Frohe Weihnachten – God Jul – Merry Christmas – Joyeux Noël – Buon Natale

Für Jesus war kein Platz

In der Herberge.

Aber dort, wo er ist,

Entsteht Herberge für die Menschen.

Jesus hat um sich einen Raum geschaffen,

In dem sich Menschen verstanden und gehört fühlen.

In seiner Nähe wussten sie sich zugehörig zur Familie Gottes.

Da haben sie ihre menschliche Würde entdeckt.

Da entstand ein Raum des Vertrauens, in dem sie sich bedingungslos angenommen wussten.

(Anselm Grün)

Ich sitze in unserem bequemen grünen Sessel im Wohnzimmer. Und ich bin auferstanden von den Toten. Der erste Weihnachtsurlaubstag begrüßte mich mit Migräne – es hämmerte und ratterte in meinem Kopf, dieses Mal die linke Seite. Erst dachte ich, dass es nicht so schlimm ist, aber nach einigen Schritten in Richtung Küche sagten mir Kopf und Magen etwas anderes. Inzwischen habe ich ein Brötchen gegessen und mein persönliches Lebenselixier zu mir genommen: schwarzen Tee! Gern Assam. Nun duften meine frisch gewaschenen Haare, meine Kuscheljogginghose ist schön bequem und meine Füße stecken in dicken Socken. In Wollsocken! Eine Freundin von mir sagte einmal: „Menschen, die keine Wollsocken mögen, sind mir suspekt!“ Ich kann ihr da nur zustimmen.

Ich betrachte meine Füße in den bunten Socken und tue nichts anderes, als sitzen und schreiben. Und das ist schön.

Weihnachten kann kommen. Der Kühlschrank ist gefüllt – morgen müssen nur noch ein paar bestellte Sachen abgeholt werden. Und Montag das Brot. Was Brot angeht, bin ich wohl etwas paranoid. Weihnachten muss genügend Brot da sein! Es muss bestellt werden! Rechtzeitig! Ohne Brot geht’s nicht!

Und so werden wir uns am 24. in die Schlange derer einreihen, die Brot bestellt haben und abholen müssen. Wichtig!

Die Weihnachtszeit bei uns wird oft eingeläutet durch die Muppets Weihnachtsgeschichte mit Gonzo als Charles Dickens und Rizzo, der Ratte. Und natürlich Miss Piggy und Kermit als Ehepaar Cratchit mit dem Schweinefroschnachwuchs. Und Eberneezer Scrooge.

Die Scrooges dieser Welt sterben nicht aus. Nur leider scheinen sie sich nicht vom Geist der Weihnacht belehren zu lassen. Keine Mildtätigkeit, keine Nächstenliebe. In den Augen nur Gier und Niederträchtigkeit, manchmal sogar Hass.

Natürlich: zu Weihnachten drücken viele auf die Tränendrüse. Und wie soll die einsame Oma erkennen, dass der adrette Mann in Polizeiuniform ein Verbrecher ist? Sie nur um ihr Geld bringen will?

Früher, denke ich, waren Oma und Opa an Weihnachten dabei, saßen mit am Tisch, wurden dazugeholt. Meine Mama erzählt immer, dass ihr Vater nach dem Abendbrot an Heiligabend kurz nach draußen ging, um an den Ästen des Baumes vor dem Küchenfenster zu ziehen, sodass es ordentlich raschelte und ruckelte. Als er in die kleine Küche zurückkam, in der die sechs Kinder – teilweise mit Partnern und/oder bereits eigenen Kindern – saßen, hat er immer gesagt: „Kinder, ich glaube, der Weihnachtsmann war da!“

Und nachdem gemeinsam abgewaschen und anschließend aufgeräumt wurde, zog die Prozession ins Wohnzimmer. Jedes Kind, jeder – gern auch mal spontane – Gast bekam ein Geschenk. Alle wurden satt und waren willkommen.

Mein Patenonkel, stationiert in Bayern, hatte es sich zur Aufgabe gemacht, jedes Jahr – vermutlich am Münchener Hauptbahnhof – eine „verlorene Seele“ aufzugabeln, die das Weihnachtsfest dann an dem kleinen Küchentisch mit den vielen Geschwistern gefeiert hat. Aus aller Herren Länder – USA, Kolumbien, aus der Schweiz – wäre ein Marsmensch am Hauptbahnhof gestrandet, er hätte anschließend am Küchentisch gesessen, hätte Mohnstollen oder Kohlsuppe gegessen und Lieder gesungen. Und er hätte ein Geschenk bekommen, einen Platz zum Schlafen und Freude erfahren.

Diese Geschichten liebe ich. Sie sind Teil meiner Familie. Sie zeigen mir, wohin ich gehöre, warum ich die bin, die ich bin. Was mir wichtig ist und welchen Weg ich gehe – und warum.

