Frohe Weihnachten – God Jul – Merry Christmas – Joyeux Noël – Buon Natale

Für Jesus war kein Platz

In der Herberge.

Aber dort, wo er ist,

Entsteht Herberge für die Menschen.

Jesus hat um sich einen Raum geschaffen,

In dem sich Menschen verstanden und gehört fühlen.

In seiner Nähe wussten sie sich zugehörig zur Familie Gottes.

Da haben sie ihre menschliche Würde entdeckt.

Da entstand ein Raum des Vertrauens, in dem sie sich bedingungslos angenommen wussten.

(Anselm Grün)

Ich sitze in unserem bequemen grünen Sessel im Wohnzimmer. Und ich bin auferstanden von den Toten. Der erste Weihnachtsurlaubstag begrüßte mich mit Migräne – es hämmerte und ratterte in meinem Kopf, dieses Mal die linke Seite. Erst dachte ich, dass es nicht so schlimm ist, aber nach einigen Schritten in Richtung Küche sagten mir Kopf und Magen etwas anderes. Inzwischen habe ich ein Brötchen gegessen und mein persönliches Lebenselixier zu mir genommen: schwarzen Tee! Gern Assam. Nun duften meine frisch gewaschenen Haare, meine Kuscheljogginghose ist schön bequem und meine Füße stecken in dicken Socken. In Wollsocken! Eine Freundin von mir sagte einmal: „Menschen, die keine Wollsocken mögen, sind mir suspekt!“ Ich kann ihr da nur zustimmen.

Ich betrachte meine Füße in den bunten Socken und tue nichts anderes, als sitzen und schreiben. Und das ist schön.

Weihnachten kann kommen. Der Kühlschrank ist gefüllt – morgen müssen nur noch ein paar bestellte Sachen abgeholt werden. Und Montag das Brot. Was Brot angeht, bin ich wohl etwas paranoid. Weihnachten muss genügend Brot da sein! Es muss bestellt werden! Rechtzeitig! Ohne Brot geht’s nicht!

Und so werden wir uns am 24. in die Schlange derer einreihen, die Brot bestellt haben und abholen müssen. Wichtig!

Die Weihnachtszeit bei uns wird oft eingeläutet durch die Muppets Weihnachtsgeschichte mit Gonzo als Charles Dickens und Rizzo, der Ratte. Und natürlich Miss Piggy und Kermit als Ehepaar Cratchit mit dem Schweinefroschnachwuchs. Und Eberneezer Scrooge.

Die Scrooges dieser Welt sterben nicht aus. Nur leider scheinen sie sich nicht vom Geist der Weihnacht belehren zu lassen. Keine Mildtätigkeit, keine Nächstenliebe. In den Augen nur Gier und Niederträchtigkeit, manchmal sogar Hass.

Natürlich: zu Weihnachten drücken viele auf die Tränendrüse. Und wie soll die einsame Oma erkennen, dass der adrette Mann in Polizeiuniform ein Verbrecher ist? Sie nur um ihr Geld bringen will?

Früher, denke ich, waren Oma und Opa an Weihnachten dabei, saßen mit am Tisch, wurden dazugeholt. Meine Mama erzählt immer, dass ihr Vater nach dem Abendbrot an Heiligabend kurz nach draußen ging, um an den Ästen des Baumes vor dem Küchenfenster zu ziehen, sodass es ordentlich raschelte und ruckelte. Als er in die kleine Küche zurückkam, in der die sechs Kinder – teilweise mit Partnern und/oder bereits eigenen Kindern – saßen, hat er immer gesagt: „Kinder, ich glaube, der Weihnachtsmann war da!“

Und nachdem gemeinsam abgewaschen und anschließend aufgeräumt wurde, zog die Prozession ins Wohnzimmer. Jedes Kind, jeder – gern auch mal spontane – Gast bekam ein Geschenk. Alle wurden satt und waren willkommen.

