Frohe Weihnachten – God Jul – Merry Christmas – Joyeux Noël – Buon Natale

Für Jesus war kein Platz

In der Herberge.

Aber dort, wo er ist,

Entsteht Herberge für die Menschen.

Jesus hat um sich einen Raum geschaffen,

In dem sich Menschen verstanden und gehört fühlen.

In seiner Nähe wussten sie sich zugehörig zur Familie Gottes.

Da haben sie ihre menschliche Würde entdeckt.

Da entstand ein Raum des Vertrauens, in dem sie sich bedingungslos angenommen wussten.

(Anselm Grün)

Ich sitze in unserem bequemen grünen Sessel im Wohnzimmer. Und ich bin auferstanden von den Toten. Der erste Weihnachtsurlaubstag begrüßte mich mit Migräne – es hämmerte und ratterte in meinem Kopf, dieses Mal die linke Seite. Erst dachte ich, dass es nicht so schlimm ist, aber nach einigen Schritten in Richtung Küche sagten mir Kopf und Magen etwas anderes. Inzwischen habe ich ein Brötchen gegessen und mein persönliches Lebenselixier zu mir genommen: schwarzen Tee! Gern Assam. Nun duften meine frisch gewaschenen Haare, meine Kuscheljogginghose ist schön bequem und meine Füße stecken in dicken Socken. In Wollsocken! Eine Freundin von mir sagte einmal: „Menschen, die keine Wollsocken mögen, sind mir suspekt!“ Ich kann ihr da nur zustimmen.

Ich betrachte meine Füße in den bunten Socken und tue nichts anderes, als sitzen und schreiben. Und das ist schön.

Weihnachten kann kommen. Der Kühlschrank ist gefüllt – morgen müssen nur noch ein paar bestellte Sachen abgeholt werden. Und Montag das Brot. Was Brot angeht, bin ich wohl etwas paranoid. Weihnachten muss genügend Brot da sein! Es muss bestellt werden! Rechtzeitig! Ohne Brot geht’s nicht!

Und so werden wir uns am 24. in die Schlange derer einreihen, die Brot bestellt haben und abholen müssen. Wichtig!

Die Weihnachtszeit bei uns wird oft eingeläutet durch die Muppets Weihnachtsgeschichte mit Gonzo als Charles Dickens und Rizzo, der Ratte. Und natürlich Miss Piggy und Kermit als Ehepaar Cratchit mit dem Schweinefroschnachwuchs. Und Eberneezer Scrooge.

Die Scrooges dieser Welt sterben nicht aus. Nur leider scheinen sie sich nicht vom Geist der Weihnacht belehren zu lassen. Keine Mildtätigkeit, keine Nächstenliebe. In den Augen nur Gier und Niederträchtigkeit, manchmal sogar Hass.

Natürlich: zu Weihnachten drücken viele auf die Tränendrüse. Und wie soll die einsame Oma erkennen, dass der adrette Mann in Polizeiuniform ein Verbrecher ist? Sie nur um ihr Geld bringen will?

Früher, denke ich, waren Oma und Opa an Weihnachten dabei, saßen mit am Tisch, wurden dazugeholt. Meine Mama erzählt immer, dass ihr Vater nach dem Abendbrot an Heiligabend kurz nach draußen ging, um an den Ästen des Baumes vor dem Küchenfenster zu ziehen, sodass es ordentlich raschelte und ruckelte. Als er in die kleine Küche zurückkam, in der die sechs Kinder – teilweise mit Partnern und/oder bereits eigenen Kindern – saßen, hat er immer gesagt: „Kinder, ich glaube, der Weihnachtsmann war da!“

Und nachdem gemeinsam abgewaschen und anschließend aufgeräumt wurde, zog die Prozession ins Wohnzimmer. Jedes Kind, jeder – gern auch mal spontane – Gast bekam ein Geschenk. Alle wurden satt und waren willkommen.

Mein Patenonkel, stationiert in Bayern, hatte es sich zur Aufgabe gemacht, jedes Jahr – vermutlich am Münchener Hauptbahnhof – eine „verlorene Seele“ aufzugabeln, die das Weihnachtsfest dann an dem kleinen Küchentisch mit den vielen Geschwistern gefeiert hat. Aus aller Herren Länder – USA, Kolumbien, aus der Schweiz – wäre ein Marsmensch am Hauptbahnhof gestrandet, er hätte anschließend am Küchentisch gesessen, hätte Mohnstollen oder Kohlsuppe gegessen und Lieder gesungen. Und er hätte ein Geschenk bekommen, einen Platz zum Schlafen und Freude erfahren.

Diese Geschichten liebe ich. Sie sind Teil meiner Familie. Sie zeigen mir, wohin ich gehöre, warum ich die bin, die ich bin. Was mir wichtig ist und welchen Weg ich gehe – und warum.