Und dann denke ich an meinen anderen Opa, den ich kennenlernen durfte. Opa konnte am allerbesten Weihnachtsbäume schmücken. Er hat das gute silberne Staniollametta gebügelt und die alten Kugeln aus ihren feinen Schachteln geholt, sorgsam an die Blaufichte gehängt. Manchmal hat er auch Löcher in den Stamm gebohrt und Äste umgesetzt, damit der Baum gleichmäßig war. Und die Spitze wurde angespitzt, damit der Baum eine Spitze bekommen konnte. Und Wunderkerzen kamen an den Baum.

Opa hat meiner Mama auch ein paar blaue puschelige Hausschuhe geschenkt, als Papa sie offiziell vorgestellt hat. Das Mädchen darf doch keine kalten Füße haben! Opa war der Beste!

Auch diese Geschichte liebe ich!

Und ich würde sie gern alle versammeln an unserem Esstisch an Weihnachten. Eine lange Tafel mit all diesen Menschen. Denn hier ist Platz in dieser Herberge.

In diesem Sinne: Frohe Weihnachten!

Euer Frøken Fluesvamp – Fräulein Fliegenpilz

A beautiful sight, we‘re happy tonight…Steckrüben-Kartoffel-Stampf mit Ei und Pilzen und ich wünsche mir Schnee

Ich wünsche mir Schnee. Alle Jahre wieder. In der Vorweihnachtszeit sollen allmählich Ruhe, Besinnlichkeit und Stille einkehren. Ich würde sie gern hereinbitten. Und draußen soll ein flirrendes Licht die Schneeflöckchen ankündigen. Schneeflöckchen, Weißröckchen, wann kommst Du geschneit? Und dann: ein leichter Schneekopfschmerz, der typische Duft nach Schnee. Dann öffnen sich die dicken Wattewolken, Frau Holle schüttelt die großen Daunenbetten aus und sanft taumeln die Flocken zur Erde. Deck die Blümelein zu. Und alles wird ein bisschen ruhiger, sanfter, leiser, stiller, sauberer und unschuldiger.

Ich wünsche mir weiße Weihnachten. Hier und jetzt! Und ich wünsche mir die Ruhe, die die weiße Weihnacht mit sich bringt. Wie auf den alten Postkarten, wo Kinder in dicken Mänteln und mit  Fäustlingen rotwangig Holzschlitten hinter sich herziehen. Und Rotkehlchen auf kleinen Vogelhäusern sitzen, oder dicke, aufgeplusterte Amseln eine rote Beere im weit aufgesperrten Schnabel haben – das leuchtend gelbe Auge in den Wald gerichtet, der überzuckert ist von allerfeinstem Schnee. Willst Du einen Schneemann bauen?

Und Schlittenfahrten durch tiefverschneite Winterlandschaften, Rentiere mit dampfendem Atem vor den Nüstern, sanftes Glockenläuten und das einlullende Traben der wundervollen Tiere. Ach – ach – ach. Und der Himmel ist sternenklar. A beautiful sight, we’re happy tonight. Walking in a winter wonderland.

Ein Feuerchen im Kamin, dicke Wollsocken und ein kuschliges Fell. Kerzenschein und der Duft eines köstlichen Heißgetränks. Es knistert und knackt von den Holzscheiten und die Flammen züngeln gelb-rot-orange. Hach – hach – hach.

Kein üppiges Festmahl, keine Gelage, kein Stress, keine Zwänge. Jogginghose und Wollpullover, ein Heißgetränk und – Stille. Wenn man hören kann, wie die Schneeflocken rauschend und zart knackend auf dem Fensterbrett landen und sich die Schneeschicht von Stunde zu Stunde, von Minute zu Minute aufbaut und der größte Aufwand darin besteht, eine weitere Kanne Tee zu kochen, eine Kerze auszuwechseln und ein Holzscheit nachzulegen. Oh wie wäre das schön!

Ich denke, mein Gefühl trügt mich nicht. Der Winter will mit seinen klammen Fingern die Tür aufdrücken, stemmt sich dagegen, haut ein paar Flocken raus und manchmal auch echt kalten Winterwind, aber dann schleicht sich wieder so ein lullig-warmer Herbstmisch von der Seite an und teckelt den Winter nieder.

Dabei wäre es doch so schön, wenn mit dem unschuldigen Weiß allmählich Gärten und Straßen, Wiesen und Felder zugedeckt würden. Ruhe und Stille und Besinnlichkeit. Und dann „fehlt“ eben noch etwas, und alles, was man zu Hause hat, sind eine Steckrübe, Kartoffeln, ein paar Eier und Champignons, etwas Butter und etwas Milch.

Und während die Welt anhält und man tief durchatmet, streckt man sich genüsslich wie eine zufriedene Schlosskatze, dreht sich ein Stück auf die rechte Seite und irgendwann hat man die zündende Idee und bereitet einen köstlichen Kartoffel-Steckrüben-Brei zu.