Mein Patenonkel, stationiert in Bayern, hatte es sich zur Aufgabe gemacht, jedes Jahr – vermutlich am Münchener Hauptbahnhof – eine „verlorene Seele“ aufzugabeln, die das Weihnachtsfest dann an dem kleinen Küchentisch mit den vielen Geschwistern gefeiert hat. Aus aller Herren Länder – USA, Kolumbien, aus der Schweiz – wäre ein Marsmensch am Hauptbahnhof gestrandet, er hätte anschließend am Küchentisch gesessen, hätte Mohnstollen oder Kohlsuppe gegessen und Lieder gesungen. Und er hätte ein Geschenk bekommen, einen Platz zum Schlafen und Freude erfahren.

Diese Geschichten liebe ich. Sie sind Teil meiner Familie. Sie zeigen mir, wohin ich gehöre, warum ich die bin, die ich bin. Was mir wichtig ist und welchen Weg ich gehe – und warum.

Und dann denke ich an meinen anderen Opa, den ich kennenlernen durfte. Opa konnte am allerbesten Weihnachtsbäume schmücken. Er hat das gute silberne Staniollametta gebügelt und die alten Kugeln aus ihren feinen Schachteln geholt, sorgsam an die Blaufichte gehängt. Manchmal hat er auch Löcher in den Stamm gebohrt und Äste umgesetzt, damit der Baum gleichmäßig war. Und die Spitze wurde angespitzt, damit der Baum eine Spitze bekommen konnte. Und Wunderkerzen kamen an den Baum.

Opa hat meiner Mama auch ein paar blaue puschelige Hausschuhe geschenkt, als Papa sie offiziell vorgestellt hat. Das Mädchen darf doch keine kalten Füße haben! Opa war der Beste!

Auch diese Geschichte liebe ich!

Und ich würde sie gern alle versammeln an unserem Esstisch an Weihnachten. Eine lange Tafel mit all diesen Menschen. Denn hier ist Platz in dieser Herberge.

In diesem Sinne: Frohe Weihnachten!

Euer Frøken Fluesvamp – Fräulein Fliegenpilz

A beautiful sight, we‘re happy tonight…Steckrüben-Kartoffel-Stampf mit Ei und Pilzen und ich wünsche mir Schnee

Ich wünsche mir Schnee. Alle Jahre wieder. In der Vorweihnachtszeit sollen allmählich Ruhe, Besinnlichkeit und Stille einkehren. Ich würde sie gern hereinbitten. Und draußen soll ein flirrendes Licht die Schneeflöckchen ankündigen. Schneeflöckchen, Weißröckchen, wann kommst Du geschneit? Und dann: ein leichter Schneekopfschmerz, der typische Duft nach Schnee. Dann öffnen sich die dicken Wattewolken, Frau Holle schüttelt die großen Daunenbetten aus und sanft taumeln die Flocken zur Erde. Deck die Blümelein zu. Und alles wird ein bisschen ruhiger, sanfter, leiser, stiller, sauberer und unschuldiger.

Ich wünsche mir weiße Weihnachten. Hier und jetzt! Und ich wünsche mir die Ruhe, die die weiße Weihnacht mit sich bringt. Wie auf den alten Postkarten, wo Kinder in dicken Mänteln und mit  Fäustlingen rotwangig Holzschlitten hinter sich herziehen. Und Rotkehlchen auf kleinen Vogelhäusern sitzen, oder dicke, aufgeplusterte Amseln eine rote Beere im weit aufgesperrten Schnabel haben – das leuchtend gelbe Auge in den Wald gerichtet, der überzuckert ist von allerfeinstem Schnee. Willst Du einen Schneemann bauen?

Und Schlittenfahrten durch tiefverschneite Winterlandschaften, Rentiere mit dampfendem Atem vor den Nüstern, sanftes Glockenläuten und das einlullende Traben der wundervollen Tiere. Ach – ach – ach. Und der Himmel ist sternenklar. A beautiful sight, we’re happy tonight. Walking in a winter wonderland.

Ein Feuerchen im Kamin, dicke Wollsocken und ein kuschliges Fell. Kerzenschein und der Duft eines köstlichen Heißgetränks. Es knistert und knackt von den Holzscheiten und die Flammen züngeln gelb-rot-orange. Hach – hach – hach.

