Ein Zwiegespräch bei Pflaumenkuchen mit Zimt

„Komm rein, komm rein. Du bist ja völlig durchnässt!“ sagt er und winkt den Besucher hinein. „Fühl Dich wie zu Hause!“ Ein strahlendes Lächeln. „Breite Dich aus!“ Dann stutzt der Gastgeber. „Oh Du tropfst ja alles voll!“ Eilig wischt er die Nässe beiseite. „Ach, egal! Setz Dich! Möchtest Du was trinken?“ Der Besucher schüttelt mit dem Kopf. „Nicht?“ fragt der Gastgeber bestürzt, und kurz fällt das Lächeln aus dem Gesicht, das Strahlen ist ein wenig – nun, wolkenverhangen. „Du – hmm… – Du siehst ein wenig grau aus!“ stellt der Gastgeber fest und rührt in seinem Schirmchendrink. Eine Erfrischung tut ihm immer gut, besonders eine mit klirrenden Eiswürfeln und Zitronenscheiben.

„Ufff…“ macht der Besucher und lässt sich dabei auf den dunklen Sessel fallen. Die Eiswürfel klappern im Glas; der Gastgeber ist etwas nervös. „Der…der Sessel…“ haucht er. „Waaaas?“ faucht der Besucher. Das dunkle Grün färbt sich noch dunkler, erinnert an Moos. „Nichts, nichts…“ erwidert der Gastgeber. „Du hast ja recht!“ gibt er zu. „So lange habe ich mich zurückgehalten!“ Die Stimme des Besuchers klingt eingerostet, rauh, so als wenn er sie eine lange Zeit nicht benutzt hätte. Der Gastgeber nickt und schaut in die Augen seines Besuchers. „Gut, dass Du da bist!“ stellt der Gastgeber fest.

Der Besucher nicht. Wassertröpfchen sprühen über den gelb-grünen Teppich. „Schau Dir das doch mal an!“ und zwei Tränen rollen aus seinen moosgrünen Augen. Entschieden streicht er das rotgoldene Haar zurück. „Ich bleibe eine Weile. Dann ziehe ich weiter!“

Der Gastgeber nickt ergeben. Seine Tage sind gezählt, auch er merkt das. Abends ist er so müde und geht viel früher ins Bett als noch vor ein paar Wochen. Da hat er an Kinderzehen gekitzelt, die Beeren rot und tief dunkelblau gefärbt. Knospen hat er aufspringen lassen. Aber seinen Freund hat er vermisst – jawohl. Der Regen hat sich lange nicht blicken lassen, und nun ist er gekommen, im Schlepptau seinen Bruder. Eine kurze Stippvisite hat er gesagt. Eigentlich mag er ihn ja. Dass sie sich immer nur kurz sehen, nun, das ist nicht zu ändern. Er wird wohl auch bald weiterziehen und seine sieben Zwetschgen packen.

„Zwetschgen!“ sagt er. Der Besucher blickt auf. „Hab mir redlich Mühe gegeben!“ sagt der Gastgeber. Anerkennend schaut der Besucher auf ein Stück Kuchen. Der Duft ist betörend. „Zimt!“ stellt der Besucher fest. „Ich weiß!“ sagt der Gastgeber und nickt, dass die goldblonden Locken nur so wippen. „Eher was für…“ Plötzlich wird die Tür aufgedrückt. Eine frische Böe fegt hinein und treibt Blätter vor sich her. „Verzeih!“ bittet der Gast. „Ist ein bisschen mit mir durchgegangen. Bis dahin ist doch noch Zeit. Aber sag – liebster Bruder – Du sprachst von Zwetschgen. Hättest Du wohl ein Stück Zwetschgenkuchen?“

Ihr braucht:

Für den Teig:

  • 150 g weiche Butter oder Margarine plus etwas für die Form
  • 200 g glutenfreies Mehl
  • 2 TL Flohsamenschalen
  • 1 TL Xanthan
  • 1 TL Backpulver
  • 125 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL Zimtpulver
  • 2 Bio-Eier
  • 400 g Zwetschgen oder Pflaumen (mit Stein)

Zum Bestreuen:

  • 30 g Zucker
  • 30 g Mandelblättchen
  • 20 g eiskalte Butter

Fettet eine Springform mit Butter und stellt sie beiseite. Heizt den Backofen auf 200 Grad vor. Gebt die weiche Butter, Zucker und Zimtpulver in eine große Rührschüssel und verrührt alles, bis ein cremiger Teig entsteht.

Fügt die Eier hinzu, dann nach und nach die Mischung aus Mehl, Flohsamenschalen, Backpulver und Xanthan. Gebt den Teig in die gefettete Form.

Entsteint die Zwetschgen oder Pflaumen und viertelt sie. Drückt sie im Halbkreis in den Teig.

Bestreut die Pflaumen/Zwetschgen mit Zucker, 30 g Mandelblättchen und eiskalten Butterflocken.

Backt den Kuchen für ca. 35 Minuten bei 200 Grad auf der untersten Schiene des Backofens. Anschließend auskühlen lassen und dann mit frischgeschlagener Sahne genießen!