Ihr braucht:

Fürs Püree:

    1 kleine Steckrübe
    5-6 große, mehlig-kochende Kartoffeln
    etwas Butter
    etwas Milch
    Salz und Pfeffer
    Muskatnuss (gerieben)
  • Für die Beilagen:
    • eine Handvoll Champignons
      4 Bio-Eier
  • Petersilie zum Garnieren.
  • Steckrübe und Kartoffeln schälen und klein würfeln. Alles in einem Kopf weich kochen. Kochwasser abgießen. Butter und Milch zu Kartoffeln und Steckrübe geben und mit einem Stampfer zermatschen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.
  • Backofen auf 180 Grad vorheizen.
  • Eine Auflaufform mit Butter fetten und das Püree hineingeben.
  • Mit einem Esslöffel vier Kuhlen ins Püree drücken und die Eier aufschlagen und jeweils in die Kuhle geben. Etwas Salz darüber streuen.
  • Die Auflaufform in den Backofen stellen und für ca. 20 Minuten backen, bis die Eier gestockt sind und das Püree eine bräunliche Kruste bekommt.
  • Derweil Champignons putzen und in einer Pfanne mit Butter anbraten, salzen und pfeffern.
  • Petersilie abbrausen, klein zupfen und zum Schluss über das Gericht streuen.
  • Und während ich langsam aus dem Land aus Schnee und Eis zurückkehre, denke ich, wie schön es doch wäre, wenn alles ein bisschen ruhiger und entspannter wäre. Und wer weiß, vielleicht hat der Winter doch so viel Kraft, dass er Heiligabend die Tür aufdrückt und hereingeschneit kommt. Ich würde ihn hereinbitten!
  • Ihr wolltet Sonne – dann kriegt Ihr sie auch – Treffen sich zwei Fräuleins, Episode VI: Von dummen Menschen und Sonnenschnecken

    Die Arschlochdichte ist an manchen Tagen, einige unter Euch werden es wissen, höher als an anderen. Damit ist keineswegs die Beschaffenheit gemeint. Nein! Unter einer hohen Arschlochdichte ist zum Beispiel eine gesättigte Lösung ignoranter, selbstherrlicher, missgünstiger, niederträchtiger, zutiefst gemeiner und uneinsichtiger Menschen gemeint, die sich in nahezu akrobatischer Manier, d. h. mitunter stapelweise, in den Weg stellen. Geht der eine weg, kommt der nächste. Ähnlich einem PEZ-Brausebonbon-Spender, nur nicht so lustig.

    In den letzten Wochen lebte ich in einer Art Kaum-Zeit-Kontinuum – unterbrochen durch entspannende Ostertage und einen Kurztrip in die Herzensheimat erschien diese Dichte wohl auch noch präsenter als sonst. Und dann hat noch an einem Wochenende eines dieser Exemplare ein Knöpfchen gedrückt. Oder drücken lassen – man weiß es nicht so genau. Vermutlich hat er zwischen der Morgenlatte und Morgentoilette diesen Einfall gehabt. Und es musste schnell gehen. Kaffee treibt ja immer so…und *boom* da sind wir wieder auf dem Boden der Tatsachen.

    Und nun? Es scheint die Sonne noch so schön. Die Natur denkt sich: am Ende gewinne eh ich. Der Arsch bleibt immer hinten. In diesem Fall leider vorn, am Knopf, am Drücker am längeren Hebel.

    Menschen, die meinen am längeren Hebel zu sitzen, tun dies gern kund. Schüchtern andere gern ein. Warum? Weil sie Angst haben. Vor der Wahrheit? Möglicherweise. Vielleicht ist es auch ein Kindheitstrauma und im Sandkasten wurde ihnen die Schippe geklaut. Vielleicht haben sie auch nie im Sandkasten gesessen. Kein Knopf, keine Schippe, kein Hebel. Aber jetzt!

    Doch die Sonne scheint. Die Natur hat sich mit Macht und Wucht zurückgemeldet. Es grünt und sprießt, blüht und tiriliert. Auf Pæreø wachsen Rosa und Rot in ihren Töpfen. Rosa und Rot sind zwei Rosen, die vor Kurzem ihren Weg in ein neues Zuhause gefunden haben. Und Johnny steht auch dort. Johnny B. – how much there is to see. Johnny hates Jazz but loves water. Johnny ist eine Johannisbeere. Und Johnny trägt Früchte, keine Wassermelone. Und wir locken die Sonne. Denn die Welt ist schön, eigentlich. Doch manchmal gibt es Regentage in Bullerbü. Vielleicht sollte man es so sehen: die Natur braucht Regen um zu gedeihen.

    Und so sitze ich auf Pæreø und schau Johnny, Rosa und Rot beim Wachsen zu. Die Abendsonne scheint mir ins Gesicht, auch die Sommersprossen sprießen.

    Aus dem Yoga-Castle duftet es verführerisch. Ich habe Sonnenschnecken gebacken. Mit glutenfreiem Hefeteig, der beste, den ich jemals ausprobiert habe! Und mit Gelinggarantie, denn auch beim zweiten Mal sind die Schnecken zu Monsterschnecken geworden, herrlich fluffig und weich. Keine Türstopper oder Wurfwaffen.