Kein üppiges Festmahl, keine Gelage, kein Stress, keine Zwänge. Jogginghose und Wollpullover, ein Heißgetränk und – Stille. Wenn man hören kann, wie die Schneeflocken rauschend und zart knackend auf dem Fensterbrett landen und sich die Schneeschicht von Stunde zu Stunde, von Minute zu Minute aufbaut und der größte Aufwand darin besteht, eine weitere Kanne Tee zu kochen, eine Kerze auszuwechseln und ein Holzscheit nachzulegen. Oh wie wäre das schön!

Ich denke, mein Gefühl trügt mich nicht. Der Winter will mit seinen klammen Fingern die Tür aufdrücken, stemmt sich dagegen, haut ein paar Flocken raus und manchmal auch echt kalten Winterwind, aber dann schleicht sich wieder so ein lullig-warmer Herbstmisch von der Seite an und teckelt den Winter nieder.

Dabei wäre es doch so schön, wenn mit dem unschuldigen Weiß allmählich Gärten und Straßen, Wiesen und Felder zugedeckt würden. Ruhe und Stille und Besinnlichkeit. Und dann „fehlt“ eben noch etwas, und alles, was man zu Hause hat, sind eine Steckrübe, Kartoffeln, ein paar Eier und Champignons, etwas Butter und etwas Milch.

Und während die Welt anhält und man tief durchatmet, streckt man sich genüsslich wie eine zufriedene Schlosskatze, dreht sich ein Stück auf die rechte Seite und irgendwann hat man die zündende Idee und bereitet einen köstlichen Kartoffel-Steckrüben-Brei zu.

Ihr braucht:

Fürs Püree:

    1 kleine Steckrübe
    5-6 große, mehlig-kochende Kartoffeln
    etwas Butter
    etwas Milch
    Salz und Pfeffer
    Muskatnuss (gerieben)
  • Für die Beilagen:
    • eine Handvoll Champignons
      4 Bio-Eier
  • Petersilie zum Garnieren.
  • Steckrübe und Kartoffeln schälen und klein würfeln. Alles in einem Kopf weich kochen. Kochwasser abgießen. Butter und Milch zu Kartoffeln und Steckrübe geben und mit einem Stampfer zermatschen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.
  • Backofen auf 180 Grad vorheizen.
  • Eine Auflaufform mit Butter fetten und das Püree hineingeben.
  • Mit einem Esslöffel vier Kuhlen ins Püree drücken und die Eier aufschlagen und jeweils in die Kuhle geben. Etwas Salz darüber streuen.
  • Die Auflaufform in den Backofen stellen und für ca. 20 Minuten backen, bis die Eier gestockt sind und das Püree eine bräunliche Kruste bekommt.
  • Derweil Champignons putzen und in einer Pfanne mit Butter anbraten, salzen und pfeffern.
  • Petersilie abbrausen, klein zupfen und zum Schluss über das Gericht streuen.
  • Und während ich langsam aus dem Land aus Schnee und Eis zurückkehre, denke ich, wie schön es doch wäre, wenn alles ein bisschen ruhiger und entspannter wäre. Und wer weiß, vielleicht hat der Winter doch so viel Kraft, dass er Heiligabend die Tür aufdrückt und hereingeschneit kommt. Ich würde ihn hereinbitten!
  • Putin und der Dalai Lama – mysteriöse Nominierungen und glutenfreie Mürbeteigkekse

    Ich bin nominiert worden. Für den „Mystery Blogger Award“. Ich habe mitgemacht. Ich habe mir Fragen ausgedacht. Die Fragen wurden beantwortet. Von Bloggern, die ich wiederum nominiert habe. Eine meiner Fragen war, welche berühmte Person sie – also die Nominierten – denn einmal gerne treffen und interviewen würden. Dabei war es egal, ob die Person noch lebt oder schon in die ewigen Jagdgründe eingegangen ist.