Und? Wisst Ihr, wer sich heute im Norden getroffen hat auf einen Plausch und ein Stück Kuchen?

Einen gemütlichen Sonntag und viel Spaß beim Nachbacken wünscht Euch Euer Frøken Fluesvamp – Fräulein Fliegenpilz 🍄

Findelhof, Flohmärkte und Karottenkuchen

3:15 Uhr. Der Wecker ist unerbittlich. Er piept. Erst zaghaft, dann immer aufdringlicher. Schließlich mit Nachdruck. Um 23:30 Uhr hatte ich das letzte Mal auf den rosa Tyrannen geschaut. Ich konnte nicht einschlafen. Und nun will ich nicht aufstehen. Doch was hilft das Meckern und Brummen – nichts. Ich stehe auf, versuche die Augen zu öffnen und schlurfe ins Bad.

Glücklicherweise sind diese Handgriffe automatisiert und der Kopf schon so funktionstüchtig, dass ich die rechte Linse ins rechte Auge und die linke ins linke Auge befördere – ohne besondere Vorkommnisse.

In der Küche sieht es etwas anders aus. Seit Jahren muss ich mir Zettel schreiben: „Tee kochen“, „Zucker“, „Kühlbox packen“, „Milch“. Die Liste variiert je nach Anlass.

Dieses Mal ist der Anlass Der Findelhof. Wohl einer der schönsten Flohmärkte in unserer Nähe. Einmal im Monat ab April findet er statt in einem kleinen Ort namens Bockelskamp bei Celle. Das Besondere: es gibt keine Neuware. Außerdem liegt der Findelhof idyllisch, die einzelnen Stände liegen auf der Streuobstwiese, im Innenhof des Hofes und im kleinen Wäldchen dahinter. Für das leibliche Wohl wird gesorgt – es gibt eine obligatorische Bratwurst, aber auch Kartoffelsalat mit Bockwurst, Suppe oder Ratatouille, Schmalzbrote, Brötchen mit Wurst oder Käse und Milchreis mit Zimt und Zucker. Eine kleine Weinbar, Kaffee und Kuchen und ein Coffeebike mit italienischen Kaffeespezialitäten. Ausgezeichnet!

Die Krux an der Sache? Das frühe Aufstehen, denn die Plätze sind begehrt. Also sitzen wir um 4:45 Uhr im Auto, mit Kühlbox, Teekanne, Blumen und anderer Deko und einem selbstgebackenen Karottenkuchen – für uns und die umliegenden Stände.

Langsam rauschen wir so dahin, den Anhänger hinter das Auto geschnallt. Kurz vor Bockelskamp ergreift mich die Aufregung – Adrenalin! Wir fahren auf die taunasse Ausstellerwiese, parken. Von Weitem wird schon gewunken. Gummistiefel an und raus. Die Handgriffe jetzt sind eingespielt: Pavillon raus, Klapptische unter den Arm geklemmt, ein Hallo hier, ein Hallo dort. Vier Personen, vier Ecken – der Pavillon wird aufgespannt. Es folgen die Tische. Die Sackkarre wird beladen mit Bananenkartons: ein stetes Ausräumen, Umräumen. Letztlich folgt die Deko: wir stellen alte Einweckgläser auf die schmucke Leiter, stellen Schleierkraut, Hortensien und Septemberkraut hinein, füllen mit Wasser auf – auch daran soll gedacht sein.

Dann kann es losgehen. Es ist 7:00 Uhr. Und tatsächlich verirrt sich der eine oder andere erste Besucher auf die Wiese, obwohl offizieller Beginn eigentlich 10:00 Uhr ist. Und natürlich huscht man in der morgendlichen Ruhe auch selbst über den Markt und wirft einen Blick auf die anderen Stände, begrüßt bekannte Gesichter und macht vielleicht auch schon ein Schnäppchen, holt sich einen Ausstellerkaffee und genießt den Morgen.

Der Tag wird irgendwann lang. Das Zeitgefühl ist irgendwann zwischen 7:30 Uhr und 11:00 Uhr verloren gegangen. Wie spät soll es sein? Der berüchtigte tote Punkt schleicht sich an und wir wollen nur noch Dusche und Sofa, Sachen eingepackt und weggepackt haben, Füße raus aus den Schuhen und frische Klamotten.

Doch es ist erst Mittag. Und vorher gibt es Kuchen! Und nächsten Tag, ja am nächsten Tag – ist alles vergessen, und der nächste Findelhof ist kaum zu erwarten.

Für einen fluffigen Möhrenkuchen braucht Ihr:

  • 220 g glutenfreies Mehl (z. B. Mix C von Dr. Schär oder Helles Mehl von Hammermühle)
  • 30 g Maisstärke
  • 1 TL Backpulver (gehäuft)
  • 1 TL Xanthan
  • 50 g Kokosraspel
  • 1 Prise Salz
  • 2 TL Zimt (gemahlen)
  • 325 g geraspelte Möhren
  • 80 g gemahlene Haselnüsse plus etwas für die Backform
  • 4 Bio-Eier
  • 200 ml Sonnenblumenöl
  • 180 g flüssigen Honig
  • Butter zum Einfetten der Backform

Heizt als Erstes den Backofen auf 180 Grad vor. Dann fettet eine Napfkuchen- oder Springform mit Butter und streut sie mit einem Teil von den gemahlenen Haselnüssen aus.