    Und auf Æblerø duftet es nach Birke, nach Grün, Frühling und Raps, der sich Gelb auf die Balkonstühle gelegt hat. Morgen ist Brückentag. Herrlich! Und „Like a Bridge over Troubled Water“ kommt mir in den Sinn. Dienstag ist Flohmarkt! Und ich freue mich auf viele liebe Freunde, die vorbeikommen, auf freundliche Gesichter, auf Zusammenhalt und auf Freude, auf Zuversicht und Gemeinschaft.

    Ich freue mich auf viele weitere sonnige Episoden mit dem Marktfräulein – und gebe ab, an die beste Veganista, die man sich vorstellen kann!

    Und hier das Rezept:

    • 15 g Frischhefe
    • 150 ml lauwarmes Wasser
    • 450 g glutenfreies Mehl (hier: Dr. Schär Mix B)
    • 2 Prisen Salz
    • 50 g Puderzucker
    • 1 TL Anis, gemahlen
    • 100 ml Milch
    • 10 Tropfen Vanilleextrakt
    • 1 Bio-Ei
    • 3 EL Maiskeimöl
    • 1 EL Flohsamenschalen
    • 2 TL Xanthan

    Löst die Hefe im warmen Wasser auf. Gebt das Mehl, Salz, Zucker und Anispulver in die Rührschüssel. Drückt eine Vertiefung in die Mitte und gebt das Wasser mit der aufgelösten Hefe hinein. Vorsichtig verkneten und 20 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.

    Milch, Vanilleextrakt und Ei sowie Flohsamenschalen und Xanthan nach der Gehzeit hinzufügen und etwa 5 Minuten alles zu einem glatten Teig verkneten.

    Den Teig mit Frischhaltefolie abdecken und erneut an einem warmen Ort um das doppelte aufgehen lassen.

    Anschließend glutenfreies Mehl auf die Arbeitsfläche streuen. Teig in ca. acht Teile teilen. Aus jedem Teil 30 cm lange Würste rollen und zu Schnecken legen. Zeigende gut festdrücken.

    Die Schnecken auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Mit Frischhaltefolie abdecken und nochmal 10 Minuten gehen lassen.

    Backofen in der Zeit auf 230 Grad vorheizen und die Schnecken 15 bis 20 Minuten backen.

    Auf einem Rost abkühlen lassen!

    Treffen sich zwei Fräuleins – Pilotfolge

    Treffen sich zwei Fräuleins – Episode 1

    Treffen sich zwei Fräuleins – Episode 2

    Treffen sich zwei Fräuleins – Episode 3

    Treffen sich zwei Fräuleins – Episode 4

    Treffen sich zwei Fräuleins – Episode 5

    Wenn zwei Fräuleins – ich weiß gar nicht wo wir waren… aber: Was’n das für‘n Auflauf hier? – Wirsingauflauf!

    Während meine Liebe Blogger-Freundin Jenny von de Markt sich noch von den karnevalistischen und Erste-Hilfe-Kurs-Strapazen erholt und backt als gäbe es kein Morgen, dabei Zeit und Raum vergisst und eintaucht in die Welt des Zuckers, in glutenfreie Linsen-Lasagne und andere Köstlichkeiten, liege ich auf dem roten Cordsofa und verspeise verzückt einen glutenfreien Bagel (!) mit Frischkäse und Pflaumenmus. Das Pflaumenmus ist nicht selbstgemacht, nur selbst gekauft und es kommt aus Thüringen. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich nicht ein kleines bisschen mehr auf Pflaumenmus aus Schleswig-Holstein stehe. Eigentlich bin ich mir sicher, dass ich es tatsächlich etwas lieber mag. Aber das aus Schleswig-Holstein war alle – Regal leer. Also Thüringen. Auch gut, aber eben nicht Schleswig-Holstein.

    Ist wie mit den Dialekten. Ich hätte wirklich gern einen Dialekt, aber hier haben wir keinen. Thüringisch und Sächsisch kann ich allerdings recht passabel imitieren, wenn ich mich anstrenge oder eine Flasche Rosé intus und dazu eine Familienpackung Haribo-Pfirsiche gegessen habe – nur so als ganz spontanes, rein zufälliges Beispiel – sogar etwas passabler.

    Oma sagte immer: „Set di dol lütt Maiken!“ was soviel heißt wie „Setz Dich kleines Mädchen!“ Plattdeutsch wäre auch schon klasse. Aber Budder bei die Fische:

    Wir haben hier keinen Dialekt! Ach – einen schönen Dialekt – ah jooo, des kennt isch mer vorstelle, ’n Schwätzer wä‘ isch.

    Doch et kütt wie et kütt. Und so kütt es, dass ich Dialekte echt knorke finde, aber eben keenen habe, wa‘. Musste jeschmeidich bleib’n.

    In meinem hochdeutschen Yoga-Castle habe ich vor einiger Zeit Karfiol mit Paradeisern und Kartoffeln zubereitet – ja! Österreichisch wäre auch super. Küss die Hand! Auf jeden Fall war es sehr lecker. In den Auflauf kamen auch schwäbische Tellerlinsen – brutal lecker! Und drübergekrümelt – griechischer Feta: Yamas!