Und dann denke ich an meinen anderen Opa, den ich kennenlernen durfte. Opa konnte am allerbesten Weihnachtsbäume schmücken. Er hat das gute silberne Staniollametta gebügelt und die alten Kugeln aus ihren feinen Schachteln geholt, sorgsam an die Blaufichte gehängt. Manchmal hat er auch Löcher in den Stamm gebohrt und Äste umgesetzt, damit der Baum gleichmäßig war. Und die Spitze wurde angespitzt, damit der Baum eine Spitze bekommen konnte. Und Wunderkerzen kamen an den Baum.

Opa hat meiner Mama auch ein paar blaue puschelige Hausschuhe geschenkt, als Papa sie offiziell vorgestellt hat. Das Mädchen darf doch keine kalten Füße haben! Opa war der Beste!

Auch diese Geschichte liebe ich!

Und ich würde sie gern alle versammeln an unserem Esstisch an Weihnachten. Eine lange Tafel mit all diesen Menschen. Denn hier ist Platz in dieser Herberge.

In diesem Sinne: Frohe Weihnachten!

Euer Frøken Fluesvamp – Fräulein Fliegenpilz

A beautiful sight, we‘re happy tonight…Steckrüben-Kartoffel-Stampf mit Ei und Pilzen und ich wünsche mir Schnee

Ich wünsche mir Schnee. Alle Jahre wieder. In der Vorweihnachtszeit sollen allmählich Ruhe, Besinnlichkeit und Stille einkehren. Ich würde sie gern hereinbitten. Und draußen soll ein flirrendes Licht die Schneeflöckchen ankündigen. Schneeflöckchen, Weißröckchen, wann kommst Du geschneit? Und dann: ein leichter Schneekopfschmerz, der typische Duft nach Schnee. Dann öffnen sich die dicken Wattewolken, Frau Holle schüttelt die großen Daunenbetten aus und sanft taumeln die Flocken zur Erde. Deck die Blümelein zu. Und alles wird ein bisschen ruhiger, sanfter, leiser, stiller, sauberer und unschuldiger.

Ich wünsche mir weiße Weihnachten. Hier und jetzt! Und ich wünsche mir die Ruhe, die die weiße Weihnacht mit sich bringt. Wie auf den alten Postkarten, wo Kinder in dicken Mänteln und mit  Fäustlingen rotwangig Holzschlitten hinter sich herziehen. Und Rotkehlchen auf kleinen Vogelhäusern sitzen, oder dicke, aufgeplusterte Amseln eine rote Beere im weit aufgesperrten Schnabel haben – das leuchtend gelbe Auge in den Wald gerichtet, der überzuckert ist von allerfeinstem Schnee. Willst Du einen Schneemann bauen?

Und Schlittenfahrten durch tiefverschneite Winterlandschaften, Rentiere mit dampfendem Atem vor den Nüstern, sanftes Glockenläuten und das einlullende Traben der wundervollen Tiere. Ach – ach – ach. Und der Himmel ist sternenklar. A beautiful sight, we’re happy tonight. Walking in a winter wonderland.

Ein Feuerchen im Kamin, dicke Wollsocken und ein kuschliges Fell. Kerzenschein und der Duft eines köstlichen Heißgetränks. Es knistert und knackt von den Holzscheiten und die Flammen züngeln gelb-rot-orange. Hach – hach – hach.

Kein üppiges Festmahl, keine Gelage, kein Stress, keine Zwänge. Jogginghose und Wollpullover, ein Heißgetränk und – Stille. Wenn man hören kann, wie die Schneeflocken rauschend und zart knackend auf dem Fensterbrett landen und sich die Schneeschicht von Stunde zu Stunde, von Minute zu Minute aufbaut und der größte Aufwand darin besteht, eine weitere Kanne Tee zu kochen, eine Kerze auszuwechseln und ein Holzscheit nachzulegen. Oh wie wäre das schön!

Ich denke, mein Gefühl trügt mich nicht. Der Winter will mit seinen klammen Fingern die Tür aufdrücken, stemmt sich dagegen, haut ein paar Flocken raus und manchmal auch echt kalten Winterwind, aber dann schleicht sich wieder so ein lullig-warmer Herbstmisch von der Seite an und teckelt den Winter nieder.

Dabei wäre es doch so schön, wenn mit dem unschuldigen Weiß allmählich Gärten und Straßen, Wiesen und Felder zugedeckt würden. Ruhe und Stille und Besinnlichkeit. Und dann „fehlt“ eben noch etwas, und alles, was man zu Hause hat, sind eine Steckrübe, Kartoffeln, ein paar Eier und Champignons, etwas Butter und etwas Milch.

Und während die Welt anhält und man tief durchatmet, streckt man sich genüsslich wie eine zufriedene Schlosskatze, dreht sich ein Stück auf die rechte Seite und irgendwann hat man die zündende Idee und bereitet einen köstlichen Kartoffel-Steckrüben-Brei zu.