Mischt Mehl und Stärke mit dem Backpulver, Xanthan, den Kokosraspeln, Salz und Zimt. Gebt die geraspelten Möhren und die Haselnüsse hinzu.

Gebt Eier, Öl und Honig hinzu und rührt alles solange, bis ein cremiger Teig entsteht.

Gebt nun den Teig in die vorbereitete Backform und stellt diese dann auf die mittlere Schiene des Backofens. Backt den Kuchen für 45 Minuten, bis er goldbraun ist.

Nehmt den Kuchen nach der Backzeit heraus und lasst ihn in der Form für ca. 10 bis 15 Minuten auskühlen. Anschließende stürzt ihr ihn vorsichtig und lasst ihn auf einem Kuchengitter auskühlen.

Am übernächsten Tag schmeckt der Kuchen am allerbesten!

Viel Spaß beim Nachbacken, und verratet mir doch mal, welches Euer Lieblingsflohmarkt ist.

Es grüßt Euch herzlich Euer Frøken Fluesvamp – Fräulein Fliegenpilz 🍄

Vom Hasen und vom Igel – Falscher falscher Hase

Ziehen wir das Pferd doch mal von hinten auf. Der Hase war tot – er war zu viel gelaufen, und verlieren wollte er nicht, der Hase. Sein falscher Stolz trieb ihn dann buchstäblich in den Tod. Wie einstmals in Marathon als der Läufer nach Überbringung der Botschaft aus den Latschen kippte und somit tot umfiel. Doch der Hase war auf einem hohen Ross. Er hatte vorher den Igel getroffen und sich über seine kurzen Beine lustig gemacht. Der Igel aber schien aus Hasenaugensicht ein einfältiges Gesicht zu haben; er war aber nicht dumm und hörte sich an, was der Hase zu sagen hatte.

Der Hase rümpfte die Hasennase und schaute – auf seinen Hinterbeinen stehend – den Igel von oben herab an. Ja, einfältig und dicklich war dieses Tierchen. Seine Grunzlaute waren so gar nicht possierlich, und Schnecken fraß er – widerlich. Und mit der Höhenluft in der Nase schlug der Hase dem Igel einen Wettstreit vor. „Wir laufen um die Wette!“ und innerlich rieb sich der Hase bereits die Hände. Sollte der dümmliche Igel einschlagen – er, der Hase von Welt, würde gewinnen.

Hase und Igel brachten sich in Position und liefen los, liefen und liefen über Stock und über Stein. Der Hase blindlings jedoch erstarrte als er den Igel am Ende der Strecke entdeckte. Dann hörte er ihn rufen: „Ich bin schon da!“

Wut stieg in dem Hasen hoch, blinde Wut. Wie konnte das passieren? Wir konnte dieser fette Igel schneller sein als er? Der Hase! Er – das schnellste Waldtier? Was fiel ihm – diesem haarigen Igel – eigentlich ein?

In seiner Eitelkeit verletzt und mit angekratztem Stolz forderte der Hase Revanche. Hase und Igel stellten sich an die Startlinie, liefen los und liefen, liefen, liefen – bis, ja, bis der Hase in der Ferne wieder den Igel winken sah. Und er hörte wie er rief: „Ich bin schon da!“

„WUT – WUT – WUT!!!“ kochte es im Hasenmagen. „Nein, nein, nein!“ schallte es im Hasenhirn. „Das KANN nicht sein!“ schnaufte der Hase. Uneinsichtig forderte er Revanche um Revanche – bis das Hasenherz aufhörte zu schlagen und der schöne, stolze Hase mit dem glänzenden Fell und den seidenen Hasenohren auf den Waldboden sank.

Doch was hatte der Igel an sich, dass es den Hasen derart provozierte? War er etwa glücklich mit seiner Igelfrau? War er etwa zufrieden mit sich selbst und seinem Leben? Oder – was für den Hasen ein gar unerträglicher Gedanke war – war der Igel etwa glücklich?

Nun, geht man nach der Moral des Märchens ist klar, dass der Hase die Quittung für sein herablassendes Verhalten kassiert. Dass er den Igel nach seinem Äußeren bewertet und sich ihm überlegen fühlt, wird dem Hasen zum Verhängnis.

Und der Igel? Der nimmt mit seiner Frau, die ihn bei dem ungleichen Rennen unterstützt, weil sie eben ein gutes Team sind, in Kauf, dass der Hase Runde um Runde um sein Leben rennt und rennt und rennt.

Und der Leser jubelt…denn der Igel hat gewonnen. Hat er? Hat das Igel-Team tatsächlich gewonnen? Oder hat das Igel-Team mit unlauteren Mitteln gegen den zugegeben arroganten Hasen gekämpft? Lässt man einen Hasen in Rage sehenden Auges in sein Unglück laufen?

Ich bin mir unschlüssig, aber als Kind tat mir der Hase irgendwie immer leid. Irgendwas war dort in seinem Hasenhirn, das ihm Kummer bereitete. Grundsätzlich böse fand ich den Hasen nie, nur irgendwie auf der falschen Spur. Ein bisschen so wie Draco Malfoy.

