Tiergeschichten vom Dorf und ein Blumenkohl-Spinat-Curry

Manchmal wünsche ich mir, Schafanpflocker auf einem Deich zu sein. Es gibt so Tage. Ich könnte auch einfach aufs Meer schauen und Wellen zählen, oder Möwen. Möwen zählen wäre auch in Ordnung. Oder dem Gras beim Wachsen zusehen, die Wolken ziehen, den Schneeflocken beim Tanzen, obwohl das zurzeit eher unvorstellbar ist.

So beobachte ich zum Beispiel Mäuse. Ähnlich entspannend. Die Mäuse machen nämlich Polonaise und ziehen über den Steingarten an meinem Elternhaus. Mäuschen Lopez die 14. oder 15. geht vorweg. Auch sie hat den runden Popo ihrer Urururururur… also ihrer Vorfahrin geerbt. Die hatten wir Mäuschen Lopez getauft, weil sie eben so einen großen runden Pöter hatte.

Mäuschen Lopez’ dunkle Knopfaugen schauten stets so friedlich aus dem braunen Mausgesicht, dass man nicht anders könnte als das Mäuschen zu lieben und mit Mandeln und Nüssen zu füttern. Und weil es dem Mäuschen und seiner Familie so gut ging, blieb die fellige Sippe im Steingarten und dem Hang wohnen und bekam von Zeit zu Zeit Nüsse und Mandeln kredenzt, bescherte uns ab und an einen Besuch und zeigte uns ihr Vertrauen, wenn sie mit dem Nachwuchs um die Häuser zog.

Mäuschen waren nicht alles. Mathilde war eine Rebhuhndame. Sie verbrachte zwei Tage und drei Nächte im Sauerkirschbaum. Irgendwie war sie von ihrer Bahn angekommen. Wir ließen sie gewähren und im Baum, bis sie eines Morgens aufbrach.

Rumpel zog Jahr für Jahr in den Dachkasten und brachte Junge zur Welt, die fröhlich quiekend um 4:30 Uhr jeden Morgen unbeirrt das Heim verließen, um von Mutter Marder zu lernen. Und so zog der Mardertrupp auch an der Balkontür vorbei, dahinter das Schlafzimmer meiner Eltern. Und wie auch Menschenkinder alle unterschiedlich sind, schaute das letzte der Marderjungen mit den Pfoten an die Balkontür gelehnt in das Schlafzimmer, Auge in Auge mit meiner Mutter. Es hätte schöner nicht sein können.

Das Highlight aus dem dörflichen Tierleben, neben unzähliger Rotschwanzpärchen, vorwitzigen Meisen, Kernbeißern, Spechten und Igelfamilien, war allerdings Rüdiger. Seines Zeichens eine sogenannte „Kleine Hufeisennase“. Eine Fledermaus, die es im Hauseingang urgemütlich fand und dort ihre Zelte aufschlug. Da wir das Haus nur noch über den Keller betraten, um Rüdiger nicht zu stören, riefen wir den dorfansässigen Fledermausforscher an. Und bevor es ungläubige Stimmen gibt: Ja, den gab es damals! Der Forscher kam eines Abends mit allerlei Gerätschaften, nahm Rüdiger professionell von seinem Stammplatz, vermaß und untersuchte ihn.

Rüdiger war topfit, wollte wohl nur mal alleine abhängen. Kann ich verstehen. Rüdiger flog dann irgendwann von dannen.

Randall, der in einer Art Wohngemeinschaft mit uns lebende Marder, scheint inzwischen mit seinen Jungen ausgezogen zu sein. Mit uns leben unsere Sittiche, Emil und Emma, die in dieser Affenhitze endlich entdeckten, dass ein Bad ganz erfrischend sein kann.

Und weil diese Tiergeschichten allesamt so herzig sind, gibts heute ein veganes Blumenkohl-Spinat-Curry.

Ihr braucht:

  • 1 Blumenkohl
  • Pflanzenöl
  • 1 TL Senfsamen
  • 1 TL Kumin (Kreuzkümmel)
  • 1 TL Garam Masala
  • 1 TL Kurkuma
  • 1 Knoblauchzehe (zerdrückt)
  • 1 kleingewürfelte halbe Zwiebel
  • 1 Chili, in Scheiben geschnitten
  • 500 g Babyspinat
  • Gemüsebrühe (etwa 3 Kellen)
  • reichlich frischen, gehackten Koriander
  • Salz und Pfeffer

Brecht den Blumenkohl in kleine Röschen und stellt ihn beiseite.

Gebt das Öl in einen Topf und fügt die Senfsamen hinzu. Erhitzt sie, bis sie platzen.

Gebt das restliche Gemüse dazu, außerdem Knoblauch, Zwiebel und die Chili. Unter ständigem Rühren etwa zwei bis drei Minuten anschwitzen.

Blumenkohl, Spinat, Gemüsebrühe, gehackter Koriander, Salz und Pfeffer dazugeben und bei schwacher Hitze 15 Minuten kochen, bis der Blumenkohl weich ist.

