Von Gram Slot, Sankt Hans und einem köstlichen Omelette

Wir hatten Urlaub, mein Vorzeigemodell und ich. 14 wundervolle Tage. 14 Tage mit bestem Wetter.

An einem dieser Abende sitzen wir auf unserem Sofa in unserem dänischen Ferienhaus und schauen abwechselnd Prospekte an und aus den Fenstern, die bis auf den Boden reichen. Blick auf die Dünen und den endlos weiten Himmel. Zugegeben – das Possesivpronomen hat nur eine 14-tägige Gültigkeit. Doch diese 14 Tage ist es eben unser Haus, sind es unsere vier Wände, ist es unser Sofa und unsere Terrasse.

Gestern waren wir schwimmen in der Nordsee. Es kostete keine Überwindung, denn der ablandige Wind und die 33 Grad sorgten dafür, dass man ohne zu zögern in die spiegelglatte Nordsee tauchte, sich irgendwann auf den Rücken drehte und sich treiben ließ.

Über Nacht kam dann der Temperatursturz. Heute Wind, viel Wind und 16 Grad. Wir schmeißen den Kamin an und sitzen da, schauen auf die Flammen, ins aufgeschlagene Prospekt, nach draußen in den Himmel und die Sonne, die einfach nicht untergehen will. „Lyse nætte“ nennen die Dänen das, helle Nächte. An Sankt Hans Aften, also am 23. Juni, standen wir alle ums Feuer und sangen die „Midsommervisen“. Barfuß in kurzen Hosen – alles Sommerverliebte, alle gleich und alle in Einigkeit. Let‘s hygge beschreibt es so: „Ganz Dänemark versammelt sich zur Dämmerung am Strand, zündet ein Feuer an, singt ein Lied, trinkt ein Bier, schaut zu wie die Hexe brennt, trinkt noch ein Bier, und geht wieder nach Hause.“ Aber das Wichtige ist doch – die Menschen einigt die Zeremonie, das Beisammenstehen, das Singen.

Kurze Zeit später erhielten die Abiturienten in Dänemark ihre „Abschlusskappen“. Zum bestandenen Abitur wünscht man sich auch „Tillykke med huen“. Denn jede(r) Reifegeprüfte erhält eine schicke Kappe mit eingesticktem Namen.

Bild von Mousse and Pen Illustration

Am Tag drauf ist das Thermometer wieder auf die 23 Grad geklettert, und wir haben uns für einen Besuch des Gram Slot entschieden. „Sollen wir ein Schloss kaufen, Schatz?“ soll die Frage gewesen sein, die der Schlossherr seine Frau (oder auch umgekehrt) im Jahr 2007 halb im Spaß, halb im Ernst gestellt haben soll.

Gram Slot stand für 25 Jahre leer. Es sollte wieder mit Leben gefüllt werden. Und nun – nach einiger Zeit – erstrahlt das Schloss im Herzen Sønderjyllands im neuen Glanz. Kein pompöses Schickimicki. Nein! Gram Slot wird buchstäblich genutzt. Ein lebendes Kulturerbe sozusagen, in dem viele verschiedene Events stattfinden: Konzerte, Festivitäten, Kurse und Konferenzen. Aber nicht nur das: Gram Slot betreibt Landwirtschaft in großem Stil – biologisch!

In dem großen Hofladen mit Café gibt es Mehle verschiedenster Sorten, Kaffee und Säfte ne Öle.
Die Familie lebt im ältesten Flügel des Schlosses – dem Ostflügel – um 1470 erbaut. Süd- und Westflügel sind öffentlich zugänglich und werden für die Veranstaltungen und für Führungen genutzt.

Im Café selbst herrscht angenehm ruhige Trubeligkeit. Wir schauen in die kleine, aber feine Karte und entscheiden uns nach kurzer Beratung mit der herzlichen Bedienung für Carpaccio und Omelette. Das Omelette ist glutenfrei. Um sicherzustellen, dass bloß kein Malheur passiert, brüllt die freundliche Dame aber nochmal in die Küche: „Omeletten skal være glutenfri! Pigen kan ikke tåle gluten!“

Und das Mädchen, das kein Gluten tolerieren kann, erhält eine fantastische Portion eines glutenfreien Omelettes.

