz wenn dies nicht eine herausragende Herausforderung wäre, die so’n Fliegenpilz annehmen muss! Also klemme ich mir die Flotte Lotte unter den Arm, um so für die musikalische Untermalung zu sorgen und gehe in mein Yoga-Castle. 

Welcome to my Pleasure-Dome!

Und hier unsere Spielregeln: Es wird gebacken! Die zu verwendende Zutat ist Rhabarber.

Und nun – liebe Lesergemeinde – wird hier im Fliegenpilzland beim liebreizenden Fräulein Fliegenpilz (das bin ich) glutenfrei und in Jennys Kombüse vegan gebacken, gebrutzelt, geraspelt, gebraten und anschließend darüber gebloggt. 

Ich habe mich dieses Mal für einen saftigen Rhabarber-Marzipan-Kuchen entschieden. 

Und so geht’s:

  • 400 g Marzipan-Rohmasse
  • 5 Bio-Eier (Größe M)
  • 200 g Rohrohrzucker + etwas zum Bestreuen
  • 200 g Mehl
  • 4 Stangen Rhabarber, in ca. 2 cm große Stücke geschnitten 
  • etwas Fett für die Form

Das Marzipan in eine große Rührschüssel zupfen. Den Zucker hinzufügen, die Eier aufschlagen und ebenfalls in die Rührschüssel geben. Mit einem Handrührgerät alles schön schaumig schlagen. 

Das Mehl löffelweise hinzufügen, während man weiter rührt, bis alles eine schöne Masse geworden ist.


Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Eine Springform einfetten und den Teig einfüllen. Die Rhabarberstücke in den Teig drücken und diese mit Zucker bestreuen. 


Den Kuchen auf der mittleren Schiene für etwa 45 Minuten backen. Nach etwa 25 Minuten den Kuchen mit Alufolie abdecken, damit er nicht schwarz wird.

Nach der Backzeit ordentlich auskühlen lassen und erst dann aus der Form nehmen.


Und nach getaner Arbeit legt das Fräulein Fliegenpilz ihre Füße hoch – auf dem wunderbaren roten Cordsofa, denn leider herrscht auf Æblerø noch die Maikühle. Auf ihren Beinen jongliert sie den Teller mit einem Stück Rhabarber-Marzipan-Kuchen und fragt sich:

„Welche Köstlichkeit wird wohl in der rheinländischen Kombüse entstehen?“

Bleibt gespannt!

Herzlichst, 

Euer Fräulein Fliegenpilz 

P.S.: Und wer den Anfang dieser Geschichte kennenlernen möchte, wirft seinen Blick auf Bloggst Du noch oder backst Du schon?!

Glutenfreie Rhabarber-Tarte

Rhabarber – Rhabarber – Rhabarber. 🙂

Ich heiß zwar nicht Barbara und schon gar nicht Rhabarberbarbara, aber ich liebe Rhabarberkuchen und dies ist mein absolutes Lieblingsrezept – gerade in Kombination mit Marzipan – hmmmm…lecker.

Für den Teig brauchst Du:

  • 220 Gramm glutenfreies Mehl (Mix C Kuchen & Kekse von Dr. Schär) + etwas mehr zum Ausrollen
  • 1 EL Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 100 Gramm weiche Butter + etwas mehr zum Fetten der Form
  • 1 Bio-Ei (Größe M)
Für die Füllung brauchst Du:
  • 1 fertig ausgerollte Marzipandecke (z. B. von Schwartau)
  • 1 EL Zitronensaft
  • ca. 500 Gramm Rhabarber
  • 2 ½ EL Zucker
  • 3 EL Pistazienkerne, gehackt

So, und nun geht’s los. Meine treuen Leser(innen) wissen’s schon – erst mal alle Zutaten abwiegen und beiseite stellen. Dann beginnst Du mit dem Mürbeteig. Dazu gibst Du Mehl, Zucker, Salz, die weiche Butter und das Ei in eine Schüssel. Knete alles zunächst mit den Knethaken des Handrührgeräts, dann mit den Händen zu einem glatten Teig. Stelle die Teigkugel dann in Frischhaltefolie eingewickelt für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank.

In der Zwischenzeit spülst Du den Rhabarber ab, trocknest ihn ab und schneidest ihn dann in 2 – 3 cm große Stücke. Dann heizt Du den Backofen auf 180 Grad, Umluft, vor. Nun mischst Du die Rhabarberstücke und den Zucker in einer separaten Schüssel und stellst diese beiseite.

Nimm nun den Teig aus dem Kühlschrank und rolle ihn auf wenig Mehl gleichmäßig rund aus. Lege den ausgerollten Teig dann in Deine leicht gefettete Tarte-Form und drücke den Teig an den Seiten hoch (etwa 1 cm). Lege die Marzipandecke nun auf den rohen Teig.

Nun gibst Du den Rhabarber auf den Marzipanteig und verteilst ihn gleichmäßig.

Jetzt musst Du die Tarte nur noch ca. 30 – 35 Minuten auf der mittleren Schiene Deines Ofens backen.

Nach dem Backen lässt Du die Tarte etwas abkühlen und streust dann vorm Servieren noch etwas von den gehackten Pistazienkerne über die Tarte. Und dann – genießen!