    Allagut, Ihr Lieben, g’nug g’schwätzet, hier ist das Rezept:

    • 1 kleiner Wirsingkohl
    • 200 g Alblinsen oder braune Tellerlinsen (Achtung: Linsen können produktionsbedingt glutenhaltiges Getreide enthalten, weil z. B. Gerste als Rankhilfe für die Linsen benutzt wird)
    • Vier Kartoffeln, vorgekocht, in Scheiben oder Stückchen
    • eine Handvoll Tomaten
    • eine Zwiebel, gewürfelt
    • ein Liter Gemüsebrühe
    • ein griechischer Fetakäse, zerbröselt
    • Salz, Pfeffer und gemahlener Kümmel

    Kocht die Kartoffeln vor, stellt sie anschließend zur Seite. Entblättert den Wirsing und blanchiert etwa zehn bis zwölf Blätter in kochendem Wasser. Gebt die Blätter anschließend in eiskaltes Wasser. Kocht die Linsen in einem Liter Gemüsebrühe, bis sie weich sind, aber noch Biss haben. Stellt die Linsen beiseite.

    Gebt Öl in einen Topf und gebt die gewürfelte Zwiebel hinein. Schwitzt sie an, bis sie glasig ist. Schneidet die Tomaten klein und gebt sie hinzu.

    Nehmt die Linsen mit einer Schaumkelle aus der Gemüsebrühe und gebt sie zu Zwiebel und Tomate. Fügt die Kartoffeln hinzu. Gebt ein bisschen von der Gemüsebrühe hinzu. Schmeckt mit Salz, Pfeffer und Kümmel ab. Stellt es auf kleine Flamme.

    Nehmt Euch eine große Auflaufform und legt ein Wirsingblatt unten in die Form. Gebt etwas von der Linsenmasse auf das Blatt, dann schichtet Ihr abwechselnd wie bei einer Lasagne.

    Abschließend gebt Ihr den zerbröselten Feta auf den Auflauf und stellt ihn für etwa 25 Minuten in den 180 Grad warmen Ofen.

    Velbekomme! Wohl bekomm’s! Enjoy! Buon appetito! Bon appetit!

    Und so – liebstes Marktfräulein, bist Du bereit?

    Pilotfolge: Bloggst Du noch oder backst Du schon?

    Treffen sich zwei Fräuleins… Episode 1

    Treffen sich zwei Fräuleins… Episode 2

     

    Die Superhelden sind los – Trio Infernale und glutenfreie Ricotta-Gnocchi

    Wenn man mich fragen würde, welche berühmten Personen ich gern mal in unser Nest einladen, in unserem Yoga-Castle bekochen und mit wem ich auf Æblerø mal die Aussicht genießen wollen würde, würde ich antworten:

    Reinhard Mey und Astrid Lindgren und Mary Poppins

    Manchmal schwanke ich, ob ich noch Daphne du Maurier oder Helmut Schmidt dazu holen sollte, aber dann wäre meine Bude verqualmt oder ich fände mich urplötzlich in irgendeinem südenglischen Moor wieder. Besten Dank auch. Nichtsdestotrotz hätte ich gern mal eine typisch schwedische Fika mit Astrid Lindgren abgehalten. Von mir aus stundenlang aus dem Fenster geschaut, an einem guten Kaffee genippt und geseufzt. „Oh Astrid,“ hätte ich gesagt, „jemanden wie Dich“ – und wir hätten uns nach kurzer Zeit geduzt, da bin ich sicher – „also jemanden wie Dich braucht die Welt!“ Und Astrid hätte vermutlich den Kopf zur Seite gelegt, gelacht und ausgerufen: „Ah, jo man næ!“ Oder so ähnlich.

    Astrid Lindgren wäre für mich die Superheldin. Sie hätte kein Cape oder eine lustige Maske mit putzigen Öhrchen oder Leggins in Knallfarben, über die ein fescher Schlüppi mit Gürtel gezogen wurde. Das wäre auch undenkbar! Aber Astrid wäre Astrid und sie hätte einen Wagen. Einen Saab oder Volvo. Oder vielleicht ein Pferdefuhrwerk vollbeladen mit Büchern. Mit ihren und mit anderen Büchern, mit Märchen und Geschichten. Und die Superheldin Astrid würde zusammen mit ihrem Side-Kick Mary Poppins den Eltern über den Kopf streichen, diese sanft aufs Sofa drücken, das Smartphone aus der Hand nehmen, es ausschalten und sich ihnen gegenüber setzen. Und sie würden zunächst nur schauen. Tief in die Seelen der Eltern oder der Mama oder des Papas. Und die Eltern würden nervös nach dem Smartphone schauen, dann aus dem Fenster auf den blankgeputzten SUV, dann wieder auf das ausgeschaltete Smartphone. Und das Superheldenteam würde den Zeigefinger an die Lippen legen. Dann hätte Astrid sich ganz unarrogant selbst zitiert:

    Und dann muss man ja noch Zeit haben, einfach dazusitzen und vor sich hinzuschauen.