Kocht in der Zwischenzeit etwas Basmatireis. Für zwei Personen reicht eine Kaffeetasse.

Wenn alles fertig ist – schön anrichten und genießen!

Rosenblütengelee

„Haben wir im Urlaub gemacht!“ antworte ich und nicke dabei strahlend. Die Reaktion sind meist fassungslose Blicke. „Im Urlaub?“ kommt die ungläubige Frage dann. „Ja!“ erwidere ich, und mein Lächeln wird dabei noch breiter. Während ich das Glas in die Strahlen der untergehenden Abendsonne halte und fasziniert bin von der rosa-goldenen Farbe. Den Sommer eingemacht, konserviert, in ein Glas gegossen, verschlossen, aber doch sichtbar, sorgfältig beschriftet in geschwungenen Lettern. Rosenblütengelee.

Ich schließe die Augen und sehe sie vor mir, die großen grünen Büsche mit unzähligen, meist pinkfarbenen Blüten. Die Kartoffelrose ist eigentlich nicht dort beheimatet, fühlt sich auf dem dänischen Boden allerdings sauwohl. Von Kindheit an verbinde ich den Duft der Rosen mit Sommerurlaub. An den Ferienhäusern waren meterhohe Hecken, derer man kaum Herr werden konnte. Seit ein paar Jahren wird die Kartoffelrose ein wenig in ihre Schranken gewiesen. Die Böden sollen sich erholen. Und so sieht man die Rosen zwar immer noch zahlreich, allerdings ist sie nicht mehr ganz so stark präsent.

Ich erfreue mich jedenfalls an einigen großen Büschen, die um unser Ferienhaus stehen und schneide von der pinken Pracht ein paar Zweige ab, stelle sie in einen kleinen Krug, den ich in den Schränken des Ferienhauses finde.

Wunderschön sieht das aus und duften tut es. Sommerurlaub! Mein Gehirn ist im Entspannungsmodus. Womit wir wieder beim Rosenblütengelee wären. Einkochen ist Meditation. Man reiche mir einen Eimer Johannisbeeren, zehn Kilo Bohnen, Erbsen – ich entrispe und putze sie. Obst- und Gemüse-Yoga.

Und so geht mein Vorzeigemodell an einem dieser entspannten Tage in den frühen Morgenstunden an einen dieser Rosenbüsche und pflückt etwa 1 l Rosenblüten. Pfeift dabei ein Lied und kommt strahlend zurück. Ich grinse ihn an. „Na?“ frage ich. „Sommerurlaub!“ sagt er. Da kann ich ihm nur zustimmen.

Rezept für ca. 7 Gläser Rosenblütengelee

Ihr braucht:

    1 l duftende Rosenblüten (dabei ist es im Prinzip egal, ob Ihr die dänische Kartoffelrose nehmt oder eine andere wohlriechende Rose)
    500 ml Wasser
    400 ml Apfelsaft
    Saft einer halben Bio-Zitrone
    1 kg Gelierzucker 1:1
  • 500 ml Wasser mit 400 ml Apfelsaft mischen und die Blütenblätter dazugeben. 24 Stunden an einem kühlen, trockenen Ort ziehen lassen (nicht im Kühlschrank!).
  • Die Rosenblüten am nächsten Tage aus der Flüssigkeit fischen.
  • 750 ml von der Flüssigkeit abmessen, den Saft der Zitrone hinzufügen und alles in einen großen Kochtopf geben. Den Gelierzucker hinzufügen.
  • Zum Kochen bringen und unter ständigem Rühren zum Gelieren bringen.
  • Noch heiß in vorbereitete Gläser füllen. Fertig!
  • Das Rosenblütengelee schmeckt auch köstlich zu kräftigem Käse.
  • Probiert es mal aus!
  • Herzliche Grüße von Eurem
  • Frøken Fluesvamp – Fräulein Fliegenpilz 🍄
  • Kindheitserinnerungen und Glaskirschenmarmelade

    Jeder Tag ruft deinen Namen, ich wünsch Glück an allen Tagen

    Nicht’s ist besser als ne Liebe auf der Welt

    Kirschen gibt’s an Sommertagen nur solang die Bäume tragen

    Und lebend gehen wir nicht mehr aus der Welt

    („Kirschen“ von Nils Koppruch)

    Das Vorzeigemodell und ich, meines Zeichens ein fröhlicher Fliegenpilz, haben ein paar Tage frei. Der Sommerurlaub liegt noch in weiter Ferne. Wir haben keinen Kurztrip gebucht, keine Fahrt ans Meer geplant. Und dennoch waren die letzten Tage eine ganz persönliche Reise – in die Vergangenheit. Unkontrolliert und scheinbar zufällig wurde ich teilweise Jahre zurück katapultiert. In meinem Elternhaus gibt es nämlich einen Wandschrank. Dieser Wandschrank befindet sich in meinem alten Zimmer. Der Wandschrank hat gewisse Ähnlichkeiten mit Hermine Grangers Handtasche. Für diejenigen unter Euch, die Harry Potter nicht gelesen haben: Hermine ist in Besitz einer unscheinbaren, kleinen Damenhandtasche, aus der sie in regelmäßigen Abständen so hilfreiche Dinge wie ein riesiges 20-Personen-Zelt zieht, das sie mit sämtlichem Equipment auf ihrer Flucht vor Voldemort und seinem Gefolge in weiser Voraussicht dort untergebracht hat.