Armer falscher falscher Hase…

Und weil der arme Hase nicht noch ärmer dran sein soll, gibts falschen falschen Hasen – ein vegetarischer Hackbraten.

Ihr braucht:

  • 1 kleingehackte Zwiebel
  • 2 feingehackte Knoblauchzehen
  • 3 EL weiche Butter oder Öl
  • 4 Möhren, geraspelt
  • 2 Stangen, in 0,5 cm Stücke geschnitten
  • 50 g Walnüsse, fein gemahlen
  • 50 g Cashewnüsse, fein gehackt
  • 50 g Sonnenblumenkerne, fein gemahlen
  • 60 g glutenfreies Paniermehl
  • 2 TL Johannisbrotkernmehl
  • gehackte glatte Petersilie
  • gehackten Thymian
  • Saft einer Bio-Zitrone
  • 2 Bio-Eier
  • 1 Becher saure Sahne oder Schmand
  • Salz und Pfeffer
  • Geriebene Muskatnuss

Fettet eine Auflauf- oder Kastenform mit Butter oder Öl aus. Gebt Öl in eine Pfanne mit hohem Rand oder einen Topf. Schwitzt die Zwiebel und die Knoblauchzehen an. Dann gebt nach und nach das Gemüse hinzu. Anschließend gebt Ihr die gemahlenen Nüsse in den Topf und rührt gut um. Dann die Kräuter und den Zitronensaft hinzufügen, anschließend die Eier und den Schmand bzw. die saure Sahne. Allmählich entsteht eine teigartige Masse. Schmeckt gut mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss ab. Die Masse kann schon Wumms haben.

Gebt die Masse in die vorbereitete Form und stellt den falschen falschen Hasen in den Backofen. Backt den falschen falschen Hasen bei 180 Grad für ca. 35 Minuten.

Dazu schmecken Kartoffelbrei und breite Bohnen. Aber auch anderes Gemüse der Saison wie z. B. Kohlrabi oder knackiger Spitzkohl sind köstlich!

Viel Spaß beim Nachkochen! Und denkt mal über den Hasen nach.

Es grüßt Euch herzlich Euer Frøken Fluesvamp – Fräulein Fliegenpilz 🍄

Weserlieder, Radfahren und Frankfurter Grüne Sauce

Die Hitze der letzten Tage steckt mir in den Knochen. Sie steckt in den Wänden, im Dach – in der Haut und im Kopf. Am Freitag habe ich mich mein Fahrrad ohne Namen aus dem Stall geholt, bin vorbei an den Gemüsefeldern, abgemähten Kornfeldern, durch die Masch geradelt und habe auf sie gewartet – die Gänsehaut. Doch sie kam nicht. Ich strengte meinen hitzegeschädigten Kopf an und erinnerte – ja, das letzte Mal Gänsehaut war vergangenen Samstag!

Letztes Wochenende waren wir bei guten Freunden im wunderschönen Minden in Nordrhein-Westfalen. Wir waren auf den Weserliedern, und wer vermutet, dass es sich dabei um ein schunkelndes Schlagerfestival handelt, der irrt gewaltig. „Wo die Weser einen großen Bogen macht“ mag ja – was den gesunden Lokalpatriotismus angeht – ganz nett sein, und weckt bei dem einen oder anderen sicherlich auch ein Heimatgefühl, aber bei dem Gratis-Musikfestival passiert etwas anderes Gutes. Es definiert Heimat neu – ein buntes, durch alle Altersklassen gemischtes Publikum, das nahezu einträchtig nebeneinander am Weserbogen steht und an Wasser, Bier oder Cocktail nippt und den Bands lauscht, mitwippt und mitklatscht. Kinder mit Mickey Mäusen auf den Ohren hüpfen vor der Bühne auf und ab, und während es singt, trommelt, musiziert, geht ganz nebenbei die Sonne unter und es wird – ja, es wird frisch.

Ich sauge den Sauerstoff förmlich ein und genieße das Gefühl von frischer Luft, fühle mich plötzlich hellwach. Und dann stellen sich meine Haare auf, ein wohliger Schauer – da ist sie: Gänsehaut. Wie herrlich!

Als wir gegen Mitternacht den Weg nach Hause antreten, ist der Himmel sternenklar. Ein wunderbarer Abend liegt hinter uns, und ich bin ein bisschen sentimental, denn manche Freunde wohnen einfach zu weit weg. Diese Freunde, bei denen man nahtlos dort anknüpfen kann, wo man das letzte Mal aufgehört hat – egal, ob es zwei Wochen oder zwei Monate her ist, manchmal sogar ein halbes Jahr. Die Freunde, bei denen man wie selbstverständlich in die Küche geht und den Tisch deckt, die sich aufs Sofa kuscheln und sich wohlfühlen, die sich ins eigene Interieur integrieren und so daliegen, als wäre es das Natürlichste der Welt. Ein Glück, ein ganz großes Glück!

So beseelt schläft es sich gut, und so wird die Arbeitswoche erträglich.