Ihr braucht:

Fürs Püree:

    1 kleine Steckrübe
    5-6 große, mehlig-kochende Kartoffeln
    etwas Butter
    etwas Milch
    Salz und Pfeffer
    Muskatnuss (gerieben)
  • Für die Beilagen:
    • eine Handvoll Champignons
      4 Bio-Eier
  • Petersilie zum Garnieren.
  • Steckrübe und Kartoffeln schälen und klein würfeln. Alles in einem Kopf weich kochen. Kochwasser abgießen. Butter und Milch zu Kartoffeln und Steckrübe geben und mit einem Stampfer zermatschen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.
  • Backofen auf 180 Grad vorheizen.
  • Eine Auflaufform mit Butter fetten und das Püree hineingeben.
  • Mit einem Esslöffel vier Kuhlen ins Püree drücken und die Eier aufschlagen und jeweils in die Kuhle geben. Etwas Salz darüber streuen.
  • Die Auflaufform in den Backofen stellen und für ca. 20 Minuten backen, bis die Eier gestockt sind und das Püree eine bräunliche Kruste bekommt.
  • Derweil Champignons putzen und in einer Pfanne mit Butter anbraten, salzen und pfeffern.
  • Petersilie abbrausen, klein zupfen und zum Schluss über das Gericht streuen.
  • Und während ich langsam aus dem Land aus Schnee und Eis zurückkehre, denke ich, wie schön es doch wäre, wenn alles ein bisschen ruhiger und entspannter wäre. Und wer weiß, vielleicht hat der Winter doch so viel Kraft, dass er Heiligabend die Tür aufdrückt und hereingeschneit kommt. Ich würde ihn hereinbitten!
  • Leipzig, zweiter Akt – oder auch: Der Winter geht nicht, ohne einen Blick zurückzuwerfen

    Ich bin müde. Nächte in fremden Umgebungen. Draußen schneie es immer noch, sagt mein Vorzeigemodell. Er ist erstaunlich gut aus dem Bett gekommen und war schon in der Winterlandschaft, draußen, vor der Tür.

    Eigentlich bin ich eine Lerche. Frühes Aufstehen fällt mir eigentlich leicht. Heute nicht. Beim Frühstück im Gastraum unserer Pension kehren die Lebensgeister langsam zurück. Doch kein Lebenselixier, kein schwarzer Tee in Sicht.

    Als wir uns wieder auf den Weg zur Messe machen, muss es ein Tee im Pappbecher sein. Gierig, ich verbrühe mir Mund und Gaumen, schlürfe ich die heiße Flüssigkeit und werde wacher. Leipzig liegt unter einer dicken Decke aus Schnee und Eis. Ellenlange Eiszapfen hängen an den Altbauten, Straßenbahnen stecken fest, die Fahrbahnen sind vereist. Der Hauptbahnhof sei gesperrt. Dazu weht ein eisiger Ostwind, Flocken fallen vom Himmel, der ist eisgrau. Die Fahrt entpuppt sich als Schlitterpartie. Die Parkplatzanweiser der Messe sind dick vermummt, nur noch ein Sehschlitz lässt knallrote Haut erkennen und Augen erahnen. Wir parken in einer Schneewehe, schnappen unsere dicken Jacken, stapfen los. Cos-Player in Anime-Kostümen – hauchdünn und vollsynthetisch – in Ballerinas und mit nackten Beinen kommen uns entgegen. Ich friere bei dem Anblick noch mehr. Doch den ganzen Elsas, Harley Quinns und was weiß ich was, scheint die Kälte nichts *Achtung Wortspiel* anzuhaben.

    Wir möchten nur in die Halle, die wir gestern nur touchiert haben. Die „Länderhalle“, Partnerland Rumänien, aber auch andere Länder haben sich die allergrößte Mühe gegeben, die Literatur ihres Landes zu präsentieren. Äußert spannend, sehr ansprechend. Kinderbücher befassen sich mit ähnlichen oder gänzlich anderen Themen. Man kommt ins Gespräch, lauscht einer finnischen Lesung. „Finnisch,“ so die Übersetzerin, „klinge ein bisschen, wie wenn man sich den hintersten linken Backenzahn mit Zahnseide reinigt.“ Und dabei versucht, dem Liebsten mitzuteilen, dass er doch bitte noch Milch und Brot mitbringen solle, füge ich in Gedanken hinzu.

    Nebenan die nordirischen Länder. Hygge und Lykke, Astrid und Håkan, Hans-Christian.

    Und Österreich. Irgendwie duftet es hier verführerisch, untypisch für Messeduft. Es riecht irgendwie nach Mehlspeisen und Sachertorte – oder spielt mir mein Hirn hier gerade einen Streich, weil ich die österreichische Flagge gesehen habe?! Vorsichtig spähe ich unter den Tisch und erblicke tatsächlich ein verdächtig selbstgemacht aussehendes Kuchenstück. Der Österreicher ist mir sofort sympathisch, meinem Mann scheinbar auch, denn er fällt mit ihm in schallendes Gelächter. Ich höre Worte wie „das bisschen Schnee“ und „Ihr habt’s doch gar keine Berge“.