    Nun sei klargestellt, dass ich mich nicht auf der Flucht befinde, die Dimensionen von Hermines Handtasche und meines Wandschranks ähneln sich nur in gewisser Weise sehr.

    So ist es beispielsweise so, dass meine Lieben einen starken Hang zu Flohmarktbesuchen haben. Trafen wir in der Vergangenheit auf Hörspiele oder Schallplatten ertönte bisweilen häufiger folgender Spruch: „Das ist im Wandschrank!“

    Das Vorzeigemodell antwortete im Laufe der Jahre dann auch öfter mit: „Lasst mich raten! Das ist im Wandschrank?!“ Ein Running Gag in unserer Familie.

    Kurz nach Pfingsten hatte meine Mama ebenfalls ein paar Tage frei. Am darauffolgenden Freitag reiste ich mit Brause-Karl an, und fiel das erste Mal direkt in eine Zeitschleife. Der Keller stand voll mit Kisten und Kästen. Lego, Barbie-Sachen und Bücher, Bücher, Bücher. Schachteln mit Briefen meiner Brieffreundinnen, alte Zeichnungen und aufgehobene Postkarten. Einen Bruchteil dieser Kostbarkeiten konnte ich abends in meinen kleinen Flitzer laden – die Rückbank umgeklappt, angeschnallte Kästen auf dem Beifahrersitz.

    Die tropischen Temperaturen im Wonnemonat Mai brachten mich beim Ausladen am Abend ins Schwitzen. Fein säuberlich stellte ich die Kästen in unseren Eingang. Was für ein Schatz!

    Voller Aufregung öffnete ich die erste Box: Hörspielkassetten! Regina Regenbogen, Hallo Spencer, Pumuckl, Walt Disney, Alf – und natürlich Pippi Langstrumpf. Briefe, akkurat und chronologisch sortiert. Eine Karte fällt mir in die Hand: Grüße von meinem geliebten Opa. Dass es diese Karte noch gibt. Geburtstagskarten, Glückwünsche, Zeitungsartikel von der heiß geliebten Boyband, ein handgeschriebener Zettel meiner Mama, ein Begrüßungsplakat von meinem Papa nach einer ziemlich miserablen Klassenfahrt. Und böse Briefe einer vermeintlich besten Freundin, die ich feierlich im Altpapier versenke. Ich rase durch die Zeit: 1988, 1995, 1996, 1986, 1994. Hin, zurück. Und das war erst die erste Ladung.

    Eine Woche später brause ich wieder mit Karl, dem Kleinen, in Richtung Elternhaus. Ich habe frei, es ist Freitag, der erste Tag im Juni. Gewitterluft und schwül-warm. Mein Vater hat Nachtschicht und schläft. Meine Mama und ich stärken uns mit Frühstück. Das Vorzeigemodell ruft an – muss arbeiten und ist gespannt auf die weiteren Schätze. Wir fahren zu einer nahegelegenen Landpartie und werden nach kurzer Zeit evakuiert. Das angekündigte Gewitter hängt über uns wie ein Damoklesschwert, tiefschwarze Wolken, dicke Regentropfen. Wir retten uns zügigen Schrittes in die Wagenremise und warten ab: Donner und Blitze gleichzeitig und sturzbachartige Regenfälle. Das Unwetter hängt nur über uns. Das Rote Kreuz informiert regelmäßig und wir nippen an Wasser und Orangenbrause. Nach einer Stunde haben sich die Wolken entladen und das Gewitter hat sich verzogen. Wir gehen hinaus an die nunmehr frische Luft, atmen durch. Langsam schlendern wir weiter, mein Papa stößt ausgeschlafen noch dazu: Ein Eltern-Tochter-Tag! Ein Kaffee in der Schlossküche und viel Platz zum Schauen, denn das Gewitter hat viele wohl vertrieben.

    Wir genießen Platz und Ruhe, quatschen mit den Ausstellern und fahren dann wohlgemut zurück. Karl der Kleine wird wieder beladen mit Kisten und Kästen – dieses Mal ist Lego mit dabei.

    Das Gewitter hat nur kurze Abkühlung gebracht. Es ist tierisch warm und schwül. Als ich zurück fahre, hängt die Feuchtigkeit in den Bäumen rechts und links der Bundesstraße wie ein dicker Schleier. Ich lade die Kästen aus, stelle sie wieder in das Treppenhaus. Morgen reise ich wieder durch die Zeit!

    Als ich am folgenden Morgen die Kästen öffne, wirft mich der ein oder andere Brief wieder in die Vergangenheit, ein regelrechter Strudel. Manches Mal muss ich so über mich lachen. Finde gezeichnete Bildergeschichten oder eine gemalte Schneekugel – mit Vampir im Schneegestöber. Ganz natürliche Umgebung für so einen Blutsauger, insbesondere mit dem Lametta im Hintergrund.