    Die Kinder hätten längst den Saab oder Volvo oder das Pferdefuhrwerk gekapert. Und sie hätte ihnen hinterher gerufen:

    Seid frech und wild und wunderbar!

    Einige hätten laut aufgeschrien, was sie denn mit Büchern sollen, aber dann hätte ein Mann mit einer Gitarre die Bühne betreten und hätte gesungen:

    Hilf mir gerade zu stehen!

    Und wie ein Zauberspruch würde sich dieses Lied in die Köpfe einbrennen und die Smartphones würden ausgeschaltet, WhatsApp-Gruppen abgeschafft und Elterntaxis durch selbständige Laufgruppen zur 500 m entfernten Schule ersetzt werden.

    Das ist – zugegeben – ziemlich utopisch. Wenngleich ich mich ernsthaft frage, ob das Ziel unserer Politiker einer ständigen, gleichermaßen allerorts guten Erreichbarkeit, Utopie, Dystopie oder schlichtweg blanker Horror ist.

    Möglicherweise bin ich konservativ, nicht aufgeschlossen oder verbohrt. Allerdings möchte ich den Damen und Herren, die mich gern mundtot in eine dieser Schubladen pressen wollen, zwei Fragen stellen:

    „Welche Kindheitserinnerung war Ihre schönste? Und hatte sie mit einem Smartphone zu tun?“

    Mir geht dieses ewige Gedaddele und Draufgegucke so fürchterlich auf den Geist, dass ich mich manchmal selbst nervig finde, wenn ich mal wieder aufs Display schaue, um festzustellen, dass – nichts festzustellen ist.

    Und nun, zwiegespalten und auf dem roten Cordsofa liegend, fliegen meine Finger über die Tastatur des – richtig – Smartphones. Irgendwie seltsam.

    Was wohl Astrid, Mary und der verehrte Herr Mey wohl dazu sagen würden?

    *******************************

    Da Astrid leider nicht mehr lebend unter uns weilt und Mary bestimmt andernorts zu viel zu tun hat, würde ich für Herrn Mey ein paar glutenfreie Ricotta-Gnocchi mit einer Tomaten-Gemüse-Sauce servieren, mit frisch gehobeltem Parmesan und einem schönen Glas gekühlten Weißwein. Auf alle Superhelden ohne Cape!

    Und hier das Rezept –

    Für die Gnocchi:

    • 225 g Ricotta
    • 2 Eigelb
    • 70 g glutenfreies Mehl (z. B. helle Mehlmischung von Hammermühle)
    • 40 g Kartoffelstärke
    • 35 g Buchweizenmehl (z. B. von Bauckhof)
    • 1 TL feines Salz
    • geriebene Muskatnuss
    • etwas Mehl für die Arbeitsfläche

    Gebt alle Zutaten in eine Schüssel und vermengt sie mit den Händen. Dann nehmt die Knethaken und lasst ihn zu einem leicht klebrigen Teig werden. Nehmt zum Schluss gern die Hände.

    Bestäubt Eure Arbeitsfläche mit Mehl und knetet den Teig erneut, bis er schön geschmeidig ist. Formt ihn zu einer Kugel und teilt ihn in vier Portionen.

    Nun formt Ihr aus jedem Viertel eine Rolle mit einem Durchmesser von etwa 1 1/2 cm. Nehmt ein scharfes Messer und schneidet aus der Rolle gleichgroße Stücke. Bringt die Stücke mit den Händen in die gnocchitypische Form und drückt mit einer Gabel ein Muster hinein.

    Stellt die Gnocchi für ca. 15 Minuten beiseite. In dieser Zeit bereitet Ihr die Sauce vor und setzt einen großen Topf mit Wasser für die Gnocchi auf.

    Für die Sauce:

    • Tomatensauce aus dem Glas (ungewürzt)
    • 1 Zucchini
    • 1 Aubergine
    • 1 Stück Staudensellerie
    • 1 Knoblauchzehe
    • Basilikum
    • etwas Sahne oder Ricotta
    • Salz und Pfeffer
    • Olivenöl

    Gebt das Olivenöl in einen Topf und schwitzt die Knoblauchzehe darin an. Nehmt sie raus, bevor sie verbrennt und bitter wird.

    Schneidet die Zucchini, die Aubergine und den Staudensellerie in Würfel und gebt es in den Topf. Alles anschwitzen und gut umrühren. Gebt die Tomatensauce hinzu und reduziert die Hitze.

    Schneidet etwas Basilikum klein (oder nehmt getrocknetes) und gebt es in die Sauce. Gebt einen Löffel Ricotta hinzu oder einen Schuss Sahne. Schmeckt mit Salz und Pfeffer ab.

    Wenn das Wasser kocht, gebt Ihr die Gnocchi hinein. Nach etwa drei bis vier Minuten schwimmen sie oben und sind fertig. Nehmt eine Schaumkelle und fischt die Gnocchis aus dem Wasser.

    Gebt sie in die Sauce und rührt alles vorsichtig um. Auf die Teller tun und mit frisch gehobeltem Parmesan servieren.