Herrlich ist es dort. Inzwischen füllt es sich langsam mit Menschen unterschiedlichen Alters. Manche möchten Kaffee, andere einen Happen Herzhaftes.

Wir schlendern hinaus, gehen an den Getreidefeldern vorbei, an dessen Rändern Kornblumen stehen. Es fühlt sich an wie früher, als man als Kind durch die Felder gelaufen ist.

Nun sind wir zurück aus der Herzensheimat. Eine Woche ist schon wieder rum. Und Omelette gab’s heute. Ein Käse-Schinken-Omelette à la Gram Slot.

Rezept

  • 3 Bio-Eier
  • Salz und Pfeffer
  • etwas Sahne
  • 2 Scheiben Bio-Kochschinken, in Streifen geschnitten
  • gewürfelten Käse, z. B. Comté oder Nordseekäse oder ähnlichen würzigen Käse
  • Öl für die Pfanne und für den Salat
  • Essig
  • etwas Salat
  • ein paar Tomaten
  • Schneidet den Salat klein, teilt die Tomaten und gebt alles in eine Schüssel. Gebt Essig und Öl darauf und ein paar der Käsewürfel. Vermengt alles und stellt es beiseite.
  • Schlagt die Eier in einer Schüssel auf. Gebt Salz und Pfeffer nach Belieben dazu, ebenfalls einen Schuss Sahne. Vermengt alles mit einem Schneebesen.
  • Gebt Öl in eine Pfanne. Wenn das Öl heiß ist, gebt die Eier hinein. Lasst das Ei bei kleiner Hitze stocken. Auf die eine Hälfte gebt Ihr Käse und Schinken. Klappt das Omelette zusammen und versucht, wenn es recht fest ist, in der Pfanne zu drehen.
  • Teilt das Omelette in der Mitte und richtet es mit dem Salat auf den Tellern an!
  • Vel bekomme!
  • Es grüßt Euch herzlich Euer

    Frøken Fluesvamp – Fräulein Fliegenpilz 🍄

    Auf Pflanzen-Pirsch in der dänischen Heidelandschaft – Und plötzlich wird der Blick ganz weit

    Früher, als ich noch klein war und mit meinen Eltern im Auto ohne Klimaanlage und ohne Anschnallgurte auf der Rückbank und ohne elektrische Fensterheber in den Urlaub fuhr, hatte ich am Tag vor der Rückreise immer eine ganz große Angst – ich hatte nicht genügend Meeresluft eingeatmet. Ich war mir sicher, dass ich den Duft von Meer und Salz nicht in ausreichendem Maße in meine Lungen gepresst hatte. Ich war noch nicht ausreichend durch die Heide gewandert, hatte noch nicht genügend Muscheln gesammelt, hatte noch nicht in zufriedenstellendem Maße dem Kiefernrauschen gelauscht. Kurzum: Ich war einfach noch nicht fertig mit Urlaub. Und so atmete ich noch kräftiger ein, noch tiefer, bis mir fast schwindelig wurde, legte mein Ohr noch dichter an die Holzwand des Ferienhauses, stromerte noch weiter in die Heidelandschaft hinein und suchte noch mehr Muscheln. Mit dem Ziel, genügend im Vorrat zu haben. Bis zum nächsten Mal.

    Am Abfahrtstag selbst breitete sich immer eine gehörige Portion Übelkeit aus. Auch heute noch. War der Appetit in den letzten Tagen – gestärkt durch Meeresluft und ausgedehnte Spaziergänge – ausgeprägt, so war und ist er an diesem Tage eher verhalten.