    Allerdings muss man sagen, draußen an den Scheiben der verglasten Übergänge von Messehalle zu Messehalle werden die Eiszapfen abgeschlagen. Teuflisch spitze Geschosse, die von den Glasbögen hängen.

    Und es füllt sich. Das gemütliche Treiben von gestern weicht dem für eine Messe so typischen Drängen, Drücken, Schieben und Schubsen. Noch zwei Anlaufstellen, so beschließen wir, dann geht’s hier raus.

    Als wir endlich den Ausgang erreichen, wickeln wir uns wieder in unsere dicken Jacken, stapfen zum Auto. Die Straßen sind immer noch nicht frei. Die Tiefgarage in der Leipziger Innenstadt, in der wir parken, steht unter Wasser. Die Autos enteisen, dicke graue Schnee- und Eisbrocken lösen sich in rasender Geschwindigkeit auf, Seenlandschaften auf dunkelgrauem Asphalt. Aqua Alta – nur nicht in Venedig. Um zum Aufzug zu gelangen, benötigt man eigentlich Gummistiefel.

    Wir haben Hunger und steuern Leipzigs wohl berühmtestes Restaurant an: Auerbachs Keller. Auerbachs Keller liegt in der Mädler Passage der Leipziger Innenstadt. Was vielleicht ein wenig seltsam anmutet, entpuppt sich als würdiger Ausklang für eine Buchmesse.

    So sagt man:

    „Wer nach Leipzig zur Messe gereist,

    Ohne auf Auerbachs Hof zu gehen,

    Der schweige still, denn das beweist:

    Er hat Leipzig nicht gesehn.“

    Und was soll ich sagen? Es war ganz wunderbar. Im Großen Keller sitzt man ein wenig wie im Bahnhofsatmosphäre – die gegenüberliegenden Weinstuben haben aus meiner Sicht etwas gemütlicheres – aber die Vielzahl an bunten Wandbildern aus Faust-Szenen, das alte dunkle Holz, der schöne Eingangsbereich und das fürsorgliche und sehr freundliche Personal machten dieses Mini-Manko wett. Auch hier: glutenfrei? Kein Problem! Einige Bewertungsportale im Internet äußern sich sehr kritisch, ich jedoch muss die Hilfsbereitschaft, aber vor allem die Kompetenz bei der Auskunft ausdrücklich loben.

    Gestärkt, aufgewärmt und etwas energetischer schlittern wir zurück zum Auto. Es schneit. Wen wundert’s. Etage -3 des Parkhauses wurde in der Zwischenzeit in „Leipziger Seenplatte“, Ausstieg in Fahrtrichtung links. Das Positive ist, dass nun der Sensor unseres Autos nicht bei Tempo 30 und weniger anfängt zu piepen, weil er denkt, dass wir kontinuierlich einparken wollen, denn auch dieser dicke Eisklumpen war – Etage -3 sei Dank – endlich abgetaut.

    Und das Fräulein Fliegenpilz wäre nicht das Fräulein Fliegenpilz, wenn es mit ihrem Angetrauten nicht doch noch einen Flohmarkt besucht hätte…aber darüber berichte ich ein anderes Mal!

    In diesem Sinne – bleibt neugierig, Euer Frøken Fluesvamp – Fräulein Fliegenpilz 🍄

    Leipzig – Frühstück, Buchmesse, Abendessen, Repeat

    Freitagmorgen. Ich reibe mir den Schlaf aus den Augen und blicke auf meinen Wecker. Er ist rosa und piept mir ein Liebeslied. Im Bett ist es noch so kuschelig, und draußen ist es so unbehaglich dunkel. Ich schwinge dann doch die Beine aus dem Bett, tappe ins Bad. Mein Vorzeigemodell macht Tee. Es geht heute nach Leipzig. Ein lang gehegter Wunsch geht in Erfüllung: Buchmesse! Eintauchen in fremde Welten, Abenteuer. Horizonte erweitern, Neues entdecken. Der Geruch eines neuen Buches: unbezahlbar! Eau de livre! Ich freu mich wie verrückt.

    Der Wind ist eisig kalt und weht uns hart ins Gesicht, als wir gen Auto gehen und die Koffer – einer ist leer und für die Schätze reserviert – ins Auto hieven. Es soll schneien, haben sie im Radio gesagt. Krümeliger Schneeregen kommt uns dann auch etwa 70 km vor Leipzig entgegen. Das bleibt eh nicht liegen, denken wir, doch wir sollten irren. Ab dem frühen Mittag – wir sitzen noch im schönen Café Grundmann und verspeisen ein leckeres Frühstück – schneit es dicke Flocken.