    Und nun haben wir wieder frei. Donnerstag fuhren mein Vorzeigemodell und ich wieder zu meinen Eltern – mit dem Hektor, der Firmenwagen. Der Rest wurde eingeladen: Brettspiele und Bücher.

    An diesem Donnerstag war ich selig. Denn außer dieser Aneinanderreihung von kleinen und großen Zeitmaschinen saß ich in der größten und besten Zeitmaschine, die man sich vorstellen kann: Ich saß im Kirschbaum. Der Kirschbaum mit den Glaskirschen ist knorrig und alt, einige Äste sind morsch und es ist schwierig, in ihm zu klettern. Doch während mein Papa mit seinem Bruder und dem Vorzeigemodell einen englischen Strandkorb zusammenbaute, trohnte ich im Baum, aß und pflückte Kirschen und war meines Lebens froh.

    Die Luft war herrlich, die Vögel zwitscherten und ich hatte so viel Bullerbü im Herzen, wie Ihr es Euch gar nicht vorstellen könnt. Und Kirschen in den Blumenampeln!

    Und anlässlich dieser wunderbaren Kirschenpflückerei hab ich Marmelade aus Glaskirschen gemacht.

    Dafür braucht Ihr:

    • 1 kg Glaskirschen (oder andere Kirschen), entsteint
    • 1 kg Gelierzucker 1:1

    Die Kirschen entsteinen und in einen großen Topf geben. Ein Kilo Gelierzucker drüber streuen und zwei Stunden ziehen lassen. Es duftet irgendwann wie Marzipan.

    Nach den zwei Stunden den Topf auf den Herd stellen und alles aufkochen, dabei ständig rühren!

    Wenn die Masse anfängt zu kochen – rühren, rühren, rühren! Eine Gelierprobe machen und wenn die Masse geliert, in vorbereitete Gläser abfüllen.

    Fertig!

    Leipzig – Frühstück, Buchmesse, Abendessen, Repeat

    Freitagmorgen. Ich reibe mir den Schlaf aus den Augen und blicke auf meinen Wecker. Er ist rosa und piept mir ein Liebeslied. Im Bett ist es noch so kuschelig, und draußen ist es so unbehaglich dunkel. Ich schwinge dann doch die Beine aus dem Bett, tappe ins Bad. Mein Vorzeigemodell macht Tee. Es geht heute nach Leipzig. Ein lang gehegter Wunsch geht in Erfüllung: Buchmesse! Eintauchen in fremde Welten, Abenteuer. Horizonte erweitern, Neues entdecken. Der Geruch eines neuen Buches: unbezahlbar! Eau de livre! Ich freu mich wie verrückt.

    Der Wind ist eisig kalt und weht uns hart ins Gesicht, als wir gen Auto gehen und die Koffer – einer ist leer und für die Schätze reserviert – ins Auto hieven. Es soll schneien, haben sie im Radio gesagt. Krümeliger Schneeregen kommt uns dann auch etwa 70 km vor Leipzig entgegen. Das bleibt eh nicht liegen, denken wir, doch wir sollten irren. Ab dem frühen Mittag – wir sitzen noch im schönen Café Grundmann und verspeisen ein leckeres Frühstück – schneit es dicke Flocken.

    Ein bisschen Leipzig, ein bisschen Wien – dieses Flair weht durch den mit dunklem Holz vertäfelten Raum. Frühstücksduft wabert umher, Kaffee, Eier mit frisch gebratenem Speck, Orangensaft. Unser Tisch ist so klein, dass wir in Etappen essen, doch es ist gemütlich und irgendwie beschaulich, obwohl die Hütte voll ist und die Bedienungen Tablett um Tablett in den Gastraum tragen. Die glutenfreien Brötchen sind köstlich, herrlich weich und duftig, schmecken zu süßem und herzhaftem Belag. Die Eier im Glas sind wachsweich und ausgesprochen lecker, Oliven und Kapernäpfel auf meinem Frühstücksteller „Barcelona“ sind von bester Qualität. Mein Vorzeigemodell bestellt das „Dublin“ und ist sichtlich zufrieden.

    An unserem Nachbartisch sitzen drei Geschäftsleute, gegenüber hat Mutti zum Geburtstagsfrühstück geladen und lässt sechs Gläser Sekt kommen – Chin Chin!

    Und draußen – fällt der Schnee in dicken Flocken.

    Auf unserem Weg zur Pension im nahegelegenen Markkleeberg legt sich das winterliche Weiß schon auf Äste und Büsche. Wir trotzen Väterchen Frost, ziehen uns ein Mäntelchen über und fahren zur Messe. Inzwischen liegen 5 cm Neuschnee. Der Wind bläst eisig, doch in den Messehallen ist es warm. Zum typischen Papiergeruch mischt sich der Geruch von nicht ganz frischem Bratfett und billigen Pommes, süßen Crêpes und Asia-Nudeln. Nicht besonders appetitlich. Doch mit den ersten Ständen kleiner Verlage, den ersten Gesprächen mit Autoren, Herausgebern und Illustratoren ist die olfaktorische Untermalung vergessen. Ich tauche ein wie ein Apnoetaucher in die Tiefsee, ohne Atemgerät, verlangsamter Puls, völlige Aufnahmebereitschaft, die Sinne aufs Schärfste eingestellt.