    Irgendwann entstand auch eine ganz eigene Zählweise der noch vor uns liegenden Urlaubstage. Hatte man 14 Tage gebucht und war am Samstag angereist, so hatte man am Samstag drauf nicht noch 7 Tage, nein, man hatte 14 Tage: 7 Vor- und 7 Nachmittage. Völlig logisch.

    Zum Glück liegen noch einige wunderbare Urlaubstage vor uns, sodass an Abreise noch gar nicht zu denken ist.

    Die Tage sind zudem lang. Die Sonne taucht erst in allen erdenklichen Rot-, Gelb- und Lilatönen um 22:30 Uhr ins Meer, und der Himmel ist so unglaublich weit. Um 23:30 Uhr gehen wir langsam ins Bett, nur um gegen 7:00 Uhr wieder die Augen zu öffnen. Es ist schließlich schon seit 3 Stunden hell.

    Heute sind wir am Nachmittag – der dänische Sommer hatte morgens eine kurze Pause eingelegt – durch die angrenzende Heide- und Dünenlandschaft gewandert.

    Schwarze Krähenbeere
    Blut-Storchschnabel
    Scharfer Mauerpfeffer (eine Sedum-Art)
    Sand-Thymian
    Gemeiner Hornklee
    Ebenfalls: Gemeiner Hornklee
    Kleiner Sauerampfer
    Bunter Feld- und Wiesenstrauß mit echtem Labkraut, Grasnelken, Kornblumen und Acker-Gänsedisteln

    Mittsommer/St. Hans-Kranz

    Zugegeben – wir waren ein klein wenig mit Wildkräuter-App und Naturführer bewaffnet, aber das hat dem Entdecken keinen Abbruch gegeben. Im Gegenteil: Der Perspektivwechsel stellte den Blick scharf für das Kleine, Verborgene. Wir entdeckten plötzlich Grashüpfer

    und Distelfalter.

    Und so erfuhren wir mal so ganz nebenbei eine interessante Geschichte:

    Das echte Labkraut, auch Bettstroh der Jungfrau Maria genannt – das in dem Strauß mit den sehr kleinen, gelben und rispenartigen Blüten – soll der Legende nach in der Krippe des Jesuskindes gelegen haben. Allerdings ist der Kern der Legende noch sehr viel älter: Bevor der christliche Glaube in Skandinavien verbreitet wurde, hat man das wohlriechende Labkraut mit der Göttin Freja verbunden. Freja ist die Göttin der Liebe. Die uralte Tradition besagte, dass das echte Labkraut auf das Bett einer Gebärenden gestreut werden sollte. Die Kirche indes war gegen diesen heidnischen Brauch, konnte sich aber nicht durchsetzen. Schließlich stimmte sie zu, die Pflanze der Heiligen Jungfrau Maria zu widmen.

    Klitzekleine „Kloge Ove“ (Klugscheißer)-Grüße sendet Euch Euer Frøken Fluesvamp – Fräulein Fliegenpilz 🍄

    Napoleon, Disco und ein glutenfreies Kaffeekränzchen – Dänische Napoleonshatte

    Jedes Land, jedes Bundesland, jede Stadt, sogar jede Region hat für sie typische Backwaren. Hannover, die niedersächsische Landeshauptstadt, Provinzhauptstadt, soll bekannt sein für den Zuckerkuchen. Nun kann man über Hannover sagen und denken, was man will – manche sagen „nichts ist doofer als Hannover“ – und über Zuckerkuchen gibt es auch geteilte Meinungen. Ich für meinen Teil wollte früher nie nach Hannover ziehen, habe es dann aber doch zehn Jahre in einem grünen Stadtteil ausgehalten, und früher hätte ich dem Zuckerkuchen ein Stück Streuselkuchen vorgezogen. Heute wohne ich im sogenannten Speckgürtel von Hannover und bereite ab und an mit viel Vergnügen glutenfreien Kuchen zu – da schließt sich der Kreis.