    Meermond aus meiner Herzensheimat war dabei sehr kreativ und nannte zwei Personen für ein Doppelinterview: Putin und den Dalai Lama. Zuerst dachte ich: explosive Mischung, dann dachte ich – interessant. Und ich fragte Meermond, ob ich über das Interview bloggen dürfe. Meermond stimmte zu. Und während ich in meinem Yoga-Castle vor mich hinsummend glutenfreie Mürbeteigplätzchen buk, nahm das Interview in meinem Kopf Gestalt an.

    Auftritt Putin:

    „Guten Tag, Herr Putin. Hatten Sie eine gute Anreise?“

    „Da!“ antwortet er.

    Der Dalai Lama lächelt, denn das kann er gut. Einfach lächeln.

    Putin guckt irritiert, reicht dem freundlichen Mann dann aber die Hand und quittiert das anhaltende Lächeln des In-sich-Ruhenden mit etwas, das eher an Zähnefletschen erinnert.

    Der Dalai Lama deutet mit dem Kopf auf den Hocker neben sich, Putin soll sich dort hinsetzen. Und Putin setzt sich.

    Man könnte eine Stecknadel fallen hören, so ruhig ist es. Der Dalai Lama räuspert sich, dann fragt er den Mächtigen: „Essen Sie auch so gern Weihnachtskekse?“

    Putin ist zum zweiten Mal innerhalb von zwei Minuten irritiert. Dann schaut er auf den Teller, der neben dem Dalai Lama steht. Kekse, Dominosteine, Lebkuchen, Spekulatius, dazu einige in buntes Papier eingewickelte Pralinen. „Ich mag ja ganz besonders diese hier!“ fügt der Dalai Lama an und deutet auf die Kekse in Herzform. Dann schmunzelt er wieder. Putin räuspert sich, dann sagt er: „In Russland machen wir uns eigentlich nicht so viel aus Weihnachten!“ Das scheint den Dalai Lama zu amüsieren, denn er kichert. „In Tibet werden Sie auch nicht unbedingt einen geschmückten Tannenbaum finden!“ „Hmm…“ brummt der Oligarch und greift sich einen Dominostein. „Hmm!“ macht er wieder, dies Mal mit Ausrufezeichen. „Gut?! Nicht wahr?!“ sagt der Mönch und tut, was er besonders gut kann – lächeln.

    Putin nickt. Es scheint so, dass der sonst so gut vorbereitete Mann sich ein bisschen unwohl in seiner Haut fühlt. Er rutscht auf dem Stuhl hin und her wie ein kleiner Junge kurz vor der Bescherung.

    Der Dalai Lama greift sich als nächstes einen Spekulatius. „Krümelt!“ stellt er fest und schnippt dabei Kekskrümel von seinem orangefarbenen Gewand. Ein besonders dicker Krümel landet auf Putins Maßanzug. „‚Tschuldigung!“ murmelt der Dalai Lama mit vollem Mund. Putin nickt wohlwollend und muss dann plötzlich grinsen. Der Dalai Lama hat was Erfrischendes, wie er so dasitzt und Kekse mümmelt. „Ich glaube,“ sinniert er,“mit Keksen könnte man Frieden stiften auf der Welt!“ Putin ist plötzlich wieder irritiert. Der alte Mann bringt ihn an seine Grenzen. Was er sagt und tut ist unvorhersehbar. „Weihnachten! Kekse! In den Herzen wird’s warm!“ spricht er weiter und blickt dabei mit soviel Sehnsucht in die Ferne, dass selbst der stahlharte Putin schlucken muss. „All die Religionen. Sie haben doch aber eins gemein: Frieden! Die Menschen wollen Frieden!“

    Weise Worte, denke ich und lehne mich in meinem Sessel zurück, blicke auf die beiden Herren. Der eine mümmelt scheinbar vergnügt Kekse in sich hinein. Der andere sitzt in seinem Maßanzug da und macht den Eindruck, als ob er die Welt nicht mehr versteht.

    Und ich frage mich, ob er sie nicht genau gerade jetzt am allerrichtigsten sieht.