    Ein bisschen Leipzig, ein bisschen Wien – dieses Flair weht durch den mit dunklem Holz vertäfelten Raum. Frühstücksduft wabert umher, Kaffee, Eier mit frisch gebratenem Speck, Orangensaft. Unser Tisch ist so klein, dass wir in Etappen essen, doch es ist gemütlich und irgendwie beschaulich, obwohl die Hütte voll ist und die Bedienungen Tablett um Tablett in den Gastraum tragen. Die glutenfreien Brötchen sind köstlich, herrlich weich und duftig, schmecken zu süßem und herzhaftem Belag. Die Eier im Glas sind wachsweich und ausgesprochen lecker, Oliven und Kapernäpfel auf meinem Frühstücksteller „Barcelona“ sind von bester Qualität. Mein Vorzeigemodell bestellt das „Dublin“ und ist sichtlich zufrieden.

    An unserem Nachbartisch sitzen drei Geschäftsleute, gegenüber hat Mutti zum Geburtstagsfrühstück geladen und lässt sechs Gläser Sekt kommen – Chin Chin!

    Und draußen – fällt der Schnee in dicken Flocken.

    Auf unserem Weg zur Pension im nahegelegenen Markkleeberg legt sich das winterliche Weiß schon auf Äste und Büsche. Wir trotzen Väterchen Frost, ziehen uns ein Mäntelchen über und fahren zur Messe. Inzwischen liegen 5 cm Neuschnee. Der Wind bläst eisig, doch in den Messehallen ist es warm. Zum typischen Papiergeruch mischt sich der Geruch von nicht ganz frischem Bratfett und billigen Pommes, süßen Crêpes und Asia-Nudeln. Nicht besonders appetitlich. Doch mit den ersten Ständen kleiner Verlage, den ersten Gesprächen mit Autoren, Herausgebern und Illustratoren ist die olfaktorische Untermalung vergessen. Ich tauche ein wie ein Apnoetaucher in die Tiefsee, ohne Atemgerät, verlangsamter Puls, völlige Aufnahmebereitschaft, die Sinne aufs Schärfste eingestellt.

    Kostbarkeiten für den Kopf sind an jeder Ecke zu entdecken; manche liegen etwas verborgener. Es lohnt der zweite, der genauere Blick. Klassiker kindgerecht aufgearbeitet und detailverliebt illustriert, Kochbücher – heutzutage inflationär auf den Markt geschüttet – an den kleinen Ständen jedoch eine kleine, feine Auswahl. Und dazu ein nettes Gespräch, ein Austausch, Blättern im Ansichtsexemplar, und dann doch Technik: das Smartphone gezückt, ein Foto gemacht, ein Lesezeichen eingelegt, ein Eselsohr geknickt. „Schau mal hier! Sieh mal dort! Kennen Sie auch? Wie fanden Sie dies?“ Ein junges Mädchen steht neben mir an einem Aufsteller Hamburger Lesehefte, durchkämmt mit ihrer Freundin die Klassiker. Reclam sei ihr zu Gelb, verkündet sie vehement, doch äußerst charmant und sehr zur Belustigung der Umstehenden.

    Wir ziehen weiter, Gang durch Gang, Ecke um Ecke, Reihe durch Reihe. Mein Vorzeigemodell entschließt sich zwischendurch den Trolly aus dem Auto zu holen und kehrt ohne ihn wieder. Mein fragender Blick scheint ihn über die Köpfe der Menschen zu erreichen:

    „10 cm Neuschnee und eisiger Wind!“ ist seine Antwort.

    Als wir in die nächste Halle gehen, sehen wir die schönste Schneelandschaft, die man sich auf einem Messegelände vorstellen kann. Die hässlichen Absperrgitter sind gekrönt vom funkelnden Weiß, alles ist etwas stiller, leiser und sauberer. Ich träume von einem gemütlichen Sessel vor dem Kamin, meine Ausbeute neben mir ausgebreitet und ein dampfender Becher Tee neben mir. Doch diesen Gang nehmen wir noch mit, sparen uns die letzte Halle für morgen auf, stapfen durch den Schnee zum Auto. Das trägt Schneehaube und hat eine dicke Eisschicht unter den Flocken. Auf den Straßen schlittern wir sachte um die Kurven, erahnen unsere Fahrbahn mehr, als dass wir sie sehen, suchen im Leipziger Kiez einen Parkplatz irgendwo parallel zur Karl-Liebknecht-Straße.

    Wie auf Eiern hinken und schlittern wir über den Bürgersteig, öffnen die Tür des ersten Cafés und werden leider enttäuscht: kein freier Platz, es ist Messe.

    Als wir wieder draußen in der schneidenden Kälte stehen, spricht uns ein junges Mädel an, ob sie uns helfen könne. Wir faseln von Hunger und Durst und glutenfrei und bekommen kurzerhand zwei Tipps, landen dann in der Symbiose und werden belohnt.

    Leipzigs Veganer Treffpunkt ist unglaublich gemütlich, herrlich warm, und es duftet köstlich. Die Speisekarte ist in alte Bücher vom Flohmarkt geklebt, also wähle ich aus „Bildband Brasilien“ den Lupinenburger mit glutenfreiem Brötchen, der Göttergatte die Wirsinglasagne aus „Schloss Sanssouci“. Dazu gibt es Tee aus Nanaminzeblättern und eine Proviant-Spezi. Wir tauen auf, dann freuen wir uns über das köstliche Essen.