Der Freitag lädt uns ein zu einem Fahrradausflug. Wir treten in die Pedale, fahren an Wiesen und Feldern vorbei, sehen Rainfarn und Malven an den Rändern stehen. Birnen und Äpfel hängen an den Bäumen, und die Zwetschgen färben sich lila.

Dann ein Blumenfeld mit Sonnenblumen, Phazelien, Borretsch und auch hier Malven. Es summt und brummt vor lauter Hummeln und Bienen. Wir sehen Gradhüpfer und ein Tor in eine andere Welt.

Im Westen zieht Gewitter auf. Wir sehen es blitzen. „21, 22, 23, 24, 25, 26…“ es donnert. „Das ist noch weit weg!“ beruhigt mich mein Vorzeigemodell. Ich habe keine Angst vor Gewitter, aber ich mag es nicht, wenn ich mit dem Rad unterwegs bin, und so treten wir etwas kräftiger in die Pedale und fliegen nach Hause. Gerade noch rechtzeitig, denn nun folgt der Wolkenbruch.

Und da wir hungrig sind, gibt es noch eine kleine leichte Mahlzeit.

Frankfurter Grüne Sauce mit Pellkartoffeln und gekochten Eiern. Erfrischend und köstlich.

Ihr braucht für 2 Personen:

  • 1 Topf Quark
  • 2 EL Crème Fraîche
  • 1 Hauch Sahne
  • Salz und Pfeffer
  • Kräuter für Grüne Sauce – das sind sieben Kräuter und diese sind: Schnittlauch, Borretsch, Pimpinelle, Kerbel, Sauerampfer, Petersilie, Kresse
  • 8 Kartoffeln
  • Eier und Kartoffeln aufsetzen und kochen.
  • Für die Grüne Sauce (im Dialekt auch Grie Soß genannt) werden die Kräuter eigentlich püriert. Ich mag es aber auch sehr gern, wenn die Kräuter sehr fein gehackt sind. Dieses Mal werden sie gehackt und in den Quark gegeben, Crème Fraîche dazu, einen Schuss Sahne, alles verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  • Kartoffeln abgießen. Eier abschrecken und pellen, halbieren und auf die Grüne Sauce legen.
  • Fertig ist das einfache köstliche Sommeressen!
  • Viel Spaß beim Nachkochen oder Radfahren oder bei einem schönen Abend mit guten Freunden oder alles zusammen!
  • Herzlich grüßt Euer
  • Frøken Fluesvamp – Fräulein Fliegenpilz 🍄
  • Von kleinen Königen, Trumpen, Schurken und Kleingebäck

    „Schurken dieser Welt, vereinigt Euch!“ scheint der Schlachtruf der heutigen Zeit zu sein. Je oller, je doller. Bunga bunga und olé.

    Stellen wir es uns doch mal vor: Irgendwo in Schurkistan und den Tross der Oberschurken auf einem trostlosen Schulhof. Kim Jong Irgendwas verteilt an seine Sandkastenfreunde bereitwillig Kimchi mit besonderer „Würze“. Auf dem Pausenhof tauschen die Schurkenstaatler Sticker mit „Atomkraft – ja, danke“, „F**k Fridays for Future“, „Vernichtet den Regenwald“, „Manche Menschen sind illegal“ und das bekannte „Ausländer raus“. Gummitwist wird mit Stacheldraht gespielt; es gibt AGs im Bereich „Mauerbau“ und natürlich ganz retro „Russisch Roulette“. Allerdings macht der kleine Vladimir hier allen was vor: „Da!“

    „Wie machen wir aus der Klimakatastrophe einen -Wandel?“ und „Twittern was das Zeug hält!“ stehen selbstverständlich auf dem Programm. Und wer etwas auf sich hält, belegt den Sonderkurs in „Beleidigungen richtig und nachhaltig ausdrücken“. Die Anzahl der Teilnehmer ist in diesem Kurs jedoch eher gering. Bei „Nachhaltigkeit“ schrecken Schurken bekanntlich erst mal zurück.

    Doch – oh Weh – was ist das für eine Verständigung über Ländergrenzen hinweg: Boris Johnson und Donald Trump haben sich gegenseitig denselben Friseur empfohlen! Selbst die Queen war über die Ähnlichkeit verblüfft!

    Aber auch hier schießen die Schurken wie Pilze aus dem Boden: Super-Gauland könnte in der Schurkenstaatenschule sicherlich Unterricht in Jägerlatein geben. An Nachwuchs mangelt es wohl nicht.

    Starschnitte von Diktatoren aller Länder können im Werkunterricht gebastelt werden. Und während man in Brüssel fleißig daran arbeitet, dass man die Stühle von A nach B und wieder zurückschiebt, entdecken die anderen Randgruppen, dass die eigentlich Guten bei ihrer Reise nach Jerusalem die Bodenhaftung verloren haben und schneiden die Reißleine durch. Man möchte rufen: „Bord Control to Major Tom!“ denn: „World – we have a problem!“

    Schere-Stein-Papier war gestern – heute heißt das Schnick-Schnack-Schurk!