    Mit diesem Gedanken schleiche ich mich aus dem Raum. Als ich vorsichtig einen Blick zurückwerfe, sehe ich, wie Herr Putin einen Zettel vollschreibt. War das etwa sein Lieblingskeks-Rezept?

    Für ca. 25 Mürbeteigsterne braucht Ihr:

    • 300 g glutenfreies Mehl (z. B. Dr. Schär Kuchen & Kekse)
    • 120 g Zucker
    • 120 g kalte Butter
    • 1 EL Vanillezucker
    • 1 Ei (Größe M)
    • Selbstgemachte Marmelade oder Gelee (Himbeer oder Johannisbeer)
    • Mehl für die Arbeitsfläche

    Heizt den Backofen vor auf 180 Grad Ober-/Unterhitze. Gebt das Mehl auf die saubere Arbeitsplatte, drückt eine Mulde in die Mitte und gebt Zucker, Butterflocken, das Ei und den Vanillezucker in die Vertiefung. Nun knetet Ihr rasch einen geschmeidigen Teig.

    Der Teig muss nicht zwingend in den Kühlschrank, meine Erfahrung ist, dass es nicht schadet, wenn Ihr Euch die Zeit nehmt und ihn für 30 Minuten kühl stellt.

    Danach gebt Ihr etwas Mehl auf die Arbeitsfläche und rollt den Teig aus. Gebt Frischhaltefolie zwischen Nudelholz und Teig, so klebt der Teig nicht überall fest.

    Nun stecht Ihr Herzen aus und legt diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Stecht die gleiche Anzahl an Keksen aus und stecht aus diesen ein kleineres Herz aus, in das dann die Marmelade oder das Gelee kommt. Nehmt diesen Keks vorsichtig hoch und legt ihn auf den Keks.

    Gebt Marmelade oder Gelee in das herzförmige Loch.

    Nun schiebt das Backblech in den vorgeheizten Ofen und backt die Kekse bei 180 Grad für 10 bis 15 Minuten.

    Auskühlen lassen und in eine Keksdose legen oder gleich aufessen!

    Gutes Gelingen wünscht Euch

    Frøken Fluesvamp 🍄

    Kein Weihnachten ohne Krabbensalat à la Mama

    Heiligabend. Jetzt ist schon wieder Weihnachten. Und jeder feiert es auf seine Weise, hat Traditionen und Rituale, Abläufe und Speisen, die es jedes Jahr geben soll, ja geben muss. Denn ohne dies oder das ist nicht richtig Weihnachten! 

    Bei mir ist es der Krabbensalat am heiligen Abend. Ohne diesen Krabbensalat ist nicht richtig Weihnachten. 

    Der Krabbensalat ist eine Kreation meiner Mama. Schon als kleines Kind war ich dem Salat verfallen. Und als das erste Mal Heiligabend bei meinem Mann und mir mit meinen Eltern gefeiert wurde, wagte ich mich an den Salat, für den es nicht wirklich ein Rezept gibt. 

    Man braucht eine Packung TK-Garnelen in Bio-Qualität (fertig gegart). Und man braucht Curry, Salz, Pfeffer, Ketchup, Mayonnaise, frischen Dill, Mandarinen und Erbsen aus der Dose (Bio-Qualität) und einen säuerlichen Apfel.

    Die Krabben taut man auf und gibt sie anschließend in eine Schüssel. Den Apfel schälen und ich feine Würfel schneiden. Die Erbsen nach Gusto dazugeben, die Mandarinen ebenfalls. Nun gibt man einen beherzten Schuss Tomaten-Ketchup dazu, ebenso Mayonnaise. Salat-Mayonnaise eignet sich hervorragend. Dann kommt das Curry-Pulver zum Einsatz, etwa zwei gehäufte TL. Mit Salz und Pfeffer und dem frischen Dill würzen, alles vermengen und abschmecken. Der Salat muss dann im Kühlschrank etwas durchziehen. 


    Und dann kann Weihnachten werden! 

    Was ist es bei Euch? Wann ist bei Euch erst so richtig Weihnachten? 