    Velbekomme! 🍄

    Treffen sich zwei Fräuleins…Episode 3: Hände hoch oder ich quietsche!

    Dieses weiße Kaninchen rennt durch meine Wohnung! Es brüllt und starrt mich mit weit aufgerissenen Augen an. „Ich hab keine Zeit!“ Aber Zeit hast Du gehabt vom Rheinland nach Hannover zu hoppeln, entgegne ich in Gedanken. Denn das Kaninchen hatte erst meine liebste Blogger-Freundin um ihren inneren Frieden gebracht, bis es jetzt bei mir gestrandet war. Mit entsetztem Blick auf die umzuklappende Seite des Kalenders stellte ich fest, dass es September ist! September!

    Im Radio faseln sie etwas von Herbstanfang. Kalendarisch, nicht meteorologisch, weil das einfacher zu rechnen ist. Aha…

    Die Moderatoren ernten ein Stirnrunzeln meinerseits. Einfacher zu rechnen also… Mathe hab ich nie gemocht, also sei es drum. Was mir allerdings nicht verborgen bleibt, ist dass es tatsächlich September ist, und das hoppelnde Pelztier mich lautstark daran erinnert.

    So steht es vor mir und klopft mit seinen überdimensionalen Füßen mit in die Hasenhüften gestützten Vorderpfoten auf das Klicklaminat, schüttelt mit dem Kopf und schnalzt missachtend mit der Zunge.

    Kann es Gedanken lesen?

    Das Kaninchen löst sich plötzlich in Rauch auf und vor mir steht ein getigertes, grinsendes Katzenwesen. „Hallo?!“ schnurrt es. Oh, Carroll, denke ich und trolle mich in die Küche.

    Der verrückte Hutmacher sitzt auf der Anrichte und hält mir eine halbe Tasse entgegen. „Tee?“ fragt er verschmitzt. Ich nicke und will ihm die Tasse entgegennehmen, da lacht es plötzlich und vom Regal blickt mich eine dicke, grüne Raupe an, die ihre Shisha-Pfeife pafft und interessiert auf meine in der Luft verharrenden Hände starrt.

    „Bleibt wo Ihr seid oder ich quietsche!“ Quietsche? Was für ein Blödsinn, denke ich, doch plötzlich stiehlt sich ein fettes Grinsen in mein Gesicht.

    Die Grinsekatze hört urplötzlich auf zu grinsen und kriegt es scheinbar mit der Angst zu tun. Sie rollt noch einmal bedrohlich mit den Augen, dann verschwindet sie, bis auch das letzte Stück geringelte Schwanzspitze verschwunden ist.

    Die Raupe kriecht von dannen, bis man nur noch vage am Horizont eine Rauchwolke erahnen kann.

    Nur das weiße Kaninchen bleibt neugierig in der Küche stehen, schmeißt den rasselnden Wecker in die Ecke und nimmt auf dem Küchenstuhl Platz.

    „Kaninchen!“ sagt es. „Ich bin ein Kaninchen!“ Dabei knöpft es sich die Weste im Paisley-Muster auf und krempelt die Hemdsärmel hoch.

    „Ich hab doch gar nicht Hase gesagt!“ protestiere ich, doch das Kaninchen unterbricht mich: „Du hast Hasenhüfte geschrieben!“ „Ist richtig!“ gebe ich kleinlaut zu und suche die Zutaten zusammen, die ich für unser Projekt benötige.

    „Was wird das?!“ fragt das Kaninchen.

    „Spinat-Feta-Quiche!“

    „Dacht ich’s mir!“

    Selbstzufrieden lehnt sich das Kaninchen zurück und legt die puscheligen Pfoten auf den Küchentisch. Ich räuspere mich missbilligend. „‚Tschuldige!“ murmelt es und nimmt die Pfoten vom Tisch.

    „Und? Wie war es bei der Bratkartoffelbrot-Heldin Jenny?“

    Das Kaninchen seufzt: „Schön!“ sagt es und es wird träumerisch. „Gemüse!“ sagt es und zieht das „ü“ genießerisch in die Länge. „Und sooooo nett!“

    Ich muss lächeln. Das dachte ich mir. Bei Jenny kann es nur schön sein. „Du hast sie aber ganz schön ins Schwitzen gebracht!“ sage ich während ich den Spinat für die Quiche wasche und im Rührgerät einen Mürbeteig zubereite.

    Das Kaninchen blickt zu Boden und zupft sich imaginäre Fusseln vom Bauch.

    Plötzlich sagt es kleinlaut: „Werd’s nie wieder tun!“

    „Glaub ich nicht!“ entgegne ich. „Macht aber nix, es muss ja weitergehen, unser Kochreigen meine ich.“

    Das Kaninchen nickt eifrig und schaut mich aus großen, treuen Augen an. Plötzlich sagt es: „Krieg ich auch’n Stück?“

    „Natürlich!“ antworte ich. Dann wende ich mich der Quiche zu.

    Für den Boden:

    • 150 g glutenfreies Mehl
    • 20 g Butter oder Margarine
    • 80 g Magerquark
    • 1 Ei
    • 1/2 TL Salz
    • Butter oder Margarine für die Form

    Aus den Zutaten einen Mürbeteig herstellen und diesen für mindestens 30 Minuten kaltstellen.