    Und wo wir gerade bei „Backwaren “ sind. Eine von Hannovers bekanntesten Diskotheken, ganz in der Nähe des Hauptbahnhofs, sorgte im zarten Alter von etwa 12 Jahren bei mir für Verwirrung. Heute mit dem Kosenamen „Baggi“ genannt, liegt der Tanzschuppen am Raschplatz. Sein „richtiger“ Name lautet „Bhagwan“. Das klang für mich wie „Backwaren“ und ich fragte mich im vorpubertären Alter, was „Backwaren“ mit Disco zu tun haben, ob die in dem Tanzpalast Brötchen backen und warum man hier von einer Sekte sprach. Eine Brötchen backende Sekte? Das Rätsel wurde – nachdem sich die Mitinsassen im Auto vor lauter Lachen ausgeschüttet hatten – gelöst, und ich wusste dann, dass der indische Guru Bhagwan Shree Rajneesh Namens- und wohl auch Geldgeber für die heute auch als „Osho“ bekannte Disco war.

    In der „Baggi“ war ich schon Jahre nicht mehr. Was Backwaren angeht, so ist mein Interesse an glutenfreien Teilchen stark gestiegen. Doch Parallelen gibt es natürlich – in meinem Yoga-Castle singe ich und tanze ich – gern auch barfuß wie einst die Baggi-Jünger – zu Musik von der Platte. Erst kürzlich zwitscherten mir „Eurythmics“ süße Träume ins Ohr, während ich süße Teilchen backte. Genauer gesagt: Napoleonshatte (dän. für „Napoleonshüte“) womit wir wieder am Anfang wären:

    Jedes Land hat seine typischen Backwaren.

    In Dänemark sind es u. a. dreispitzige Mürbeteilgteilchen mit einer Marzipankugel gefüllt und der Boden mit dunkler Schokolade bestrichen. Eine Köstlichkeit, der ich von Kindheit an verfallen bin und die eben „Napoleonshüte“ heißen.

    Napoleon allerdings muss ein ziemlich ungemütlicher Tischpartner gewesen sein. Einigen Quellen zufolge aß Napoleon sehr schnell, und bei Tisch redete er nie. Meist war er nach zehn bis 15 Minuten fertig. Das entspricht so gar nicht der dänischen Kaffeetafel, bei der man – auch nach Siegfried Lenz – so ziemlich den gesamten Abend verbringen kann, bis man sich die Bäuche streichelt und sich ggf. einen klaren, kalten Aquavit als medizinischen Schlummertrunk einverleibt, damit man die Nacht überlebt.

    Der ungemütliche Napoleon jedenfalls war eben kein Däne. Das köstliche Gebäck ist trotzdem nach ihm bzw. seinem Hut benannt. Wäre es ein Schwein gewesen, hätte man es in Frankreich umbenennen müssen – denn selbst Jahrzehnte nach Inkrafttreten des Gesetzes, welches der selbst gekrönte ehemalige Kaiser von Frankreich selbstverständlich selbst erlassen hat, ist es in Frankreich heute immer noch untersagt, ein Schwein den Namen „Napoleon“ zu geben. Das wohl berühmteste Beispiel ist der 1945 erschienen Roman „Die Farm der Tiere“ von Georg Orwell, der das aufständische Schwein „Napoleon“ nannte; in der französischen Version jedoch heißt es „César“.

    Napoleon Bonaparte soll allerdings auch einmal gesagt haben:

    Man kann keinen Eierkuchen backen, ohne ein paar Eier zu zerschlagen.

    Zugegeben – das stand sicherlich in einem anderen Zusammenhang, allerdings ist dies doch ein wunderbarer Übergang zu meinem Rezept (für das man übrigens auch Eier benötigt…).