    Kostbarkeiten für den Kopf sind an jeder Ecke zu entdecken; manche liegen etwas verborgener. Es lohnt der zweite, der genauere Blick. Klassiker kindgerecht aufgearbeitet und detailverliebt illustriert, Kochbücher – heutzutage inflationär auf den Markt geschüttet – an den kleinen Ständen jedoch eine kleine, feine Auswahl. Und dazu ein nettes Gespräch, ein Austausch, Blättern im Ansichtsexemplar, und dann doch Technik: das Smartphone gezückt, ein Foto gemacht, ein Lesezeichen eingelegt, ein Eselsohr geknickt. „Schau mal hier! Sieh mal dort! Kennen Sie auch? Wie fanden Sie dies?“ Ein junges Mädchen steht neben mir an einem Aufsteller Hamburger Lesehefte, durchkämmt mit ihrer Freundin die Klassiker. Reclam sei ihr zu Gelb, verkündet sie vehement, doch äußerst charmant und sehr zur Belustigung der Umstehenden.

    Wir ziehen weiter, Gang durch Gang, Ecke um Ecke, Reihe durch Reihe. Mein Vorzeigemodell entschließt sich zwischendurch den Trolly aus dem Auto zu holen und kehrt ohne ihn wieder. Mein fragender Blick scheint ihn über die Köpfe der Menschen zu erreichen:

    „10 cm Neuschnee und eisiger Wind!“ ist seine Antwort.

    Als wir in die nächste Halle gehen, sehen wir die schönste Schneelandschaft, die man sich auf einem Messegelände vorstellen kann. Die hässlichen Absperrgitter sind gekrönt vom funkelnden Weiß, alles ist etwas stiller, leiser und sauberer. Ich träume von einem gemütlichen Sessel vor dem Kamin, meine Ausbeute neben mir ausgebreitet und ein dampfender Becher Tee neben mir. Doch diesen Gang nehmen wir noch mit, sparen uns die letzte Halle für morgen auf, stapfen durch den Schnee zum Auto. Das trägt Schneehaube und hat eine dicke Eisschicht unter den Flocken. Auf den Straßen schlittern wir sachte um die Kurven, erahnen unsere Fahrbahn mehr, als dass wir sie sehen, suchen im Leipziger Kiez einen Parkplatz irgendwo parallel zur Karl-Liebknecht-Straße.

    Wie auf Eiern hinken und schlittern wir über den Bürgersteig, öffnen die Tür des ersten Cafés und werden leider enttäuscht: kein freier Platz, es ist Messe.

    Als wir wieder draußen in der schneidenden Kälte stehen, spricht uns ein junges Mädel an, ob sie uns helfen könne. Wir faseln von Hunger und Durst und glutenfrei und bekommen kurzerhand zwei Tipps, landen dann in der Symbiose und werden belohnt.

    Leipzigs Veganer Treffpunkt ist unglaublich gemütlich, herrlich warm, und es duftet köstlich. Die Speisekarte ist in alte Bücher vom Flohmarkt geklebt, also wähle ich aus „Bildband Brasilien“ den Lupinenburger mit glutenfreiem Brötchen, der Göttergatte die Wirsinglasagne aus „Schloss Sanssouci“. Dazu gibt es Tee aus Nanaminzeblättern und eine Proviant-Spezi. Wir tauen auf, dann freuen wir uns über das köstliche Essen.

    Unsere charmante Kellnerin entschuldigt sich für das glutenfreie Brötchen, doch ich finde es ziemlich gut, das Chutney herrlich würzig und die Kàsecreme kräuterig. Die Wirsinglasagne mit Tomaten-Sojahackfüllung duftet verführerisch. Ich spieße meine Gabel hinein und finde auch dieses Gericht grandios. Nach der ersten Kanne Pfefferminztee bin ich aufgetaut und freue mich über den glutenfreien Nachtisch – glutenfreier Buchweizen-Beeren-Crumble mit einer ordentlichen Prise Zimt.

    Mit unserer Sitznachbarin aus München kommen wir ins Gespräch und tauschen uns über Sehenswürdigkeiten unserer Wohnorte abseits der touristischen Pfade aus. Schnell werden Papier und Stift gezückt, die Tipps notiert. Das Blut ist derweil in den Bauch gerutscht, die Augen werden müde, der Kopf schwer – wir müssen noch zurück durch den Schnee. Und es hört nicht auf zu schneien.

    Als wir in unserer Pension ankommen, heißt es nur noch:

    Dusche, Schlafanzug, Bett.

    Der Fernseher wiederholt eine Sendung von Hape Kerkeling. Es endet mit „Hurz“.