    Das Ganze wird noch unfassbarer, wenn man bedenkt, dass der Begriff „Schurkenstaat“ von der ehemaligen US-Regierung unter Georg W. Bush eine Gruppe meist diktatorisch regierter Staaten bezeichnete, die sich nach ihrer Auffassung aggressiv gegenüber anderen Ländern verhalten, die Stabilität weiterer Regionen untergraben und sich zugleich internationalen Verhandlungen verweigern. (Quelle: Wikipedia).

    Blickte im Jahr 2004 alles gebannt nach Amerika und erstarrte förmlich, als Georg W. Bush zum 2. Mal zum Präsidenten der Vereinigen Staaten gewählt wurde, war die Erschütterung über den Sieg Donald Trumps im Januar 2017 – nun ja – sagen wir mal „even greater“ im Sinne von „noch größer“. Ein oranger Schurke an der Macht.

    Wenn Donald – frisch aus der Schurkenschule entlassen – twittert bis die Schwarte kracht, schlage ich die Hänge über dem Kopf zusammen und denke mir: Warum ist dieser orange Donald Trump eigentlich nicht Zoppo Trump? Zoppo Trump fragt Ihr? JA! Zoppo Trump, Häuptling der Trumpe, wird vom Erdmännchenkönig Kalle Wirsch trotz verletzter Hand mit 2:1 in seine Schranken gewiesen wird. Nicht ganz alleine – mit Hilfe seiner Menschenfreunde Jenny und Max und der Fledermaus Tutulla natürlich – denn einer alleine kann nichts bewirken.

    Und ist es nicht genau das?

    Deshalb gibt es nun freundliche glutenfreie Amerikaner für alle!

    Ihr braucht für etwa 16 Stück:

    • 100 g Butter oder Margarine
    • 100 g Zucker
    • 3 Bio-Eier
    • 250 g glutenfreies Mehl (ich habe das helle von Bauck benutzt)
    • 1 Päckchen glutenfreies Vanille-Puddingpulver
    • 3 TL Backpulver
    • 1 EL Vanillezucker
    • 1 TL Xanthan
    • 1 gehäuften TL Flohsamenschalen
    • ca. 7 EL Milch + etwas extra zum Bestreichen der Amerikaner nach 2/3 der Backzeit

    Für die Glasur:

    • 200 g Puderzucker
    • 3 EL Wasser oder Zitronensaft

    Gebt die Butter und den Zucker in eine Rührschüssel und verrührt alles mit dem Handrührgerät, bis eine schöne helle homogene Masse entsteht. Gebt die Eier hinzu und rührt weiter.

    Gebt die trockenen Zutaten in eine zweite Schüssel und vermischt alles gründlich. Dann gebt Ihr die trockene Mischung löffelweise in die flüssige Mischung und rührt dabei kräftig weiter.

    Zum Schluss gebt Ihr – auch hier löffelweise – die Milch dazu – und rühren, rühren, rühren, bis ein schöner, etwas klebriger Teig entstanden ist.

    Heizt den Backofen auf ca. 160 Grad (Umluft / Ober-/Unterhitze) vor.

    Legt Backpapier auf ein Backblech und gebt mit zwei Esslöffeln gleichmäßige Kleckse darauf. Ein kleiner Tipp: Stellt Euch eine Schale mit lauwarmem Wasser neben das Blech. So könnte Ihr die Teigkleckse noch glattstreichen und vermeidet, dass der Teig an Euren Händen festklebt. Außerdem bekommen die Amerikaner so eine schöne Form.

    Schiebt das Backblech auf die mittlere Schiene des Backofens und backt sie für zehn Minuten. Nach zehn Minuten zieht Ihr das Backblech heraus und bestreicht die Oberflächen der Amerikaner vorsichtig mit der Milch. Schiebt das Backblech wieder in den Ofen und backt sie für weitere fünf Minuten.

    Nach der Backzeit das Backblech herausnehmen, die Amerikaner vorsichtig vom Backpapier lösen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

    Macht in der Zwischenzeit Euren Zuckerguss: Dafür den Puderzucker nach und nach mit dem Wasser oder dem Zitronensaft mischen – der Guss darf nicht zu flüssig sein!

    Sobald die Amerikaner ganz ausgekühlt sind, mit Zuckerguss bestreichen. Zuckerguss trocknen lassen.

    Ich wünsche Euch viel Spaß beim Nachbacken dieser freundlichen Amerikaner!

    Herzlichst Euer Frøken Fluesvamp – Fräulein Fliegenpilz

    Nicht die Bohne…alles Käse und ein Gedanke

    Saubohnen, auch Pferdebohnen oder dicke Bohnen genannt, haben es gern kuschelig. Dicht an dicht liegen sie in ihrer Schote, und es sieht aus wie ein wärmendes Fell, wie die grünen Böhnchen so aneinander liegen.

    Früher verband ich Saubohnen mit Kartoffelpuffer. Meine Oma machte die besten Puffer, und die ganze Küche roch nach Fett, rohen Kartoffeln und ein bisschen Zwiebel. Die Puffer wurden dick mit Zucker bestreut, oder es gab Apfelmus dazu. Ich glaube, ich habe mal sechs Stück geschafft. Anschließend war mir bestimmt schlecht.