    Man braucht:

    Für den Mürbeteig

    • 90 g Puderzucker
    • ca. 280 g helle, glutenfreie Mehlmischung (z. B. Dr. Schär Mix C oder Hammermühle hell)
    • 3 EL Flohsamenschalen
    • 3 TL Johannisbrotkernmehl
    • 2 TL Xanthan
    • 1 TL Backpulver
    • 300 g kalte Butter, in Würfel geschnitten
    • 1 Bio-Ei
    • etwas glutenfreies Mehl zum Ausrollen

    Puderzucker, Mehl, Flohsamenschalen, Johannisbrotkernmehl, Xanthan und Backpulver in einer Rührschüssel vermengen. Die kalte Butter und das Ei hinzufügen und alle Zutaten rasch zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und für 1 Stunde in den Kühlschrank legen.

    Für die Füllung

    Während der Teig im Kühlschrank durchkühlt, kannst Du die Füllung zubereiten.

    • 100 g Zucker
    • etwa 400 g Marzipanrohmasse
    • 2 Eiweiß (das Eigelb kannst Du zur Seite stellen)

    Für die Verzierung

    • dunkle Kuvertüre

    Lege ein Backblech mit Backpapier aus, stelle es in die Nähe Deiner Arbeitsplatte und heize den Backofen auf 180 ° C vor. Nimm den Mürbeteig aus dem Kühlschrank und rolle ihn auf Deiner bemehlten Arbeitsplatte mit dem Nudelholz aus, sodass er etwa gleichmäßig 3 mm dick ist. Nimm nun eine Kaffeetasse und stich damit Kreise aus dem Mürbeteig. Lege die Mürbeteigkreise auf das mit Backpapier ausgelegte Backblech. Der klassische Napoleonshat hat – lt. einer dänischen Internetseite einen Radius von etwa 7 cm. Das kommt mit einer „normalen“ Kaffeetasse ganz gut hin.

    Gib nun auf jeden Mürbeteigkreis eine kleine Kugel von der Füllung und klappe den Teig so hoch, dass ein Dreispitz entsteht. Drücke den Teig oben ein bisschen fest, damit der Hut sich nicht öffnet. Bepinsele die Hüte anschließend mit dem verquirlten Eigelb.

    Back die Hüte im vorgeheizten Backofen etwa 20 Minuten bei 180 ° C.

    Wenn das Gebäck schön gebräunt ist, nimm es aus dem Ofen und lass es auf dem Backblech liegen, bis es vollständig ausgekühlt ist.

    Schmilz nun die Schokolade im Wasserbad und bepinsele die Unterseiten der Napoleonshüte mit der flüssigen Schokolade. Lass die Schokolade trocknen.

    Und nun – da die Schokolade trocken ist – kannst Du Dich mit Deinem Napoleonshut auf den Balkon begeben, huldvoll winken und bei schönstem Kaiserwetter genießen!

    Viel Spaß beim Nachbacken wünscht Euch

    Euer Frøken Fluesvamp – Fräulein Fliegenpilz

    Smørrebrød – Variation 1

    „Om smørrebrød jeg ved“ sagt Ida Davidsen, Kopenhagens Smørrebrød-Dronning Unzählige Variationen werden in Ihrem Restaurant täglich – zur Frokost-Zeit – angeboten.

    Ich versuche mich ab und an auch an einer Smørrebrød-Kreation, so habe ich vor einigen Tagen dieses – ich muss es ohne Arroganz sagen – kleine Schmankerl kreiert; weit entfernt von Ida Davidsen Kunstwerken, aber geschmacklich schon echt eine kleine Bombe 😉

    Ihr braucht für 2 mit großem Hunger:

    • 4 Schollenfilets
    • 1 Packung Eismeer-Krabben aus nachhaltiger Fischerei
    • glutenfreies Mehl (z. B. von Dr. Schär)
    • 1 Ei
    • 4 Scheiben dunkles, glutenfreies Brot (z. B. das aus der Backmischung von Bauck-Hof gebackene Schwarzbrot)
    • 1 Becher Crème fraîche
    • 1 Becher Speisequark
    • frischen Basilikum
    • frische Petersilie
    • Salz und Pfeffer
    • Öl zum Braten (Sonnenblumen- oder Rapsöl)

    Das Ganze ist eigentlich sehr einfach und geht superschnell.