    Für die Füllung:

    • 400 g Blattspinat
    • 1 Frühlingszwiebel, in feine Scheibchen geschnitten
    • 1 Knoblauchzehe, fein gehackt
    • 1 EL Olivenöl
    • 200 g Magerquark
    • Salz und Pfeffer
    • Muskat
    • 125 g Schafskäse

    Die Zwiebel und den Knoblauch im Öl anschwitzen. Den Spinat gewaschen hinzufügen und mit den Gewürzen abschmecken. Quark einrühren und die Temperatur reduzieren.

    Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen. Eine feuerfeste Form fetten und den Teig darin ausrollen. An den Rändern hochdrücken.

    Die Spinatmischung auf den Teig geben und mit dem Schafskäse bestreuen. Die Quiche im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad (Ober-/Unterhitze) etwa 30 Minuten backen. Fertig!

    Als ich mich umdrehe, ist das Kaninchen verschwunden. Ein Zettel liegt auf dem Küchentisch:

    Bloggst Du noch oder backst Du schon?

    Treffen sich zwei Fräuleins… Episode 1: Rhabarber-Marzipan-Kuchen 

    Treffen sich zwei Fräuleins… Episode 2: Von Stachelbeeren, Bienenstichen und unerfüllten Musikwünschen

     

    Leute, esst Suppe! – Good morning America, how are you? 

    Suppe wärmt die Seele!

    Und die Welt blickt Richtung USA. Ich würde jetzt gerne Suppe verteilen. Suppe gegen Seelenschmerzen! Suppe gegen mangelnde Gehirnaktivität! Suppe für alle!

    Vielleicht auch ein kleines Tellerchen Suppe für Kandidat 1 mit der ungesunden Gesichtsfarbe, an den zukünftigen Präsidenten – Donald Trump(el). Vielleicht Kartoffelsuppe. Oder mexikanische Bohnensuppe. Karotte würde ich ihm vielleicht nicht anbieten. Aber als Topping Cashewnüsse, die sollen gut fürs Gehirn sein. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

    Und Kandidatin 2, Killary, der man nun nachsagt, dass sie einem Atomkrieg und/oder Krieg mit Russland auf europäischem Boden nicht abgeneigt gewesen wäre. Wie wär’s mit Linsensuppe? Linsen enthalten viele Nährstoffe und wirken sich positiv auf das Immunsystem aus. Oder wie wär’s mit russischem Borschtsch?

    Aber was bringt uns der ganze Zynismus? Richtig, nichts!

    Deswegen Suppe! So eine richtig gute Suppe mit viel Suppengemüse, mit Kartoffeln, mit Petersilie bestreut, mit Salz und Pfeffer abgerundet – 100 % vegetarisch und vegan. Oder auch mal mit Koriandergrün bestreut, mit einem Löffel Crème fraîche verfeinert und mit Garnelen obendrauf – dann natürlich nicht mehr vegetarisch und schon gar nicht vegan!

    Und ein letztes Mal „Zynismus“: Inhalte interessieren ja nicht mehr!

    Und weil dem eben doch so ist, hier das Rezept.

    Für einen großes Topf Kartoffelsuppe braucht Ihr:

    • 1 Stange Porree
    • 1 Viertel Sellerie
    • 1 Pastinake
    • 5 Wurzeln
    • 6 – 7 Kartoffeln (z. B. Linda)
    • Öl
    • Salz und Pfeffer
    • Koriandergrün

    Und für die nicht-vegetarische und nicht-vegane Variante:

    • TK-Garnelen (Bio-Qualität)

    Kartoffelsuppe machen ist echt einfach. Ihr schält die Kartoffeln, Wurzeln und die Pastinake und schnippelt das gesamte Gemüse klein. Dann gebt Ihr Öl in einen großen Topf und schwitzt zunächst den Porree an, dann den Sellerie, dann die Pastinake und dann die Wurzeln. Zum Schluss gebt Ihr die Kartoffelstückchen hinzu und rührt dabei beständig, sodass Euch nichts anbrennt. Gebt dann so viel Wasser in den Topf, sodass das Gemüse bedeckt ist. Salzt und pfeffert alles und reduziert dann die Hitze.

    Lasst alles etwa 30 Minuten köcheln.

    Wenn alles schön weichgekocht ist, nehmt Ihr den Pürierstab und mixt alles klein, sodass Ihr eine feine Kartoffelsuppe bekommt. Schmeckt die Suppe ab und salzt bzw. pfeffert ggf. noch etwas nach.

    Wer mag, gibt noch einen Schuss Sahne und/oder Crème fraîche in die Suppe, brät sich Garnelen in der Pfanne an und gebt diese obendrauf oder bestreut die Suppe mit Koriandergrün. Eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Die Suppe schmeckt auch lecker mit geräuchertem Lachs, mit Nordseekrabben oder klassisch mit Würstchen.

    So, wer hätte gerne Suppe?