Grüezi miteinand – glutenfrei durch Zürich 

Jetset-Leben wäre eindeutig nichts für mich! Falls ich irgendwann einmal daran zweifeln sollte, setzt mich innerhalb kurzer Zeit in ein Flugzeug. Freitag hin, Sonntag zurück. Uff…Samstagmorgen sah ich aus wie ein invertierter Panda – keine schwarz-umrandeten Augen, nein – weiße Augenringe! Wie machen das diese Jetsetter bloß? Wäre mir viel zu anstrengend! Außerdem würden mich Jogginghose und Schlafanzug arg vermissen.

Doch es gibt Momente, die sind jedem Menschen wohl so wichtig, da setzt man sich sogar mit leichter Flugangst in so einen metallenen Adler. Eine ganz liebe Freundin, die ich manchmal so sehr vermisse, dass es fast weh tut, hat mich und meinen Hasen eingeladen, in die Nähe von Zürich. 30. Geburtstag, Thema: Schweiz! Spannend!

Ist die Schweiz mehr als Raclette, Rösti, Ricola? Chäsfondue, Aromat, Gipfeli? Mehr als „chhhh“ und Heidi?

Ja!

Die Schweiz ist schön und vielseitig und echt eine Reise wert!

Bereits im Flieger wurden wir mit einem freundlichen „Grüezi“ begrüßt. Das angebotene Baguette wurde kurzerhand durch einen glutenfreien Quinoasalat ausgetauscht. Die Sonne schien golden über den Wolken…muss die Freiheit wohl grenzenlos sein…*summ*

Bei unserer Landung in Zürich dämmerte es bereits. Es herrschte Stille am Flughafen. Es war spät, fast 22:00 Uhr. Der Shuttle brachte uns zum Hotel. Außer zu einer ausgiebigen Dusche waren wir zu nichts mehr fähig.

Der Samstagmorgen empfing uns mit strahlendem Sonnenschein. Das Frühstück im Hotel war abwechslungsreich – von Obstsalat, Rührei mit Speck, Würstchen, Porridge, über Schweizer Käse, regionale Wurst und glutenfreie Brötchen.

Und was tun, wenn man denn schon mal dort ist? Zum Züri-See! Von unseren vergangenen Besuchen bereits bekannt, immer wieder einen Ausflug wert und eine Oase in der trubeligen Großstadt. Wenn die Sicht so klar ist, sieht man sogar die Alpen der Kantone Graubünden, Schwyz und Glarus. Der Himmel blau, der See glitzernd im Sonnenlicht. 


Die größte Stadt der Schweiz und Hauptstadt des gleichnamigen Kantons überzeugt durch ihre Natur, durch ihre Internationalität und gleichzeitig ihren Nationalstolz.

Sehenswürdigkeiten gibt es in Zürich viele. Worauf die Wahl fallen sollte? Es kommt ein bisschen darauf an, ob man sich drinnen oder draußen aufhalten möchte. Bei 26 ° C, klarer Sicht und ebenso klarer Luft entschieden wir uns für „draußen“. Ein Besuch im „Schweizer Heimatwerk“ am Ufer der Limmat, Flanieren durch die Zürcher Altstadt, eine Tour über den Flohmarkt, einen Abstecher zum Tibits by Hiltl, ein Picknick am Züri-See: Unser Programm für einen halben Züri-Tag. 


Natürlich bieten sich noch viel mehr Möglichkeiten – für Kunstinteressierte z. B. ein Besuch des Fraumünsters mit den Chagall-Fenstern, einen Ausflug ins mittelalterlich anmutende Rapperswil, das man mit einer Bootstour über den Züri-See erreicht, eine Wanderung auf den Uetliberg, zahlreiche Museen, der Zoo…

Alles erreicht man leicht – das öffentliche Verkehrsnetz Zürichs ist großartig und recht einfach zu verstehen und die Tickets preislich nicht viel teurer als in anderen Großstädten. Allerdings: Zürich selbst ist teuer. So wird Zürich seit Jahren neben Genf zwar als eine der Städte mit der weltweit höchsten Lebensqualität, aber zugleich mit den höchsten Lebenshaltungskosten gelistet. Das merkt man schon. Eine Übernachtung in Zürich direkt ist nahezu unerschwinglich, die Jugendherberge allerdings eine gute Alternative. Da das Streckennetz wie erwähnt gut ausgebaut ist, lohnt sich auch ein Blick auf die Seiten der Hotels am Flughafen – eben außerhalb Zürich-Stadt.

Hilfreiche kulinarische Links:

TibitsVegetarisches und veganes Restaurant, Take Away und Catering, Seefeldstrasse 2, (Ganz in der Nähe der Oper.)

Das Tibits gefällt mir sehr gut, weil man sich aus einer großen Auswahl Speisen eine leckere Mischung zusammenstellen kann, und das eben auch zum Mitnehmen. Ideal für ein Picknick am Züri-See. Verleitet wird man natürlich schon durch die Größe der Take Away-Boxen, und als Zöli natürlich, weil die Auswahl glutenfreier Speisen riesig ist. Auch kleine glutenfreie Brötchen und kleine glutenfreie Kuchen sind im Angebot.


Taboa – A glutenfree wonderland, Albisstraße 48,
(Ebenfalls in der Nähe der Oper, nur noch ein Stück weiter auf der linken Seite.)

Stell Dir eine kleine Welt vor. Eine Welt, in der Du ohne Bedenken und Sorgen einkaufen, essen und schlemmen darfst. Einen Ort, an dem Du glutenfreie Produkte aus der ganzen Welt findest. Ein glutenfreies Wunderland: Das ist Taboa!

Bindella-Restaurants – Beispielsweise das Ristorante Santa Lucia, Theaterstrasse 10
(Ebenfalls in der Nähe der Oper.)

Ein Blick auf die Internetseite lohnt sich. In der Schweiz gibt es einige kleine zu der Famiglia Bindella gehörige Restaurants, Bars und Bistros. In den Restaurants wird glutenfreie Pasta angeboten.

Ja, die schöne Schweiz! 

Und doch: Jetzt sitze ich wieder auf  Æblerø, genieße die Wärme, freue mich gleich auf glutenfreie Gnocchi und einen schönen Abend mit meinem Hasen. Ohne Großstadt, ohne Flughafen, ohne Jetset-Leben und sage: 

„Sorry, we are…


Müde Grüße,

Frøken Fluesvamp