    The Colour of Snow – Finnische Haferkekse

    Irgendwo in Finnland an einem Wintertag. Zwei Ermittler begegnen sich vor einer Polizeidienststelle, die Sonne ist schon vor Stunden untergegangen, aber der Schnee funkelt im Licht des Mondes. Die Kälte könnte man als klirrend bezeichnen und die Schneeflocken, die zaghaft aus den wenigen Wolken rieseln, sehen aus wie Eiskristalle – lumikide – auf den Ärmeln der Daunenjacken, die die Herren tragen, und diese hängen wie Eissterne und schmelzen nicht, so kalt ist es. Der Atem hängt in dicken Wolken vor ihren Nasen während sie sich schnellen Schrittes in das Gebäude begeben. Die Wärme schlägt ihnen entgegen und der Geruch von Kaffee. Sie setzen sich mit ihren Kaffeetassen an ihre gegenüberliegenden Schreibtische, dann beginnen sie ein Gespräch.

    Der erste sagt: „Väino, hast Du schon gehört? Morgen gibt es lumipyry!“ „Wirklich?“ entgegnet Väino. „Ich habe gehört, dass es lumimyrsky geben soll!“. „Nein!“ ruft Leevi daraufhin aus. „Ich hoffe sehr, dass es kein pyrytää ist. Dann kommt es zu so vielen lumikinos!“. „Aber die Kinder wird es freuen!“ sagt Väino. „Sie können dann wieder lumilinna, lumitunneli und lumiluola bauen.“ „Ja“, stimmt Leevi zu und nickt.

    Dann widmen sich beide wieder ihren Ermittlungsprotokollen und tauchen ihre finnischen Haferkekse in ihre Kaffeebecher.

    So könnte sich ein Gespräch anhören, in einem verschneiten Finnland, im tiefsten Winter. Bei Pulverschnee, Schneesturm, Schneetreiben in das sich Feuchtigkeit mischt oder wenn es viel schneit und auch noch sehr windig ist.

    Die Finnen oder Inuit sollen sogar ein Wort für Schnee haben, der sich besonders gut dafür eignet, Schneebälle zu machen – das Wort lautet lumipallolumi.

    Ich sehne Schnee, zumindest Kälte regelrecht herbei. Rauhreif, der sich wie Glas über die Äste zieht. Das Knirschen unter den Schuhen. Die Farbkleckse in der Natur: dicke rote Hagebutten, Ilex in seinem satten Grün. Und Stille. Wenn Schnee über Nacht zentimeterhoch gefallen ist. Und wenn man morgens die Augen öffnet, ist die Welt gedämpft. Und die Ohren genießen das Wohlgefühl dieser sanften Geräusche. „Haltet ein!“ flüstere ich in diese weiße Welt hinaus. 

    Dann wende ich mich den finnischen Haferkeksen zu.

    • 50 g Butter
    • 60 g glutenfreie Haferflocken
    • 125 Zucker
    • 1 EL glutenfreies Mehl
    • 1 TL Backpulver
    • 1 Ei

    Alle Zutaten nacheinander und miteinander in einer großen Schüssel vermengen. 

    Ein Backblech mit Backpapier auslegen und den Backofen auf 225 Grad vorheizen.

    Mit einem Teelöffel kleine Teighäufchen aufs Blech geben. Denkt an genügend Abstand zwischen den Häufchen, sonst habt Ihr einen großen Haferkeks. Wenn das passieren sollte, ist auch nicht schlimm, dann brecht Ihr den großen Keks einfach in kleine Stücke.

    Nun backt Ihr die Kekse bei 225 Grad für ca. 7 Minuten, bis sie goldbraun sind. 

    Nehmt das Blech aus dem Ofen und lasst die Kekse abkühlen. Erst dann vom Blech nehmen!

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    Inspiration für die unterschiedlichen Schneesorten habe ich hier gefunden: 

    Tarjas Blog – lesenswert und auskunftsreich, Schnee ist in Finnland eben nicht gleich Schnee.