    Hatten Mama und ich unsere Bäuche gefüllt, mussten wir uns zu Hause aller Klamotten entledigen, denn wir rochen selbst wie eine kleine Pufferküche. Eigenartigerweise war Oma gar nicht so der Pufferfan. Auch sonst waren Süßkram und Mehlspeisen mehr Opas und mein Ding. Milchreis mit Zimt und Zucker, Pfannkuchen oder Zuckerbrot in einen bekannten Getreidekaffee gestippt. Immer wenn es Puffer gab, hatte Oma ein Schälchen mit dicken Bohnen in der Speisekammer stehen. Eingelegt in Essig und Zwiebeln. Nicht unbedingt mein Lieblingskombination, aber die Form der grünen Bohnen faszinierte mich damals schon. Und manchmal mopste ich mir doch ein Böhnchen; nach sechs Puffern gar nicht so schlecht.

    Meine Lieblingskombination allerdings ist ein Zufallsprodukt. Neulich auf dem Wochenmarkt entdeckten wir einen neuen Stand. Ein fröhlicher junger Mann voller Enthusiasmus stand in dem kleinen Marktwagen und bot seine Produkte feil: allerfeinsten Ziegenkäse. Naheliegend daher der Name Die Ziegerei.

    Die Ziegerei wurde 2005 gegründet und ist ein Bio-Milchziegenbetrieb mit eigener Hofkäserei. Leidenschaft ist zu spüren. Und so steht auch auf der Homepage, dass Hiob und Sophia den Betrieb seit 2017 im Sinne des ökologischen Landbaus zukunftsorientiert und mit großer Leidenschaft weiterentwickeln.

    Wir kaufen Ziegen-„Feta“ und ein Stück von einem frischkäseartigen Käse, der dem Vesuv ähnelt und lustigerweise mit Asche ummantelt ist. Hiob lächelt und schneidet bereitwillig Ecken ab, reicht diese über den Tresen und lässt uns probieren. Der Käse zergeht auf der Zunge.

    „Vielleicht,“ so denkt sich der Pilz in mir, „wird das ja mein erstes Abenteuer?“ Und mein Vorzeigemodell liest meine Gedanken: „Hey, Pilz auf Pirsch, wäre das nicht was?“ fragt er.

    Denn den Hof findet man im Herzen von Niedersachen in der Mitte von Bremen und Hannover in Hohenmoor, einem Ortsteil von Asendorf.

    Schon länger spiele ich mit dem Gedanken, mein Pilzhütchen in Höfe, Ställe, Küchen, Cafés zu stecken und darüber zu berichten. Und ich strecke meinen Rücken. Dies könnte der Anfang meiner Pirsch sein.

    Doch bevor ich meinen Rucksack packe, muss ich die Hitze überstehen, und ich kredenze Euch einen Dicke Bohnen-Salat mit Ziegen-„Feta“ und Rucola.

    Ihr braucht für 2 Personen:

    • 1 Handvoll dicke Bohnen (ausgepult)
    • 1 Stück Ziegen-„Feta“
    • 1 Handvoll Rucola
    • Saft von einer Zitrone
    • 1 TL flüssigen Honig
    • 3 EL Sonnenblumenöl
    • Salz und Pfeffer
  • Kocht die Bohnen für ca. 5 Minuten und blanchiert sie anschließend mit eiskaltem Wasser. Gebt den Käse in eine Aufkaufform mit etwas Öl und stellt die Form in den Backofen (180 Grad, 10 Minuten). Wascht den Rucola und stellt ihn beiseite.
  • Mischt den Saft der Zitrone mit dem Honig, dem Öl und Salz und Pfeffer und macht daraus ein leckeres Dressing. Ich empfehle Euch, die Zitrone sparsam zu dosieren – lieber nachkippen.
  • Holt den Käse aus dem Ofen und zerbrecht ihn mit einer Gabel.
  • Nun gebt Ihr den Rucola und die Bohnen in eine große Schüssel, streut den Käse drüber und gießt das Dressing auf die Mischung. Vermengt alles und richtet es nett an. Dann bleibt Euch nur noch: Genießen!
  • Viel Spaß beim Nachkochen, und wer weiß – vielleicht startet meine Pirsch ja demnächst?
  • Es grüßt Euch herzlich Euer Frøken Fluesvamp – Fräulein Fliegenpilz 🍄
  • Verzeihen Sie, Monsieur, ich habe geträumt… Mondenschein und Zickelein

    Die Sonne ist heute verhangen. Dicke Wolken haben sich vor sie geschoben, kalt ist es nicht wirklich, aber ein wenig ungemütlich ist es schon. Für einen Sonntag im Juli. Ich trage tatsächlich Socken. Ich liebe es, barfuß zu laufen. Doch heute Morgen waren meine Füße kühl.