    Unsere charmante Kellnerin entschuldigt sich für das glutenfreie Brötchen, doch ich finde es ziemlich gut, das Chutney herrlich würzig und die Kàsecreme kräuterig. Die Wirsinglasagne mit Tomaten-Sojahackfüllung duftet verführerisch. Ich spieße meine Gabel hinein und finde auch dieses Gericht grandios. Nach der ersten Kanne Pfefferminztee bin ich aufgetaut und freue mich über den glutenfreien Nachtisch – glutenfreier Buchweizen-Beeren-Crumble mit einer ordentlichen Prise Zimt.

    Mit unserer Sitznachbarin aus München kommen wir ins Gespräch und tauschen uns über Sehenswürdigkeiten unserer Wohnorte abseits der touristischen Pfade aus. Schnell werden Papier und Stift gezückt, die Tipps notiert. Das Blut ist derweil in den Bauch gerutscht, die Augen werden müde, der Kopf schwer – wir müssen noch zurück durch den Schnee. Und es hört nicht auf zu schneien.

    Als wir in unserer Pension ankommen, heißt es nur noch:

    Dusche, Schlafanzug, Bett.

    Der Fernseher wiederholt eine Sendung von Hape Kerkeling. Es endet mit „Hurz“.

    „Der Wolf. Das Lamm auf der ‚verschneiten‘ Wiese!“ denke ich.

    Halb lachend sinke ich in den Schlaf… morgen ist ein neuer Tag.

    Low Carp, Wintersuppe und ewiges Gemecker – ODER: in 11 Monaten stecken wir wieder mitten im Advent

    Wenn Du Essen auf dem Tisch und Liebe im Herzen hast, kannst Du nie lange unglücklich sein. (Böhmisches Sprichwort)

    Die Feiertage sind längst vergangen, der Alltagstrott hat uns langsam wieder und nach und nach erlischt auch der letzte Schwibbogen, die letzte Lichterkette. Und auch der letzte beleuchtete Vorgartenstrauch macht die Lichter aus. „Hoffentlich wird’s bald wieder heller!“ „Ich bin froh, wenn Januar und Februar rum sind!“ „Diese schreckliche graue Jahreszeit!“ „Und jeder ist erkältet!“

    So oder so ähnlich tönt es doch über die Flure im Büro, im Bus oder in der Straßenbahn zur Arbeit, im Supermarkt, während man mit halbem Oberkörper über der Tiefkühltruhe hängt und nach einer 1-Liter-Packung Double-Fudge-Chocolate-Strawberry-Cheesecake-Swirl-Cookie-Dough-Crazy-Caramel fischt.

    „Schon wieder fast alle! Also, da will man sich EINMAL was gönnen. Einmal!“ empörtes Schnauben, entrüstete Blicke, zustimmendes Gemurmel. „Und dann immer diese Fresserei an den Feiertagen!“ Wieder bestätigendes Kopfnicken. „Zum Sport kannste auch grad‘ nicht gehen. Alles voll, ALLES VOLL!“ Zustimmendes „Hmm..“, „Jaaa“. Der Eisbox-Fischer schwadroniert weiter: „Ne, kriegste keinen Fuß anne Erde! Echt, und immer diese Fresserei. Gut, dass das vorbei ist. Echt gut! Und dann wird’s ja GOTT SEI DANK EEEENDLICH heller!“ Abschließendes Schnaufen. „Hmmm…ja, ja endlich!“ brummen die Herumstehenden. „Ne, also diese Feiertage…gut, dass das vorbei ist.  Ursel?! Wie hieß das doch, Ursel? Ursel!“ Ursel blickt plötzlich auf. „Was Heinz?“ „Na, was da überall inne Zeitung steht! Dieses Diät-Ding. Low Carp (es klingt wie Lau Karp) war das doch!“ Ursel blickt verdattert in Heinzens Gesicht. „Wovon redest Du? Heinz, Du hast da wieder irgendwas aufgeschnappt.“ Heinzens Wangen röten sich merklich. Von wegen ‚aufgeschnappt‘! Eingeschnappt ist er, denkt sich Ursel und will ihm den Einkaufswagen entwenden. „Nee, Ursel, jetzt schau Dir das doch mal an!“ Ursel schaut mit leerem Blick in die Gefriertruhe. „Siehste!“ Ursel sieht die Familienpackung Double-Fudge-Chocolate-Strawberry-Cheesecake-Swirl-Cookie-Dough-Crazy-Caramel und versteht kein Wort. „Heinz?! Was willst Du?“ „Na, das ist doch lau karp!“ Ursel verdreht innerlich die Augen. „Ne!“ macht sie nur. „Aber das ist doch kein Brot!“ „Heinz!“ zischt Ursel. Heinz zieht einen Flunsch. Ursel wittert ihre Chance und schiebt mit dem Wagen zum Gemüse. Heinz schlurft hinterher. „Der Name war eh doof!“ sagt Heinz. Ursel nickt zustimmend, recht hat er, der Heinz.