    Zuerst bereitest Du den Kräuterquark zu. Gib Crème Fraîche und Speisequark in eine Schüssel und schneide den Basilikum sowie die Petersilie ganz, ganz klein. Füge die Kräuter hinzu, rühre alles gut um und schmecke mit Salz und Pfeffer ab. Stelle den Quark zur Seite.

    Spüle die Schollenfilets unter kaltem Wasser ab und tupfe sie anschließend vorsichtig trocken. Würze die Schollenfilets von beiden Seiten mit Pfeffer und Salz. Bemehle die Schollenfilets nun von beiden Seiten. In der Zwischenzeit toastest Du die vier Scheiben Brot und legst sie anschließend auf zwei Tellern bereit und verteilst den Quark großzügig darauf.

    Nun gibst Du reichlich Öl in eine Pfanne und lässt es schön heiß werden. Brate die Schollenfilets gut von beiden Seiten. Das geht ziemlich schnell. Lege die Schollenfilets auf den Kräuterquark und garniere nun mit den Eismeer-Krabben und eventuell mit etwas gehackter Petersilie.

    Dies ist nur eine – und eine einfache – Smørrebrød-Variation, aber Nachmachen lohnt sich!

     

     

    Verdens bedste æbleskiver

    Wikipedia sagt:

    Æbleskiver (wörtlich übersetzt: Apfelscheiben) sind ein traditionelles Siedegebäck der dänischen Küche, das besonders zur Advents- und Weihnachtszeit gebacken wird. Æbleskiver werden in einer speziellen Pfanne mit kugelrunden Vertiefungen auf dem Herd in Fett ausgebacken – der Æbleskiverpande. Auch in Norwegen ist das Gebäck unter dem Namen Munker verbreitet. Im englischsprachigen Raum findet sich auch die Schreibweise Ebelskiver(s). Die Æbleskiver sind verwandt mit den in Norddeutschland verbreiteten Pförtchen, werden jedoch in der Regel nicht mit Hefeteig gebacken.

    Aber wie sie gebacken werden – das will ich Euch nicht vorenthalten.

    Für etwa 25 Æbleskiver braucht man:

    • 4 dl Buttermilch oder Natur-Joghurt
    • 3 Eier
    • 250 g glutenfreies Mehl
    • 1/2 TL Natron (oder Backpulver)
    • 1 EL Zucker
    • 1 Prise Salz
    • 50 g flüssige Butter
    • Öl für die Pfanne

    Alle Zutaten in eine Rührschüssel geben und mit einem Handrührgerät zu einem Teig verrühren. Der Teig ist recht dickflüssig und erinnert an Waffelteig.

    Die Pfanne auf den Herd stellen. Einen Tropfen Öl in die Vertiefungen der Pfanne geben und das Öl heiß werden lassen. Nun vorsichtig Teig in die Mulden gießen; die Mulden sollten nicht ganz voll sein. Der Teig blubbert, wird dann aber allmählich fester. Damit die Æbleskiver auch rund werden, dreht man in jeder Mulde die Kugel vorsichtig mit einem Holzspieß um. Der restliche flüssige Teig fließt dann logischerweise nach unten und eine Kugel entsteht. Warten, bis der Teig schön gebräunt ist, dann die Kugeln aus der Pfanne nehmen und eine weitere Ladung backen. Wenn nötig – Öl nachgießen.

    Üblicherweise isst man zu den Æbleskivern Erdbeermarmelade oder Preiselbeerkompott mit Puderzucker.

    Den Teig kann man, wenn man keine Pfanne hat, auch super für Pfannkuchen verwenden.

    Hier die Zutaten für die vegane Variante:

    • 160 g Mehl
    • 50 g Rohrohrzucker
    • 1 dl. Sojamilch
    • 150 g neutraler Sojajoghurt
    • 1/2 TL Vanillezucker
    • 1 Päckchen Backpulver oder 1 gehäuften TL Natron