    Den ganzen Sonntag war ich leicht schläfrig. Ein Intermezzo des nachts war schuld. Mit donnerndem Getöse wurde ich um 3:40 Uhr aus meinem sonst tiefen Schlaf gerissen. Mein Vorzeigemodell neben mir schnarchte zufrieden. Ein Wecken unmöglich. Auf dem Balkon schien etwas die Sonnenliege als Trampolin zu benutzen. Verflixt, was war das bloß!? Ein Rumpeln und Schnaufen. Im Dunkeln tastete ich nach meiner Brille und tapste in Richtung Fenster. Und traute meinen Augen nicht. Frau Marder saß in der Dachrinne. Die elegante Silhouette mit dem buschigen Schwanz zeichnete sich in dem in Mondlicht getauchtes Licht deutlich ab. Und Frau Marder lockte und keckerte ihre Kleinen, die über unser Schrägdach tapsten. Zwei sah ich, wie sie über die Schräge rutschten und in Richtung Baum taumelten. Mama Marder klatschte Beifall, lief durch die Dachrinne und zeigte ihrem felligen Nachwuchs, wie man möglichst unfallfrei von Dachrinne auf Baum springen konnte. Ich rieb mir verwundert die Augen und kniff mir in den Arm. Irgendwann muss ich wohl: „Ich glaub es nicht!“ gemurmelt haben, denn mein Vorzeigemodell schreckte auf, fragte mich, was ich dort tue. „Mama Marder führt ihre Kleinen übers Dach!“ antworte ich kratzend und deute nach draußen. Inzwischen sitzt Mama Marder wieder auf der Ecke der Dachrinne, wie ein Wasserspeier an einer Kathedrale. Mein Vorzeigemodell hört sie keckern und locken. „Oh nein!“ stöhnt er. Vor Wochen hatten wir gedacht, das Marderproblem im Griff zu haben, Frau Marder schien das Weite gesucht zu haben. Laute Musik sei Dank. Auf dem Dachboden in meiner Bastelecke roch es wie im Wildtierpark, dank zahlreicher Lüftungsschlitze in der Zwischendecke. Hurra! Doch da haben wir wohl die Rechnung ohne Frau Marder gemacht. Nachdem sie den Nachwuchs sicher nach unten befördert hat, gehe ich ins Bett zurück. Finde erst um 5:00 Uhr in den Schlaf.

    Zum Glück ist heute Sonntag und ich darf träge sein, kann den Tag auf mich zukommen lassen und mich auf das rote Cordsofa kuscheln. Allerdings – eins habe ich heute gemacht! Ich habe köstlich gekocht!

    Passend zum Wetter gab es heute etwas aus dem Bräter, es gab Zicklein. Dazu gab es Zucchini, gefüllt mit Ziegen-Feta.

    Und hier gehts zum Rezept:

    Für das Zicklein oder Lamm

    • 1 Stück Zicklein oder Lamm (400 g) (Schulter eignet sich hervorragend)
    • 125 ml Apfelessig
    • 250 ml Rotwein
    • Salz und Pfeffer
    • ein EL Salz
    • 3 Knoblauchzehen
    • 4 Karotten
    • frischen Thymian
    • Olivenöl
  • Für die gefüllten Zucchini
    • 2 kleine Zucchini, gern mit Blüte
      1 Stück Ziegen- oder Schafsfeta
      Salz und Pfeffer
      Basilikum
      frischen Spinat oder Sauerampfer
      Glutenfreies Paniermehl
      2 Bio-Eier (Größe M)

    Heizt den Backofen auf 150 Grad vor und gebt Olivenöl in einen Bräter. Salzt und pfeffert das Stück Fleisch. Wenn Ihr den Knochen bekommen könnt, lasst ihn Euch mitgeben! Gebt die Wurzeln und das Fleisch in den Bräter und stellt ihn in den vorheizten Ofen. Reduziert die Temperatur auf 100 Grad. Stellt den Wecker auf 30 Minuten.

    Gebt Essig und Wein in einen Mixbecher. Gebt den Esslöffel Salz dazu sowie die drei Knoblauchzehen – nicht geschält, sondern nur plattgedrückt – und den Thymian.

    Nach 30 Minuten gebt Ihr das erste Mal von der Essig-Rotwein-Mischung über das Fleisch. Stellt den Wecker wieder auf 30 Minuten. Wiederholt das Übergießen.

    Nun setzt Ihr einen Topf mit Wasser auf und gebt die Zucchini für ca. 15 Minuten hinein. Blanchiert sie anschließend, halbiert sie und entfernt das Kerngehäuse mit einem Teelöffel.

    Zerkleinert den Feta mit einem Häcksler. Schlagt die beiden Eier hinein. Schneidet Spinat, Sauerampfer und die Kräuter klein und gebt sie zum Käse. Würzt mit Salz und Pfeffer. Vermengt alles gut und füllt dann anschließend die Zucchini und die Blüten mit dem Käse. Bestreut alles mit glutenfreiem Paniermehl und gebt alles in eine Auflaufform und zum Bräter in den Ofen.

    Nehmt den Deckel vom Bräter und übergießt das Fleisch ein letztes Mal. Stellt den Wecker auf 20 Minuten.

    Nach 20 Minuten ist Euer Essen fertig! Nur noch auf Tellern anrichten und genießen!

    Traut Euch ran! Es lohnt sich!

    Es grüßt Euch herzlich Euer Frøken Fluesvamp – Fräulein Fliegenpilz 🍄