    Name doof, Januar doof, Februar doof, Feiertage doof, Lichterketten doof – halt, bitte?

    Also, nun wollen wir doch bitteschön mal eine Lanze brechen für den Januar und den Februar! Wer war denn Sonntag draußen? Alle mal Hände hoch, die draußen waren! Und? War schön, oder? Klirrend kalt, sonnig, schöne Luft?! Ja, oder?! So! Wer ist danach mit rosigen Wangen in ein heißes Wannenbad gefallen oder aufs Sofa mit dicken Wollsocken an den Füßen? Aha! Nebenbei bemerkt, eine Freundin von mir hatte einmal angemerkt, dass ihr Leute, die keine Wollsocken mögen, suspekt sind. Dem kann ich mich nur anschließen. Aber wo waren wir? Ah ja! So, und wer hat sich gestern darüber gefreut, dass der Nachbar von gegenüber noch seine Lichterkette am Forsythien-Busch hatte? So!

    Wer hat sich nicht um eine Woche Advent betrogen gefühlt? Aha! Da haben wir’s!

    So, und bevor man das nächste Mal in das allgemeine Gemecker einsteigt, zustimmend nickt und grummelig vor sich hinmurmelnd zur Kasse schiebt, greife man doch beherzt die Familienpackung Double-Fudge-Chocolate-Strawberry-Cheesecake-Swirl-Cookie-Dough-Crazy-Caramel aus der Tiefkühltruhe und trage sie stolz Richtung Kasse, erfreue sich an den noch hängenden leuchtenden Lichterketten und brösele sich – zu Hause angekommen – ein wenig übrig gebliebenen Spekulatius auf seine Scheibe Eis und erfreue sich, dass sie noch da sind.

    Und während man auf dem Sofa liegt, den Nachtisch vorm Hauptgericht verzehrt, denke man daran, dass man in etwa 11 Monaten wieder voll in der Adventszeit steckt. Herrlich!

    Auf dem Herd köchelte Sonntag übrigens ein Süppchen, dessen Rezept ich Euch nicht vorenthalten möchte.

    Du brauchst:

    • ca. 4 Stangen Mangold oder zwei große Hände Spinat
    • 1 kleine Dose Kichererbsen
    • 1 kleine Dose Tomaten
    • 1 Zucchini
    • 1 Stange Porree
    • 2 – 3 Möhren, gern bunt
    • 1 Knoblauchzehe
    • Olivenöl
    • Salz & Pfeffer

    Optional:

    • gehobelter Parmesan
    • geröstetes Weißbrot

    Als erstes schneide den Porree in Scheiben, wasche den Mangold oder Spinat und schneide ihn auch in feine Streifen. Würfele die Zucchini und schäle die Möhren, würfele sie ebenfalls.

    Nun gibst Du Olivenöl in einen Topf und schwitzt die Knoblauchzehe darin an. Nimm die Knoblauchzehe raus, bevor sie verbrennt und bitter wird. Dann reduziere die Hitze und schwitze den Porree und die Möhren an. Füge die Zucchini-Würfel und die abgetropften Kichererbsen sowie die Tomaten hinzu. Rühre alles gut um und erhöhe die Temperatur. Lass alles gut etwa fünf Minuten köcheln. Füge dann den Mangold oder Spinat hinzu. Wenn Dir die Suppe noch zu dick ist, gebe etwas Wasser dazu. Schmecke mit Salz und Pfeffer ab. Fertig!

    Köstlich ist die Suppe, wenn Du dazu geröstetes (glutenfreies) Weißbrot reichst. Und über die Suppe ein wenig geriebener Parmesan – köstlich!

    Und nun ausnahmsweise ab aufs Sofa, den Suppenteller vor den Bauch geklemmt und Essen fassen!

    Viel Spaß beim Nachkochen!

    Entensauna – Vegetarischer Wintersalat

    Vor einigen Jahren schlug ich dem Mann an meiner Seite vor, dass seine Eltern, meine Schwiegereltern, doch gern an einem Feiertag zu uns kommen könnten. Ich wollte mich an einer Ente versuchen, mit Beilagen. Der Supergau ereignete sich in dem Moment, als am Tag vorher das Telefon klingelte und meine Schiegereltern mitteilten, dass ihr Auto das Zeitliche gesegnet hatte. Mein Göttergatte, perfekter Sohnemann und Vorzeigeschwiegersohn, schwang sich also ins Auto und holte die Altvorderen ab und kutschierte sie zu uns und abends wieder nach Hause.