    „Der Wolf. Das Lamm auf der ‚verschneiten‘ Wiese!“ denke ich.

    Halb lachend sinke ich in den Schlaf… morgen ist ein neuer Tag.

    Low Carp, Wintersuppe und ewiges Gemecker – ODER: in 11 Monaten stecken wir wieder mitten im Advent

    Wenn Du Essen auf dem Tisch und Liebe im Herzen hast, kannst Du nie lange unglücklich sein. (Böhmisches Sprichwort)

    Die Feiertage sind längst vergangen, der Alltagstrott hat uns langsam wieder und nach und nach erlischt auch der letzte Schwibbogen, die letzte Lichterkette. Und auch der letzte beleuchtete Vorgartenstrauch macht die Lichter aus. „Hoffentlich wird’s bald wieder heller!“ „Ich bin froh, wenn Januar und Februar rum sind!“ „Diese schreckliche graue Jahreszeit!“ „Und jeder ist erkältet!“

    So oder so ähnlich tönt es doch über die Flure im Büro, im Bus oder in der Straßenbahn zur Arbeit, im Supermarkt, während man mit halbem Oberkörper über der Tiefkühltruhe hängt und nach einer 1-Liter-Packung Double-Fudge-Chocolate-Strawberry-Cheesecake-Swirl-Cookie-Dough-Crazy-Caramel fischt.

    „Schon wieder fast alle! Also, da will man sich EINMAL was gönnen. Einmal!“ empörtes Schnauben, entrüstete Blicke, zustimmendes Gemurmel. „Und dann immer diese Fresserei an den Feiertagen!“ Wieder bestätigendes Kopfnicken. „Zum Sport kannste auch grad‘ nicht gehen. Alles voll, ALLES VOLL!“ Zustimmendes „Hmm..“, „Jaaa“. Der Eisbox-Fischer schwadroniert weiter: „Ne, kriegste keinen Fuß anne Erde! Echt, und immer diese Fresserei. Gut, dass das vorbei ist. Echt gut! Und dann wird’s ja GOTT SEI DANK EEEENDLICH heller!“ Abschließendes Schnaufen. „Hmmm…ja, ja endlich!“ brummen die Herumstehenden. „Ne, also diese Feiertage…gut, dass das vorbei ist.  Ursel?! Wie hieß das doch, Ursel? Ursel!“ Ursel blickt plötzlich auf. „Was Heinz?“ „Na, was da überall inne Zeitung steht! Dieses Diät-Ding. Low Carp (es klingt wie Lau Karp) war das doch!“ Ursel blickt verdattert in Heinzens Gesicht. „Wovon redest Du? Heinz, Du hast da wieder irgendwas aufgeschnappt.“ Heinzens Wangen röten sich merklich. Von wegen ‚aufgeschnappt‘! Eingeschnappt ist er, denkt sich Ursel und will ihm den Einkaufswagen entwenden. „Nee, Ursel, jetzt schau Dir das doch mal an!“ Ursel schaut mit leerem Blick in die Gefriertruhe. „Siehste!“ Ursel sieht die Familienpackung Double-Fudge-Chocolate-Strawberry-Cheesecake-Swirl-Cookie-Dough-Crazy-Caramel und versteht kein Wort. „Heinz?! Was willst Du?“ „Na, das ist doch lau karp!“ Ursel verdreht innerlich die Augen. „Ne!“ macht sie nur. „Aber das ist doch kein Brot!“ „Heinz!“ zischt Ursel. Heinz zieht einen Flunsch. Ursel wittert ihre Chance und schiebt mit dem Wagen zum Gemüse. Heinz schlurft hinterher. „Der Name war eh doof!“ sagt Heinz. Ursel nickt zustimmend, recht hat er, der Heinz.

    Name doof, Januar doof, Februar doof, Feiertage doof, Lichterketten doof – halt, bitte?

    Also, nun wollen wir doch bitteschön mal eine Lanze brechen für den Januar und den Februar! Wer war denn Sonntag draußen? Alle mal Hände hoch, die draußen waren! Und? War schön, oder? Klirrend kalt, sonnig, schöne Luft?! Ja, oder?! So! Wer ist danach mit rosigen Wangen in ein heißes Wannenbad gefallen oder aufs Sofa mit dicken Wollsocken an den Füßen? Aha! Nebenbei bemerkt, eine Freundin von mir hatte einmal angemerkt, dass ihr Leute, die keine Wollsocken mögen, suspekt sind. Dem kann ich mich nur anschließen. Aber wo waren wir? Ah ja! So, und wer hat sich gestern darüber gefreut, dass der Nachbar von gegenüber noch seine Lichterkette am Forsythien-Busch hatte? So!

    Wer hat sich nicht um eine Woche Advent betrogen gefühlt? Aha! Da haben wir’s!

    So, und bevor man das nächste Mal in das allgemeine Gemecker einsteigt, zustimmend nickt und grummelig vor sich hinmurmelnd zur Kasse schiebt, greife man doch beherzt die Familienpackung Double-Fudge-Chocolate-Strawberry-Cheesecake-Swirl-Cookie-Dough-Crazy-Caramel aus der Tiefkühltruhe und trage sie stolz Richtung Kasse, erfreue sich an den noch hängenden leuchtenden Lichterketten und brösele sich – zu Hause angekommen – ein wenig übrig gebliebenen Spekulatius auf seine Scheibe Eis und erfreue sich, dass sie noch da sind.

    Und während man auf dem Sofa liegt, den Nachtisch vorm Hauptgericht verzehrt, denke man daran, dass man in etwa 11 Monaten wieder voll in der Adventszeit steckt. Herrlich!

    Auf dem Herd köchelte Sonntag übrigens ein Süppchen, dessen Rezept ich Euch nicht vorenthalten möchte.

    Du brauchst:

    • ca. 4 Stangen Mangold oder zwei große Hände Spinat
    • 1 kleine Dose Kichererbsen
    • 1 kleine Dose Tomaten
    • 1 Zucchini
    • 1 Stange Porree
    • 2 – 3 Möhren, gern bunt
    • 1 Knoblauchzehe
    • Olivenöl
    • Salz & Pfeffer

    Optional:

    • gehobelter Parmesan
    • geröstetes Weißbrot

    Als erstes schneide den Porree in Scheiben, wasche den Mangold oder Spinat und schneide ihn auch in feine Streifen. Würfele die Zucchini und schäle die Möhren, würfele sie ebenfalls.

    Nun gibst Du Olivenöl in einen Topf und schwitzt die Knoblauchzehe darin an. Nimm die Knoblauchzehe raus, bevor sie verbrennt und bitter wird. Dann reduziere die Hitze und schwitze den Porree und die Möhren an. Füge die Zucchini-Würfel und die abgetropften Kichererbsen sowie die Tomaten hinzu. Rühre alles gut um und erhöhe die Temperatur. Lass alles gut etwa fünf Minuten köcheln. Füge dann den Mangold oder Spinat hinzu. Wenn Dir die Suppe noch zu dick ist, gebe etwas Wasser dazu. Schmecke mit Salz und Pfeffer ab. Fertig!

    Köstlich ist die Suppe, wenn Du dazu geröstetes (glutenfreies) Weißbrot reichst. Und über die Suppe ein wenig geriebener Parmesan – köstlich!

    Und nun ausnahmsweise ab aufs Sofa, den Suppenteller vor den Bauch geklemmt und Essen fassen!

    Viel Spaß beim Nachkochen!

    Von Erdbeeren und Synthesizern 

    Sonntag. Es ist schwül, aber die Sonne scheint. Ich streiche endlich unsere Balkonmöbel. Die Witterung auf Æblerø hat dafür gesorgt, dass die bequemen Holzstühle mal wieder einen Anstrich nötig hatten. Also stehe ich im Innenhof, der Herzallerliebste hat mir eine Plane ausgebreitet, auf der die Stühle stehen, und ich schwinge den Pinsel und schwitze vor mich hin. Die bessere Hälfte schwitzt solidarisch mit und hämmert, sägt und bohrt in der angrenzenden Garage. Und so arbeiten wir eine Zeitlang nebeneinander her. Irgendwann fange ich an, vor mich hinzusummen – das Streichen scheint denselben Effekt auf mich zu haben, wie mein Yoga-Castle. Und während ich den Pinsel schwinge, wird aus dem Summen ein Singen. Mit ausgestrecktem Arm, in einer Hand den Borstenpinsel, rufe ich in Richtung Garage: „Reach out, touch faith!“ 

    Armlehne angemalt! Schwungvoll, selbstverständlich.

    Meine bessere Hälfte grinst und ich summe weiter:

    All I ever wanted, 

    All I ever needed

    Is here in my arms

    Words are very unnecessary

    They can only do harm

    Dave Gahan wäre stolz auf mich gewesen! In großen Pinselposen hüpfe ich um die Stühle herum, drehe mich mit ausgebreiteten Armen und singe ein wahres Depeche Mode-Medley. Zugegeben – nicht so laut wie in der Küche oder im Auto, aber dennoch. 

    People are people…

    In meinem Kopf spielt schönster Synthesizer-Pop auf. Kein Orchester, keine Kammermusik – nein: feinste Synthesizer. 

    Und dann plötzlich sind die Stühle fertig gestrichen, der Vorhang senkt sich wieder, ich gehe verschwitzt von der Bühne. Das Bühnenoutfit mit Farbe bekleckert, die Frisur – saß mal…

    Doch was jetzt? Mir steht nicht der Sinn nach Hotelzimmer verwüsten oder synthetische Dinge durch die Venen schießen. 

    Ich brauche Erdbeer-Endorphine in Rein- und in Marmeladenform. Und während ich die selbstgepflückten drei Kilo klein schneide, jeweils ein Kilo mit einem Kilo Gelierzucker 1:1 mische, alles aufkoche bis es geliert und anschließend mit meiner besseren Hälfte herrlichste Erdbeermarmelade in Gläser abfülle, bin ich voller Vorfreude auf den nächsten Tag.