    Ich war dann mit der Ente allein. Die Küche glich einem Schlachtfeld: Die Ente schmorte im Ofen, die Knödel im Topf blubberten, die Kroketten im Ofen brieten, die Sauce kochte über, der Rotkohl hinterließ lustige rote Sprenkel an den Küchenfliesen. Und ich selbst sah aus, als wenn ich gerade einen finnischen Saunamarathon absolviert hatte. Wenn man in der Sauna sitzt und der Saunameister charmant den Raum betritt und fröhlich säuselt: „Guten Tag meine Damen und Herren. Ich habe Ihnen heute als Duft für den Entspannungsaufguss ‚Fichtennadel‘ mitgebracht!“ sagte mir mein imaginärer Küchensaunameister: „Guten Tag Kristina! Entspannungsmodus haben wir heute nicht, und – oh – ich sehe schon, ins Schwitzen kommst Du ja schon ganz großartig. Da wird Dir dieser Aufgussduft guttun – ‚Entenbraten‘!“ Und fröhlich schwenkte er das Geschirrtuch.

    Die Fenster hatte ich inzwischen schon groß aufgerissen, und draußen waren ausnahmsweise mal eisige Temperaturen. Ideal für die Abkühlphase. Ich lief aber immer noch auf Hochtouren und beschloss: Nie wieder!

    Bei Schwiegereltern hatte ich mich aber in die Herzen – oder in den Magen – gekocht. Sie schmatzten als gäbe es kein Morgen. Mission completed!

    Dieses Jahr brutzelt bei mir keine Ente oder Gans im Ofen. Ich bin raus! Das machen dieses Jahr andere.  Außerdem frohlockt für mich nach den Feiertagen immer das Käsebrot!

    Und gestern kredenzte ich einen vitaminreichen, vegetarischen Wintersalat, der auch schnell vegan abzuwandeln ist und wirklich köstlich war. Et voila!

    Für den Salat:

    • 2 kleine Knollen Rote Bete
    • 2 Wurzeln
    • 1 halbe rote Zwiebel
    • 100 g Feta
    • 2 EL Sonnenblumenkerne
    • 1 kleiner Granatapfel
    • 2 Handvoll Feldsalat
    • 1 kleines glutenfreies Baguette oder Weißbrot (in Würfel geschnitten)
    • Salz und Pfeffer

    Für das Dressing:

    • 1 große Orange
    • 2 EL Honig
    • Olivenöl

    Zunächst den Ofen auf 190 Grad vorheizen. Die Rote Bete und die Wurzeln schälen. Ich würde Euch empfehlen, sowohl für die Rote Bete-Knollen als auch für den Granatapfel Einmalhandschuhe zu verwenden, weil beides stark färbt. Die Zwiebel schälen und alles in breite Streifen schneiden bzw. die Wurzeln längs halbieren. Eine Auflaufform mit Olivenöl fetten und das Gemüse in die Form geben.

    Nun das Dressing vorbereiten. Dafür die Orange halbieren und eine Hälfte so häuten, dass kein weiße Haut mehr vorhanden ist. Alles in feine Scheiben schneiden und beiseite stellen. Die andere Hälfte auspressen und den Saft in ein Marmeladenglas mit Schraubdeckel geben. Den Honig hinzufügen und mit der gleichen Menge Olivenöl das Glas auffüllen. Das Glas fest verschrauben, testen, ob es dicht ist und dann kräftig schütteln, sodass sich alles gut miteinander vermengt.

    Drei EL von dem Dressing über das Gemüse in der Auflaufform geben und mit Salz und Pfeffer würzen. Gut mischen und die Form für 30 bis 40 Minuten in den Backofen stellen. nach der Hälfte der Zeit das Gemüse wenden.


    Währenddessen kann der Feta-Käse zerkrümelt und das Brot oder Baguette in Würfel werden. Gebt das Brot in eine kleine Auflaufform oder auf ein kleines Backblech und beträufelt es mit Olivenöl. Backt das Brot die letzten 15 Minuten mit im Ofen.

    Den Granatapfel halbieren und die Kerne auslösen. Der Granatapfel hinterlässt echt schöne Farbtupfer und -spritzer; am besten Ihr entkernt ihn über der Spüle und tragt eine Schürze.

    In der Zwischenzeit putzt Ihr den Feldsalat und röstet die Sonnenblumenkerne kurz ohne Öl in einer Pfanne an.

    Das Gemüse müsste nun auch fertig sein. Nehmt die Form aus dem Ofen und lasst es ein wenig abkühlen. Auch das Brot solltet Ihr nun aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.

    Dann könnt Ihr mit dem Anrichten beginnen:

    Beginnt mit dem Feldsalat, legt dann das Röstgemüse darauf, streut etwas Feta darüber, Granatapfelkerne, Sonnenblumenkerne und die gerösteten Brotwürfel, gebt etwas von dem Orangen-Olivenöl-Honig-Dressing über den Salat und fertig!

    Und für die vegane Variante nehmt Ihr anstatt Honig einfach Agavendicksaft und lasst den Feta weg.


    Guten Appetit und ein frohes Weihnachtsfest wünscht Euch

    Euer Frøken Fluesvamp – Fräulein Fliegenpilz