    Einer meiner Wünsche geht in Erfüllung: Ich gehe auf ein Depeche Mode-Konzert. 

    Frontmann Dave Gahan kann um einiges besser eine Bühnenshow abliefern, als ich bei 30 Grad pinselschwingend im Innenhof.

    Die „olle Kombo“, die bewusst auf viel Schnick-Schnack verzichtet und nicht jedes ihrer Lieder langatmig vorstellt, haut 32.000 Leute aus den Latschen. Okay, vielleicht 31.999, denn auf dem Weg zurück zum Auto nach dem Konzert beschwert sich doch tatsächlich jemand in der Straßenbahn über die „alten Säcke auf der Bühne“. Wir blicken uns an und in fassungslose Gesichter, bis ein Schrank von einem Mann aufsteht und den Nörgler zum Schweigen bringt: „Ich weiß ja nicht, wo Du warst,“ sagt er, „aber ich war aufm sehr geilen Konzert!“

    Dem – verehrtes Publikum – ist nichts hinzuzufügen!

    Herzlichst, Euer sehr glückliches und immer noch von Musik erfülltes Frøken Fluesvamp 🍄🤘

    Linsen-Radieschen-Salat mit Avocado – Da kannst Du Dein blaues Wunder erleben!

    Interessant – „ein blaues Wunder erleben“ ist gar nicht positiv. Das Wiktionary sagt:

    die Redewendung ist schon seit dem frühen 16. Jahrhundert bezeugt; damals stand die Farbe „blau“ für „Lüge, Täuschung“ (vergleiche auch zum Beispiel das Blaue vom Himmel herunterlügen oder jemandem blauen Dunst vormachen);eine andere mögliche Herkunftserklärung bezieht sich auf das Handwerk der Färber: nach Reaktion mit Sauerstoff hätten Stoffe nach dem Färben eine plötzlich ganz andere Tönung angenommen, was eine böse Überraschung war.

    Nun – wie kriege ich jetzt die Kurve?

    Vielleicht so:


    Das Blaue Wunder in Hannovers wunderschönem Stadtteil Linden kann man eigentlich immer dann erleben, wenn die Schneeglöckchen und Märzenbecher langsam verblüht sind, die Osterglocken in voller Blüte stehen und die Magnolien kurz vorm Explodieren sind. Dann steht der Lindener Bergfriedhof in voller Scilla-Blüte. Millionen von Blausternen recken ihre wackeren Sternblüten zwischen den alten, teilweise verwitterten Grabsteinen hervor. 


    Auf dem Rasen sieht man nahezu kein einziges Fleckchen Grün. Nur der Teppich der Scillas trägt mich davon. Wie im Märchen. Die Luft riecht nach Frühling; so wie es im Winter nach Schnee riecht und ein Klirren in der Luft liegt, sitzt die Natur in Startposition – bereit für den Sprung ins Grüne, bereit für den Frühlingsschrei! 

    Ronja Räubertochters Frühlingsschrei – wie fabelhaft, den Frühling so zu begrüßen. Ganz traue ich mich nicht, auf dem Friedhof loszuträllern, hole das aber später nach und denke an erste zarte Radieschen, an Spargel und Avocados. Daraus ließe sich doch etwas Köstliches zaubern.

    Linsen-Radieschen-Salat mit Avocado

    Für 2 Portionen:

    • 75 g Tellerlinsen
    • 1 Avocado
    • 1/2 Bund Radieschen
    • 1 1/2 TL Senf
    • 1 EL Essig (Weiswein- oder Balsamico-Essig)
    • 2 EL Zitronensaft
    • 2 EL Olivenöl
    • Pfeffer und Salz

    Zuerst die Linsen abspülen und dann nach Anleitung kochen. Im Sieb abgießen, abtropfen und abkühlen lassen.

    Für das Dressing den Senf, Salz und Pfeffer, Essig und Zitronensaft verrühren. Gut geht sowas übrigens auch in einem Glas mit Schraubdeckel: einfach alle Zutaten rein, fest zudrehen und schütteln!

    Derweil Radieschen putzen und in feine Scheiben schneiden. Die Avocado halbieren, Kern entfernen und das Fruchtfleisch mit einem Esslöffel aus der Schale lösen. 

    Das Fruchtfleisch in Würfel schneiden und in eine Schale geben. Die Radieschen hinzufügen und mit der Salatsauce vorsichtig vermengen. Nun die Linsen hinzufügen und unterrühren. Alles etwa für eine halbe Stunden ziehen lassen.

    Wenn die Avocadoschalen heile geblieben sind, könnt Ihr den Salat in der Schale anrichten.

    Dazu schmeckt geröstet Brot – glutenfrei 😉


    Fräulein Fliegenpilz wünscht guten Appetit! 
    P.S.: Schon lange kein Geheimtipp mehr, aber trotzdem schön – Wer sich morgen nach Hannover-Linden wagen will: das blaue Wunder lockt viele Leute auf den Bergfriedhof und in die vielen geöffneten Geschäfte!